Wer richtig sucht, der findet

Profile manipulieren

Profile manipulieren

Datenschutzrechtlich weitaus problematischer ist das Erstellen von automatischen Profilen auf Grundlage der zusammengesuchten Portraitschnippsel, so wie es beispielsweise die amerikanische Personensuchmaschine Spock (www.spock.com) macht. Das wäre hierzulande nicht zulässig und keiner der Anbieter macht es. Zu groß ist die Gefahr einer Verwechslung.

Die deutschen Anbieter hingegen führen überhaupt keine Infos zu Profilen zusammen, was technisch durchaus machbar wäre, sondern listen einfach alles auf, was zu einem Namen zu finden ist. Auch dabei kommt es gerne zu Verwechslungen. Eine Anwenderin klagt etwa, dass sie denselben Namen wie ein Pornostar hat.

Ein Rechtsanwalt bekam von einem Mandanten zu hören, er wolle den Rechtsbeistand wechseln aufgrund eines politisch gefärbten Eintrags in einer Amazon-Wunschliste. Der Anwalt beschwört, die Liste stammt von einem Namensvetter.

Der Anwender kann Verwechslungen ein bisschen entgegenwirken, in dem er selbst bei den Personensuchmaschinen ein Profil anlegt, sofern das möglich ist. Denn so ordnet er sich bestimmte wichtige Einträge zu und drängt die anderen nach unten. Auch hier ist Spock ein negatives Beispiel, denn ein solches Profil kostet inzwischen 29,95 Dollar pro Vierteljahr. Das kommt schon fast einer Erpressung gleich.

Eine derartige Preispflicht gibt es in Deutschland bei keinem Anbieter, und sie ist auch eher unwahrscheinlich, denn beeinflussbare Profile bilden eines der Hauptargumente der Betreiber gegen datenschutzrechtliche Bedenken. Jeder kann sein Erscheinungsbild selbst manipulieren.

Personensuche im Web

© Archiv

Wer bei Yasni ein Profil anlegt, ordnet diesem die Fundstellen aus dem Web zu, so dass es keine Überschneidungen mit anderen Personen gibt.

Sobald ein Anwender sich bei Yasni registriert hat, kann er sich Suchtreffer, die auf seinen Namen lauten, zuordnen, an erster Stelle seine Community-Mitgliedschaften. Wenn jemand anders nach ihm sucht, erscheinen die Profileinträge ganz oben im Kopf.

Mitglieder mit Profil verlinken sich untereinander und stützen sich gegenseitig. Denn jeder kann Einträge beim anderen als glaubwürdig markieren. So entsteht eine gewisse Kontrolle durch die Community. Profile haben einen weiteren Vorteil: Sie werden bei Google gefunden, so dass Suchende auch hier schnell auf die richtige Zusammenfassung gelenkt werden.

Außerdem bekommt der Nutzer regelmäßig einen Newsletter, der berichtet, wenn es im Internet zum eigenen Namen Aktivitäten gibt. Wer's mag. Der andere deutsche Anbieter, 123people, bietet keine Profilierungsmöglichkeit.

Der etwas fade Beigeschmack aber bleibt, dass man, um seinen Ruf im Web zu retten, fast gezwungen ist, ein solches Profil anzulegen, und sich somit in die Arme der Dienste stürzen muss. Wer eine eigene Meta-Profilseite im Internet anlegen will, kann das auch unabhängig von der Personensuchmaschine tun oder parallel dazu. Das ist durchaus sinnvoll, denn der Anwender ist freier in der Gestaltung und kann alle seine Webressourcen nach Belieben bündeln und übersichtlich für Besucher darstellen.

Mehr zum Thema

Youtube Sperre umgehen GEMA
Videos freischalten

So umgehen Sie die GEMA-Sperre bei Youtube. Was Sie dazu brauchen, und wie es am einfachsten geht.
Neue Fritzboxen unterstützen den AC-Standard.
WLAN-Geschwindigkeit verdoppeln

Mehr WLAN-Geschwindigkeit: Mit dem WLAN-Standard 802.11ac und den richtigen Geräten und Einstellungen verdoppeln Sie den Datendurchsatz.
Netflix auf dem TV
Programm in der Übersicht

Welche Filme und Serien gibt es bei Netflix eigentlich zu sehen? Was ist neu im Streaming-Angebot? Diese Antworten helfen weiter.
Netflix
Streaming

Preise, kompatible Geräte, Datenrate, Serien- und Filmangebot von Netflix: Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Streaming-Dienst.
E.T. – Der Außerirdische
Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Amazon Prime Instant Video lockt im Dezember 2016 mit Film-Highlights wie "E.T.", "Fast & Furious 7" und der Serie "Ku’damm 56​".