Hasta la Vista!

Praxis: Notebook auf Vista updaten

Neue Computer und Notebooks werden seit Februar bereits mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista ausgeliefert. Aber auch viele ältere Notebooks lassen sich nachträglich mit dem aktuellen Betriebssystem nachrüsten.

Praxis: Notebook auf Vista updaten

© Christian Immler

Praxis: Notebook auf Vista updaten

Vor der Entscheidung, auf Vista umzusteigen, steht eine Prüfung der Hardware-Voraussetzungen an, wenn die Vista-Kompatibilität nicht schon beim Notebook angegeben ist. Aufgrund der hohen Hardware-Anforderungen unterscheidet Microsoft zwischen zwei Kompatibilitätsklassen von PCs:

Windows Vista Capable PCs können alle Grundfunktionen von Windows Vista ausführen, allerdings die Multimedia-Funktionen und die 3D- und Transparenzeffekte der Aero-Oberfläche nicht.

Windows Vista Premium Ready PCs können alle Funktionen von Windows Vista ausführen. Die Voraussetzungen unterscheiden sich in diesen Klassen deutlich. Fast jedes Notebook der letzten zwei Jahre ist "Vista Capable", die "Premium Ready"-Voraussetzungen erfüllen nur aktuelle Geräte.

1. SCHRITT: KOMPATIBILITÄTSTEST MIT DEM UPGRADE ADVISOR

Microsoft bietet bei www.windowsvista.de einen Upgrade Advisor zum kostenlosen Download an. Mit diesem Programm lässt sich die Kompatibilität der Hardware zu den verschiedenen Windows-Vista-Versionen testen. Der Upgrade Advisor benötigt mindestens Windows XP mit installiertem Service Pack 2. Je nach installierten Windows Updates sind zusätzlich noch aktualisierte Microsoft Core XML Services erforderlich.

Vor dem Start des Upgrade Advisors sollten Sie alle externen Geräte anschließen, die Sie unter Windows Vista verwenden wollen, damit der Upgrade Advisor diese mit überprüfen kann. Legen Sie eine DVD in das Laufwerk, um die Laufwerksgeschwindigkeit zu testen.

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© Christian Immler

Der Upgrade Advisor testet Windows XP PCs auf ihre Vista Tauglichkeit

Nach einer Testphase, die einige Minuten dauern kann, wird ein Kompatibilitätsbericht angezeigt, der Hinweise auf Probleme mit installierter Hard- und Software enthält. Die Überprüfung der Software bezieht sich nur auf Programme, die auf lokalen Laufwerken installiert sind -, nicht auf solche, die von Netzwerk-Laufwerken gestartet werden. Der Testbericht lässt sich für die verschiedenen Windows-Vista-Versionen umschalten, da unter Umständen eine Version läuft, eine andere aber nicht.

2. SCHRITT: WAS TUN BEI FEHLERMELDUNGEN?

Erschrecken Sie nicht, wenn der Update-Bericht jede Menge Kompatibilitätsprobleme enthält. Der untere Teil des Dialogfeldes zeigt ausführlichere Meldungen. Oftmals scheitert die Kompatibilität nur daran, dass gerade zu wenig Festplattenspeicher frei ist, was sich leicht beheben lässt, oder dass für bestimmte Hardware-Komponenten keine Treiber vorliegen.

Der Upgrade Advisor unterscheidet zwischen folgenden zwei Typen von Meldungen:1. Ein Fehler verhindert die Installation von Windows Vista.2. Bei einer Warnung kann Windows Vista installiert werden. Einige Funktionen laufen jedoch nicht oder nur mit Einschränkungen.

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Um Probleme zu vermeiden, sollten sie inkompatible oder unbekannte Geräte ausbauen

Windows Vista berücksichtigt bei der Kompatibilitätsprüfung nur die Treiber, die auf der Original-DVD enthalten sind. Fast alle Hersteller bieten auf ihren Webseiten inzwischen aber Windows-Vista-Treiber für ältere Geräte zum Download an. Ist dies nicht der Fall, funktioniert oft noch ein Windows-XP-Treiber mit Windows Vista.

Der Windows Vista Upgrade Advisor überprüft verschiedene Hardware- und Software- Komponenten. Dabei zeigt das Programm nur die Komponenten, die für die jeweilige Windows-Vista-Version relevant sind. So fehlen bei der Home Basic Version zum Beispiel die Meldungen über die Grafikkarte und die TV-Karte.

Hardware Vorraussetzungen

Windows Vista Capable PCs - Pentium/Celeron Prozessor mit 800 MHz oder höher bzw. vergleichbar: AMD Athlon/Duron/Sempron - 512 MByte Systemspeicher - DirectX9-fähiger Grafikprozessor

Windows Vista Premium Ready PCs - 1-GHz-32-Bit- (x86-) oder 64-Bit- (x64-)Prozessor - 1 GByte Arbeitsspeicher - Unterstützung für Grafikprozessor DirectX 9 mit WDDM-Treiber und 128 MByte Grafikspeicher, Pixel Shader 2.0 und 32 Bit pro Pixel - 40 GByte Festplattenkapazität mit 15 GByte freiem Speicher - DVD-ROM-Laufwerk - Funktionen für Audioausgabe/Internet

SCHRITT: 3. WAS TUN BEI FEHLERMELDUNGEN?

Für den Fall einer Update-Installation überprüft der Upgrade Advisor die installierten Anwendungen, soweit sie in der Kompatibilitätsliste von Windows Vista stehen. Auch hier kann es zu Fehlern und Warnungen kommen.

Wenn Sie eine Fehlermeldung erhalten, sollten Sie die betreffende Anwendung vor der Installation von Windows Vista deinstallieren.

Im Falle einer Warnung kann Windows Vista installiert werden. Die betreffende Anwendung wird jedoch nicht oder nur mit Einschränkungen laufen. Besonders Festplatten- Tools, Systemoptimierungen, Backup- Programme, CD/DVD-Brennprogramme, die Verwaltung von Wechselmedien, Faxprogramme und andere Anwendungen, die unmittelbar mit bestimmten Hardware- Komponenten zusammenspielen, können eventuell zu Windows Vista inkompatibel sein - dann erscheint eine entsprechende Fehlermeldung.

4. SCHRITT: UPDATE ODER NEUINSTALLATION?

Wenn Sie Windows Vista auf Ihrem Notebook installieren wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie sollten sich überlegen, ob Sie eine komplette Neuinstallation vornehmen oder das vorhandene Betriebsystem überschreiben möchten. Sollte Ihr Windows XP schon etwas instabil sein, empfiehlt es sich, eine Neuinstallation durchzuführen.

Bei der Windows-Vista-Installation haben Sie die Qual der Wahl. Es gibt drei Varianten, wie Sie das neue Betriebssystem zum Einsatz bringen können:1. Neuinstallation: Auf dem PC war bisher kein Betriebssystem installiert. Windows Vista wird nach der Installation als einziges Betriebssystem laufen.2. Update: Auf dem PC ist eine ältere Windows- Version installiert, die durch Windows Vista ersetzt wird.3. Parallelinstallation: Auf dem PC ist bereits ein Betriebssystem installiert. Vista wird parallel auf einer zweiten Festplatten-Partition installiert. Über einen Bootmanager kann der Benutzer auswählen, welches Betriebssystem startet. Dies funktioniert nur mit Windows-Betriebssystemen, mit anderen wie Linux nicht. Hier ist der meiste Speicherplatz auf der Festplatte erforderlich, da nach der Installation beide Systeme parallel auf der Platte liegen.

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© Christian Immler

Reicht der freie Platz auf der Festplatte nicht, wird die Option zur Upgrade-Installation deaktiviert

Updates auf Windows Vista können nur von den verschiedenen Windows-XP-Versionen für Desktop-PCs sowie von der Windows XP Tablet PC Version ausgeführt werden. Updates von älteren Windows-Versionen sind nicht möglich. Hier müssen Sie Windows Vista komplett neu installieren. Eine Übernahme bestehender Daten ist auf einfachem Weg nicht möglich. Wer viele Programme unter einer älteren Windows- Version installiert hat und diese mit Windows Vista weiter verwenden möchte, sollte erst ein Windows XP Update installieren und von dort auf Windows Vista updaten - vorausgesetzt, die Programme laufen überhaupt noch auf Windows Vista.

Die unten stehende Tabelle zeigt Ihnen genau, welche Windows-Versionen sich auf Windows Vista ohne Neuformatierung der Festplatte updaten lassen.

Vor einer Vista-Installation auf einem bestehenden System sollten man alle Daten sichern. Sorgen Sie dafür, dass Sie die Installationsdateien der Programme und Seriennummern greifbar haben. Viele Anwendungen müssen Sie unter Vista neu installieren. Sie werden nicht sauber übernommen.

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