Blaues Vergnügen für den Heimcomputer

PowerDVD vs. WinDVD

  1. Blu-ray-Wiedergabe am PC
  2. Profil 2.0
  3. PowerDVD vs. WinDVD

PowerDVD

Für die dritte Folge des CSI-Miami-Staffel-5-Sets lässt sich im Bonus-Bereich ein "Ermittlungsmodus" einschalten, bei dem während der Wiedergabe nacheinander Bilder und Videos mit Kommentaren und Wissenswertem eingeblendet werden. PowerDVD schneidet einen Großteil der Bilder ab, die im rechten Bildbereich positioniert worden sind, während eingeblendete Videos tadellos funktionieren, egal wo sie stehen. Ein Indiz für falsche Koordinatenberechnung ist auch das von WinDVD und einem Panasonic- Standalone-Player in anderem Layout angezeigte Pop-up-Menü. Die Animation von Pop-up-Menüs ist deutlich sichtbar langsamer und weniger flüssig als bei WinDVD. Bei Fluch der Karibik (Teil 1) bleibt PowerDVD gelegentlich gleich nach der Sprachauswahl am Anfang beim Laden der BD-J-Anwendung hängen. Dafür unterstützt PowerDVD als erste Software BD Live.

WinDVD

Während WinDVD die "Ermittlungsmodus"-Folge mit Bravour meistert, haben die Entwickler bei diesem Player anscheinend den Pop-Up-Menü-Button vergessen. Bei Batman Begins wurde die Navigation zu Bonusmaterial und Einstellungen nämlich ausschließlich über ein Pop-up-Menü realisiert, das sich somit schlecht erreichen lässt - man muss den Film bzw. den Beitrag komplett vorspulen, damit das Menü erscheint.

Bei CSI Miami (Codec: VC-1) blieb gelegentlich unter Vista mit einer ATI 3650 beim Springen oder Aufruf eines Filmes vom Hauptmenü aus das Bild stehen oder wurde schwarz, auf dem AMD- 780G-Board mit Radeon HD 3200-Lösung funktionierte das Springen mit keinem der Videoformate - PowerDVD hat damit keinerlei Probleme. Bei Neues vom Wixxer ließ der Player den Zuschauer etwas warten, bis er einen Menüpunkt auswählen konnte. Dafür unterstützt WinDVD weiterhin die Wiedergabe von HD-DVDs.

BD-Live

Blu-ray-Wiedergabe am PC

© Archiv

Das Community-Feature von CSI Miami ist noch nicht fertig, steht aber bereits in den Startlöchern.

Von Anfang an im HD-DVD-Standard vorgesehen, hat das Blu-ray-Konsortium erst mit Profil 2.0 Online- Funktionalität unter dem Begriff BD-Live (auch als DynamicHD betitelt) zum eigenen Standard hinzugefügt. Damit erhalten Sie die Möglichkeit, sich zusätzlichen Content zum gekauften Film anzuschauen und ggf. herunterzuladen. Dieses Material muss inhaltlich nicht vom Hauptfilm getrennt sein, sondern kann auch darin integriert werden.

So ließe sich beispielsweise eine zusätzliche Tonspur online stellen, die zusammen mit dem Hauptfilm gestreamt wird, es wären sogar zusätzliche Einblendungen bis hin zu Werbung möglich. In White-Papers ist auch von SSL- Verschlüsselung z.B. für Online-Shopping und von Chat-Funktionen als Einsatzmöglichkeit die Rede. Auch Lernspiele und Community-Features lassen sich realiseren (siehe auch www.tunehd.net).

Eine der ersten deutschen BD-Live-Scheiben ist die erste CSI-Miami-Disc der fünften Staffel. Sie bekommen News, weitere Informationen zu den Schauspielern - und eine Webcam, die Ihnen aktuelle Bilder aus Miami zeigt.

Katz und Maus

Sowohl die Open-Source-Gemeinde, als auch der kommerzielle Hersteller Slysoft haben sich mit dem Knacken der Blu-ray-Disc beschäftigt. Während die Open-Source-Bemühungen etwas eingeschlafen sind, konnte Slysoft mit Version 6.4.0.0 ihrer Software AnyDVD HD sogar den als knacksicher beworbenen BD+-Schutz umgehen. Blu-rays lassen sich so nicht nur kopieren, sondern auch die Ausgabeproblematik umgehen.

Als Folge denken die Filmstudios unter anderem darüber nach, das Videosignal zusätzlich mit einem Wasserzeichen zu versehen. Wird ein derartiger Stream auf einer Blu-ray-Disc gefunden, fehlen aber entsprechende Keys auf dem Wiedergabemedium, sollen Player die Wiedergabe verweigern.

HD-Mainboards

Blu-ray-Wiedergabe am PC

© Archiv

Aktuelle Mainboards haben alles für den Home-Theater-Einsatz an Board: neben vielen analogen Ausgängen und S/PDIF auch HDMI.

Wer einen veralteten Rechner zuhause hat und ein HD-System aufbauen will, sollte über Mainboards mit integrierter Grafik nachdenken. Für rund 70 Euro bekommen Sie beispielsweise mit dem Asus M3A- H/HDMI ein Mainboard mit AMD-780G-Chipsatz inklusive Radeon HD 3200, während auf dem ähnlich günstigen Asus M3N78 Pro eine GeForce 8300 zu finden ist.

Bei unserem Test mit einem Athlon Dual Core X2 4850e (rund 70 Euro) erreichten wir mit PowerDVD fast identische Werte, beim MPEG-2-HD lag das Board mit nVidia-Chipsatz jedoch weit vorne (6% gegen ca. 11% Spitze). Zudem funktionierte WinDVD nur mit dem nVidia-Board einwandfrei - und erreichte dort bei MPEG-2 und VC-1 bessere Werte als mit PowerDVD.

Analogue Sunset

Während die Kommunikation zwischen Disc, Player und Laufwerk für den Anwender unsichtbar vonstatten geht, wird er eventuell bei der Ausgabe mit den Folgen der AACS-Verschlüsselung konfrontiert. Sofern ein digital angeschlossenes Display nicht die HDCP-Verschlüsselung unterstützt, bleibt das Bild schwarz oder es gibt eine Fehlermeldung.

Die Alternative ist derzeit die analoge Ausgabe, wie im Text beschrieben. Anbieter können bereits jetzt mit einem Flag bestimmen, dass die analoge Ausgabe nur mit einem Viertel der Ausgangsauflösung, also 960x540 Pixel, erfolgt, allerdings würden die Studios damit u.a. Beamer- Besitzer verärgern, die noch die Komponenten-Ausgänge ihres Standalone-Players verwenden.

Die analoge Freiheit wird jedoch nicht ewig gelten: Geräte wie die heute Verfügbaren dürfen nur noch bis zum 31.12.2011 hergestellt und verkauft werden. Neue Modelle, die nach dem 31.12.2010 auf den Markt kommen, dürfen das Videosignal nur noch auf Standard-Auflösung herunterskaliert analog ausgeben.

Zudem ist vorgesehen, dass sich existierende Modelle durch ein Update kastrieren lassen. Im AACS-Agreement wird diese Situation als 2010 Sunset bezeichnet. Da damit die analoge Lücke immer noch nicht ganz geschlossen ist, ist auch ein 2013 Sunset festgeschrieben: Ab dem 31.12.2013 dürfen keine Player hergestellt oder verkauft werden, die das unverschlüsselte Signal über Analogausgänge ausgeben.

Blu-ray-Kopierschutzmaßnahmen

Blu-ray-Wiedergabe am PC

© Archiv

Wollen Sie ein Signal digital auf einen Monitor ohne HDCP-Verschlüsselung ausgeben, erhalten Sie eine Fehlermeldung.

Im Blu-ray-Standard ist festgeschrieben, dass jede Blu-ray mit dem Advanced Access Content System, kurz AACS, verschlüsselt sein muss. Dabei sind sowohl auf den Medien, als auch in den Laufwerken und Software-Playern Schlüssel gespeichert, die im Falle eines Hacks zurückgezogen werden können - dann hilft nur noch ein Firmware-oder ein Software-Update.

Zudem ist im Standard festgeschrieben, dass Software-Player, sofern sie nicht gehackt worden sind, nach 18 Monaten ihren Key wechseln müssen, ein Update - sei es nun kostenpflichtig oder gratis - ist damit unumgänglich, um weiter neu veröffentlichte Filme abspielen zu können.

Da einige Filmstudios anscheinend an der Sicherheit von AACS zweifelten, wurde mit BD+ noch eine kleine Virtuelle Maschine in den Blu-ray-Standard integriert, die dank Java frei programmierbar ist und damit veränderte Player und Schlüssel identifizieren, Systeme patchen und stärker verschlüsselte Streams dekodieren kann.

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