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Playstation 3 Paradox

Playstation 3 Paradox

Eine Überraschung erlebt auch, wer die Playstation 3 als Blu-ray-Player in einer 7.1-Anlage einsetzt. Sie entschlüsselt die HD-Audioformate und gibt dann 7.1-Ton als PCM-Signal über HDMI weiter. Allerdings überträgt sie auch dann 7.1-Kanalton, wenn auf der Disc nur 5.1-Audio oder gar Stereo vorliegt.

Die jeweils nicht belegten Kanäle sind im Signal vorhanden, aber stumm. AV-Receiver können ein solches Pseudo-7.1-Signal nicht per Pro Logic IIx oder anderen Raumklangprogrammen weiter verarbeiten. Das gilt auch, wenn man etwa CD-oder MP3-Musik per HDMI von der PS3 zum AV- Receiver schickt. Für 7.1-Aspiranten ist die PS3 daher nicht der optimale Zuspieler.

5.1-Aufstellung

Klassische Aufstellung

© Archiv

Klassische Aufstellung: Wer fünf gleichartige, direkt abstrahlende Boxen verwendet, der sollte sie ähnlich aufstellen wie in den ITU-Studiovorgaben definiert. Dabei stehen die Rearboxen vom Hörplatz aus etwa 20 Grad nach hinten versetzt.

Die optimale Aufstellung eines 5.1-Sets ist zumindest in der Theorie einfach, da es eine klare Vorgabe für die zugehörige Studio-Abmischung gibt. Passend dazu lässt sich das Boxenset aufstellen (s. oben). Leider sind nicht alle Räume so passend und groß genug, um die Vorgaben genau umzusetzen. Mit den folgenden Tipps bekommen Sie trotzdem feinen Kino-Raumklang.

Wenn das Sofa an der Rückwand steht, können Sie die Rear-Boxen auch rechts und links davon gerade nach vorn ausrichten - oder zur Decke. So bekommen Sie keine direkte, störende Effekt-Dröhnung.

Bei größeren Sitzgrppen achten Sie darauf, dass alle Zuschauer mehr als 50 Zentimeter von der nächsten Box entfernt sitzen.

Standplätze für Boxen

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Dipol-Surroundboxen wie sie in THX-Sets üblich sind stehen auf Höhe des Hörplatzes oder etwas dahinter.

Vorn sollte die Centerbox auf jeden Fall direkt beim Bildschirm stehen. Nichts irritiert mehr als Dialoge, die seitlich vom Bild ertönen.

Die Hochtöner von Center und Frontboxen sollten auf ähnlicher Höhe stehen. Liegt der Center deutlich tiefer, etwa unter dem Fernseher, dann winkeln Sie ihn etwas nach oben an.

7.1-Aufstellung

Aufstellung im Raum

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Klassische Aufstellung: Wer fünf gleichartige, direkt abstrahlende Boxen verwendet, der sollte sie ähnlich aufstellen wie in den ITU-Studiovorgaben definiert. Dabei stehen die Rearboxen vom Hörplatz aus etwa 20 Grad nach hinten versetzt.

Die Meinungen für die optimale 7.1-Aufstellung gehen in Theorie und Praxis weit auseinander. Musikfans mit 7.1-Ambitionen schwärmen häufig vom perfekten Raumklang mit sechs Boxen in einer Art Sechseck-Aufstellung plus Centerbox. Allerdings existiert kaum eine reale Aufnahme mit solch ausgefuchstem Raumklang. Ähnlich verhält es sich mit der Kanal-Verteilung oben, in der die Surroundkanäle weiter vorn stehen als im 5.1-Setup.

Im Heimkino sollten die beiden zusätzlichen Boxen stets hinter dem Publikum nah beieinanderstehen. Die normalen Effektboxen gehören wie im 5.1- Aufbau seitlich hinter den Hörplatz.

Heimkinoanordnung

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So sieht daher die typische 7.1-Heimkinoanordnung aus. In kleinen Räumen kann statt zweier Surround-Back-Lautsprecher auch nur einer hinten im Raum stehen.

Auch THX-typische Dipol-Surroundboxen eignen sich für 6.1 und 7.1. Die seitlichen Dipole hängen auf Hörplatzhöhe oder knapp dahinter, der oder die hinteren Exemplare quer dazu an der Rückwand. Alle Rearboxen sollten auf gleicher Höhe hängen.

Je mehr Gegenstände die Schallverteilung im Rückraum behindern können, desto weniger gut klappt die Surround-Beschallung mit den indirekt tönenden Dipolen.

Für den Aufbau der vorderen Boxen gelten beim 7.1-Aufbau dieselben Regeln wie für eine 5.1-Anlage.

Wie Sie den Receiver richtig einstellen, steht auf der nächsten Seite...

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