Die Sache mit den Pocketpaaren Teil II

Profi Corner: Pocketpaare Teil 2

In der letzten Ausgabe konnten Sie lesen, wie man Premium-Paare und mittlere Paare spielt. Lesen Sie hier, wie man mit den ungeliebten kleinen Paaren zurechtkommt.

Profi Corner: Pocketpaare Teil 2

© Markus Müller

Profi Corner: Pocketpaare Teil 2

[int:article,73843]Im ersten Teil der Serie[/int] konnten Sie lesen, wie man Premium-Paare und mittlere Paare spielt. Lesen Sie hier, wie man mit den ungeliebten kleinen Paaren zurechtkommt.

Diese Paare sind am schwierigsten zu spielen. Viele haben es sich inzwischen angewöhnt, an einem vollen Tisch und zu Beginn eines Turniers mit diesen Blättern höchstens zu limpen. Wenn die Blinds dann schon gestiegen sind, könnte auch über ein Raise nachgedacht werden, sollte zuvor keine Stärke gezeigt worden sein. Was viele Spieler noch immer übersehen, ist die Tatsache, dass die kleinen Pocketpaare von höheren Paaren auf dem Board geschlagen werden können.Angenommen Sie halten: Karo 5, Pik 5und auf dem Board kommen Kreuz 9, Herz 9, Pik 6, Kreuz 6In diesem Fall ist Ihr 5er-Pärchen durch die beiden höheren Paare auf dem Board bereits entwertet. Nun entscheidet der höhere Kicker über den Sieg. Und Ihre 5 ist nicht wirklich gut. Ein anderes Beispiel wäre Folgendes:

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© Markus Müller

Sie halten Karo 7, Pik 7

und auf dem Flop kommen Kreuz 9, Herz 9, Pik D

Natürlich befinden Sie sich zu diesem Zeitpunkt im Besitz von zwei Paaren. Doch nehmen wir nun mal an, ein Mitspieler hält die Dame. Somit hat auch dieser zwei Paare und zu allem Überfluss noch die beiden höheren (QQ und 99 gegen 77 und 99).

Außerdem liegen Sie natürlich gegen jedes höhere Paar im Hintertreffen. Und mit einem 4er-Pärchen auf der Hand können Sie davon ausgehen, dass im Flop drei Overcards aufgedeckt werden.

Aus früher und mittlerer Position heraus limpen Sie mit 88 -66, um eventuell ein Set zu treffen. Sollte dies funktionieren, wandern aller Voraussicht nach viele Chips in Ihre Richtung. Sollten Sie den Flop verfehlen, trauern Sie Ihrem kleinen Einsatz nicht nach und folden Sie, sobald ein Gegner Stärke zeigt. Aus der späten Position heraus könnten Sie mit diesen Paaren durchaus ein Raise in Betracht ziehen, insofern Sie den Pot eröffnen.

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Schwierig zu spielen: die kleinen Paare

Mit den kleineren Pärchen hingegen sollten Sie, egal aus welcher Position heraus versuchen, den Flop möglichst billig zu sehen. Callen Sie einen niedrigen Blind und hoffen Sie auf das Set. Folden Sie bei höheren Blinds oder einem gegnerischen Raise. Auch hier gilt wieder: Je weniger Spieler sich am Tisch befinden, desto aggressiver können Sie mit diesen Blättern spielen. Dies gilt besonders für 88-66. Mit den kleinen Paaren wäre es denkbar, als Smallstack ein All-in zu riskieren - besonders an einem shorthanded-Tisch. Denn so stark AK auch sein mag: Ein Pocketpaar, egal wie klein, ist bereits eine Made Hand. AK hingegen braucht noch Hilfe vom Board (22 liegt gegen AK mit 52% zu 48% vorne).

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