Bankroll Management

Poker: Bankroll Management

Wie schaffen es gute Pokerspieler immer, finanziell liquide zu sein? Mit richtigem Geld- Management. Wenn Sie ein guter Spieler sind UND es verstehen, gut mit Geld umzugehen, dann haben Sie das Fundament gelegt für eine erfolgreiche Laufbahn im Pokergeschäft.

  1. Poker: Bankroll Management
  2. Teil 2: Poker: Bankroll Management
Poker: Bankroll Management

© Michael Berkholz

Poker: Bankroll Management

Wie schaffen es gute Pokerspieler immer, finanziell liquide zu sein? Mit richtigem Geld- Management. Wenn Sie ein guter Spieler sind UND es verstehen, gut mit Geld umzugehen, dann haben Sie das Fundament gelegt für eine erfolgreiche Laufbahn im Pokergeschäft.

Alle Berufsspieler bauen darauf, dass sie wissen, wie man mit Geld haushaltet. Schließlich ist es essenziell für ihr "Tagesgeschäft", denn nur wer sich die Buy-ins leisten kann, hat auch die Chance Geld zu gewinnen. Gerade in Cashgames, in denen man ständig sein Bargeld in Form von Chips in die Mitte schiebt, kommt es darauf an, zu wissen, welches Limit zu seinem persönlichen Bankroll passt.

Poker: Bankroll Management

© Michael Berkholz

Ein guter Spieler sieht seine Gewinne nicht als reinen Gewinn, wie beim Lotto, sondern als Profit, den er gemacht hat. Er hat Investitionen (in Form von Buy-ins und Rake) und bekommt am Ende etwas heraus. Wenn die Differenz positiv ist, macht er Profit und erhöht damit seinen Bankroll, also sein Betriebskapital. Der Gewinn wird oft wieder ins Spiel investiert und für nichts anderes. Wenn das Kapital und damit die Liquidität steigt, eröffnen sich dem Spieler neue Möglichkeiten mehr Geld zu gewinnen. Er kann an größeren Turnieren teilnehmen, die einen höheren Buy-in haben oder an Ring Games spielen, deren Blinds höher sind. Dieser Schritt von einer Stufe zur nächst höheren will gut durchdacht sein. Man braucht ausreichend Kapital um mitspielen zu können. Vergleichen Sie bei Online Casinos die unterschiedlichen Tische der Cashgames. Dort wird auch die durchschnittliche Potgröße ("Average Pot") angezeigt und diese wächst mit steigenden Tarifen exponenziell an.

Mit der Tabelle bekommen Sie einen Überblick, wie sehr die Größe des Pots steigt, wenn Sie mit höheren Blinds spielen. Die Zahlen gelten für Tische mit neun bis zehn Spielern. An Tischen mit sechs Spielern, die Pokerräume auch anbieten, sind die Pots etwas niedriger, dafür ist der Talentfaktor bedeutsamer, weil man mehrere Hände spielen muss.

Das Kapital ist die Rettungsleine eines Pokerspielers. Ohne sie hat er keine Chance auf Profit und mit ihr kann er längere Verlustphasen ausgleichen. Wenn Sie eine bestimmte Stufe erreicht haben, können Sie entscheiden, ob Sie die Gewinne sammeln, um die nächste Stufe zu erreichen, oder sich selbst den Profit auszahlen als Verdienst. Bei letzterer Variante bleiben Sie somit auf einer Stufe, in der Sie erfolgreich spielen und können so einen recht sicheren Verdienst kalkulieren. Denn eines ist sicher: Eine höhere Stufe bedeutet stärkere Gegner. Und darauf gilt es sich einzustellen.

Wenn Sie Poker als Hobby ansehen, sollten Sie sich überlegen, wie viel es Ihnen wert ist, d.h. wie viel Sie verlieren können und dabei Spaß haben. Natürlich ist es genauso möglich, aus einer kleinen Investition über einen längeren Zeitraum eine große Summe zu machen. Oder mit einem Satellitenturnier mit einem kleinen Buy-in, am Ende ein großes Turnier zu gewinnen.

Stundenlohn

Ein guter Spieler bei Fixed Limit Texas Hold' em macht einen Profit von rund ein bis zwei Big Bets pro Stunde je nach Limithöhe und Gegnern. Bei No Limit oder Pot Limit Texas Hold'em kann dies auch etwas mehr sein. Das bedeutet bei einem Cash Game mit $10-$20 als Limit - zielt er auf Plus von $20- $40 für je 60 Minuten Spielzeit. Die Frage ist nun, wie viel Kapital braucht man, um auf einem bestimmten Niveau zu spielen.

Je nach Art des Spiels gibt es unterschiedliche Faustregeln:

Bankroll für Fixed Limit = Big Bet x 300 : gewonnene Big Bets pro Stunde Bankroll für No Limit / Pot Limit = Big Blind x 100 x 20 Bankroll für Multi Table Tournaments = Buy-in x 75 Bankroll für Sit'n'Go Tournaments = Buy-in x 40

Für unseren Fall bedeutet das: Der Fixed-Limit-Spieler braucht 300 mal $20, also $6.000 Kapital, um auf diesem Level spielen zu können, weil er eine Big Bet pro Stunde Gewinn macht. Natürlich sollen Sie nicht die $6.000 mit an den Tisch nehmen. Es reicht, wenn Sie insgesamt diesen Rückhalt haben. Dieser soll Sie vor dem Bankrott schützen, wenn Sie eine größere Verluststrecke überwinden müssen. Machen Sie z.B. nur 0,5 Big Bets pro Stunde Gewinn, steigt Ihr benötigter Bankroll auf $12.000. Gewinnen Sie zwei Big Bets pro Stunde reichen Ihnen $3.000 als Kapital.

Sie sehen also, dass es nicht nur von der Höhe der Blinds abhängt, wie hoch Ihr Bankroll ist, sondern auch wie gut Sie sich im jeweiligen Limit behaupten können.

So kann es vorkommen, dass ein guter Spieler bei diesem Tarif bereits nach 100 Stunden einen Profit von $6.000 angehäuft hat - nach 1.000 Stunden, ca. einem halben Jahr, wieder im Schnitt liegt, also rund $40.000 Profit gemacht hat. Dies zeigt, wie entscheidend der Blick für das Langfristige ist beim Pokern. Momentaufnahmen von einer Woche oder sogar nur einem Abend sind vielleicht interessant und meist emotional, doch letztlich zählt vor allem das Gesamtergebnis der vielen Schwankungen.

Bei No Limit oder Pot Limit benötigen Sie 20 Buy-ins, also 20 Mal den maximalen Buy-in für Ihr Limit. Meist entspricht der maximale Buy-in dem 100-fachen Big Blind. 20 Stacks sichern einiges an Schwankungen ab, sodass Sie beruhigt spielen können.

Der große Unterschied im benötigten Bankroll zwischen Multi Table Tournaments und Sit'n'Go Tournaments liegt einfach an der Anzahl der Gegner. Diese Zahlen von 40-bis 75-fachem Buy-in geben Ihnen sehr viel Rückhalt um Durststrecken zu überwinden. Gerade bei Turnieren mit mehr als 100 Gegnern liegen die Schwankungen sehr hoch. Wenn Sie nach den ersten fünf Versuchen nie das Turnier "in the money" beendet haben, bleiben Ihnen weitere 70 Buy-ins und sehr viele Chancen einen stattlichen Gewinn einzufahren. (Wenn Sie diese Regel als Vorlage nehmen und vergleichen, wie viele Spieler jährlich das Main Event der WSOP mit Buy-in $10.000 spielen, werden Sie schnell den Fehler erkennen. Rein rechnerisch benötigen Sie eine Bankroll von $750.000, um bei diesem Turnier teilzunehmen. Diesen haben vielleicht maximal fünf Prozent der Teilnehmer.)

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