Dem Druckteufel ein Bein stellen

PostScript, TrueType, OpenType

Generell sind PostScript-Fonts kleiner (ca. 40 KByte) als TrueType-Schriften (ca. 65 KByte). Dafür verwendet die TrueType-Methode einen kleineren und schnelleren Rasterizer. Die Druck-Qualität von TrueType-Fonts ist in der Realität oft weniger überzeugend, da diese Methode einen großen Aufwand des Schriftdesigners erfordert und viele Stützpunkte für einen guten Schriftschnitt nötig sind - und diese führen wiederum zu größeren Dateien. TrueType-Fonts beanspruchen zudem mehr Zeit beim Zuladen auf einen Drucker.Für hochwertige Druckerzeugnisse bewährt es sich, dass die Intelligenz von PostScript-Fonts im Rasterizer statt im Font (wie bei TrueType) eingebaut ist: Je besser der Drucker ist, desto besser sehen automatisch auch die Fonts aus. Grafikprofis versuchen daher meist, für den professionellen Druck TrueType-Fonts möglichst zu vermeiden. Wer dagegen bessere TrueType-Fonts haben will, muss seine Schriften austauschen.

IT Professional Schriften verwalten: Fronts managen

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Vielfalt ist Trumpf: Gute Fontmanager liefern wichtige Zusatzinformationen zu den verwendeten Schriften.

Ärgerlich ist zudem, dass sich gleich bezeichnete TrueType-Fonts oft deutlich von Betriebssystem zu Betriebssystem unterscheiden - die TrueType-System-Helvetica eines Mac-OS-Systems läuft anders als das Gegenstück unter Windows.

Ein Nachteil der Type-1/3-Fonts ist, dass für jede Schrift zwei Dateien vorliegen müssen und zudem ein Typemanager wie ATM light installiert sein muss. Die AFM-Dateien (Adobe Font Metrics-Dateien) enthalten Breiten" Kerning-Angaben für die Schriftzeichen bzw. Zeichenkombinationen: Character Metrics und Kerning Data. Diese in einer AFM-Datei abgelegten Daten werden von Anwendungsprogrammen eingelesen, um die Zeilenumbrüche zu berechnen.

Screenfonts und Printerfonts müssen sich im gleichen Verzeichnis befinden, damit die Schrift fehlerfrei am Bildschirm angezeigt und ausgedruckt werden kann.

Die Vorteile beider Font-Varianten soll OpenType vereinen - ein neueres, plattformübergreifendes Format für Schriftdateien. OpenType wurde gemeinsam von Adobe und Microsoft entwickelt und kommt wie TrueType mit einer Datei pro Schriftart aus. Eine Schriftdatei funktioniert auf Macintosh-wie auf Windows-Computern.

Das OpenType-Format ist eine Erweiterung des TrueType-Formats SFNT, das auch Adobe PostScript- Schriftarten und neue typografische Funktionen unterstützen kann. OpenType-Schriftarten mit PostScript-Daten haben die Dateierweiterung ".otf", OpenType-Schriftarten auf der Grundlage von TrueType-Schriftarten die Erweiterung ".ttf".

OpenType-Schriftarten können dank Unicode-Unterstützung einen stark erweiterten Schriftsatz (wie alle Schriftzeichen unterschiedlicher europäischer Sprachen) und erweiterte Layout-Funktionen umfassen. Sie ermöglichen eine genauere typografische Kontrolle.

OpenType-Schriftarten können neben PostScript" TrueType-Schriftarten installiert und verwendet werden.

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