Photoshop-Alternativen

10 Tools für kostenlose Bildbearbeitung an PC und Mac

Für Privatanwender muss es nicht immer das teure Adobe Photoshop sein. Wir stellen kostenlose Alternativen für PC und Mac vor.

Photoshop-Alternativen (Symbolbild)

© Artur Marciniec - fotolia.com

Wir stellen Ihnen die besten Gratis-Alternativen zu Photoshop vor.

Suchen Sie eine Gratis-Alternative zu Adobe Photoshop? Wir stellen Ihnen in diesem Artikel kostenlose Bildbearbeitungs-Tools für PC und Mac vor, die Ihnen viel Geld sparen können.

Adobes Photoshop CC ist der unangefochtene Platzhirsch unter den Grafikbearbeitungsprogrammen. Doch das Profi-Programm ist mit knapp 24 Euro monatlicher Miete kein Schnäppchen. Zudem enthält es viele Features, die Privatanwender gar nicht brauchen, was die Bedienung kompliziert und den Einstieg für Neulinge schwierig macht. Wir stellen Ihnen die besten Gratis-Alternativen vor, die Ähnliches bieten - und manchmal sogar mehr.

1. Paint.net: Der Alleskönner mit Erweiterungen und Ebenen

Eigentlich war "Paint.net" als Gratis-Ersatz für Microsofts Malprogramm Paint gedacht. Doch das von der Washington State University und Microsoft entwickelte Programm ist längst über sich hinausgewachsen - und hat sich zu einer der besten Photoshop-Alternativen entwickelt. Als Malprogramm nutzt es wahrscheinlich kaum jemand. Die Software ist inzwischen sehr ausgereift und kann dank zahlreicher Plug-ins beliebig erweitert werden. So öffnen Sie etwa mit der Erweiterung "PSD Plug-In" auch Photoshop-Dateien.

Lesetipp: Paint.net - die besten Tipps

Paint.net ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen - leichter als Photoshop, weil viele Features auf Anhieb zu finden sind. Bei der Optik lehnt sich Paint.net dennoch an das Vorbild an: Über die Toolsleiste sind alle wichtigen Werkzeuge im direkten Zugriff. Die Werkzeugleiste auf der linken Seite enthält bekannte Helfer wie Lasso, Farbpinsel, Zauberstab oder geometrische Objekte, allerdings nicht alle, die man von Photoshop her kennt. Darüber hinaus bietet Paint.net alle wichtigen Funktionen zur Bildbearbeitung wie Zuschneiden, Korrigieren von Farbton, Helligkeit, Kontrast sowie Effekte und mehr als 32 Filter.

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Paint.net bietet gegenüber Photoshop sogar Vorteile - zum Beispiel die Möglichkeit, beliebig viele Schritte zurückzugehen.

Sie entfernen rote Augen, zeichnen Porträts weich und verwandeln Motive in Ölgemälde. Das Programm unterstützt zudem die Arbeit mit verschiedenen Ebenen. Paint.net hat Photoshop sogar etwas voraus: Sie dürfen eine Veränderung am Bild so oft rückgängig machen, wie Sie wollen. Die Anzahl der "undos" ist unbegrenzt. Bei Photoshop sind je nach Version per default nur zehn oder 20 vorgesehen.

Lesetipp: Photoshop CC im Test

Wollen sie mehr, müssen Sie das in den Einstellungen festlegen (je nach Photoshop-Version in den Voreinstellungen unter Leistung oder Dateien verarbeiten und dann entweder Protokollobjekte oder Liste der letzten Dateien. Hier geben Sie eine Zahl ein). Dafür arbeitet Paint.net im Gegensatz zu Photoshop destruktiv: Das heißt, alle vorgenommenen Korrekturen verändern das Originalbild. Um dieses zu behalten, müssen Sie es separat speichern - oder eben mit den genannten Rückgängig-Schritten arbeiten.

2. Gimp: Das komplexe Linux-Programm mit Plug-ins

Eine leistungsfähige Alternative zu Photoshop ist "Gimp", das allerdings in der Bedienung komplexer ist als Paint.net. Dafür ist die Gratis-Software auch auf dem Mac und unter Linux nutzbar. Das "GNU Image Manipulation Program" bietet zahlreiche Funktionen zur Bildbearbeitung, etwa automatische oder händische Korrektur, diverse Filter, Werkzeuge, Rahmen und Möglichkeiten zum Drehen und Zuschneiden der Fotos.

In wenigen Schritten passen Sie mit Gimp Farben und Kontraste an, versehen die Fotos mit Unschärfen, reduzieren das Bildrauschen oder verwandeln sie in Sepia-Aufnahmen. Über die Undo-Funktion machen Sie missglückte Arbeitsschritte wieder rückgängig.

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Gimp gehört zu den ausgereiftesten kostenlosen Photoshop-Alternativen und lässt sich mit Plug-ins beliebig erweitern.

Bei komplexeren Aufgaben arbeiten Sie mit verschiedenen Ebenen. Auch Gimp besitzt eine Leiste mit Werkzeugen, hier sind nahezu alle von Photoshop bekannten enthalten. Das Programm lässt sich durch unzählige Plug-ins erweitern. Wie Paint.net bietet Gimp ausschließlich destruktive Bildbearbeitung.

Lesetipp: Photoshop vs. Gimp

Früher war das ursprünglich für Linux entwickelte Programm sehr unübersichtlich und vor allem für Windows-Nutzer ungewohnt. Der Grund: Die Oberfläche bestand aus mehreren verschiebbaren Fenstern und Werkzeugleisten. Inzwischen bietet Gimp als Standard einen Ein-Fenster-Modus, wie man ihn von anderen Bildbearbeitungsprogrammen kennt.

3. Serif PhotoPlus SE: Arbeit mit Ebenen, aber weniger Funktionen

Das Programm "Serif PhotoPlus Starter Edition" ist als Einsteigerversion kostenlos. Wer mehr will, etwa die Möglichkeit zur nicht-destruktiven Bildbearbeitung, muss zahlen.

Doch schon in der Freeware finden sich zahlreiche Features, die für den Alltagsgebrauch durchaus ausreichend sind: Sie beschneiden Fotos, optimieren, korrigieren oder drehen sie und versehen sie mit Effekten. Außerdem enthält das Programm einige Zeichenwerkzeuge und erlaubt die Arbeit mit Ebenen.

Im Vergleich zu Paint.net und Gimp ist der Funktionsumfang aber deutlich geringer. Leider nervt die Software mit der permanenten Aufforderung, die Vollversion zu kaufen. Um die Software zu nutzen, benötigen Sie einen Produktschlüssel, den Sie nach einer kostenlosen Registrierung per Mail zugeschickt bekommen.

4. PhotoFiltre: Abgespeckter Bildbearbeiter mit Plug-ins

Das Grafikprogramm "PhotoFiltre" bietet alle Standardfunktionen zur Bildbearbeitung - zum Beispiel über 100 Filter und Effekte. Weitere sind in kostenlosen Plug-ins enthalten. Davon gibt es allerdings deutlich weniger als für Gimp oder Paint.net Auch mit Ebenen kann das Tool umgehen. PhotoFiltre ist einfach zu bedienen und sehr übersichtlich.

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PhotoFiltre wirkt weniger überladen als viele Konkurrenten, bietet aber alle Standardfunktionen zur Bildbearbeitung.

Weil es aber insgesamt weniger Bearbeitungsmöglichkeiten bietet als die großen Konkurrenten, wirkt es auch weniger überladen. Wer nur ab und zu mal private Fotos bearbeitet, dürfte mit der Software gut zurechtkommen und wenig vermissen. Falls doch, greifen Sie zur Shareware-Version "PhotoFiltre Studio" für 29 Euro: Diese kann zum Beispiel auch mit dem RAW-Format oder mit Animated Gifs umgehen.

5. Magix Foto Designer 7

Das Tool Magix Foto Designer 7 ist ein Bildbearbeitungsprogramm, das dank der einfachen Benutzeroberfläche auch für Anfänger gut zu bedienen ist. Enthalten sind gängige Werkzeuge und Effekte. Sie hellen mit dem Programm Fotos auf, beschneiden sie und optimieren Farbe und Schärfe. Ebenso entfernen Sie störende Bereiche im Bild und rote Augen. Mit ein paar Klicks verpassen Sie den Bildern künstlerische Effekte und verwandeln sie in Gemälde oder Karikaturen. Praktisch ist die automatische Bildverbesserung mit einem einzigen Klick (zu finden in der Menüleiste unter 1 Click)

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Auch die Stapelverarbeitung ist sehr praktisch, um eine größere Anzahl von Bildern gleichzeitig anzupassen. Damit kann man beliebig viele Bilder verkleinern, drehen, aufhellen und mehr. Die Reihenfolge der Arbeitsschritte legen Sie selbst fest. Auch mit Ebenen kann der "Foto Designer 7" umgehen. Das Tool ist nur für Windows 7 und ältere Versionen erhältlich.

Wer seine Fotos regelmäßig bearbeitet, wird einige Profifunktionen vermissen. Für diese bietet Magix aber den "Foto- und Grafik-Designer 10" an, der auch für Windows 8 geeignet ist. Preis: 70 Euro. Nach der Installation testen Sie den "Foto Designer 7" sieben Tage lang. Um ihn anschließend uneingeschränkt zu nutzen, müssen Sie sich nur mit Ihrer E-Mail-Adresse bei Magix registrieren.

6. Photo Optimizer: Stapelverarbeitung mit einem Klick

Der "Ashampoo Photo Optimizer" richtet sich wie der "Magix Foto Designer" an ambitionierte Hobbyfotografen: Also diejenigen, die die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen und Werkzeuge nutzen, aber dafür nicht viel Zeit aufwenden wollen. Mit dem Tool entfernen Sie rote Augen, drehen Bilder, verpassen Fotos einen Retrolook oder andere Filter und passen Helligkeit, Schärfe oder Kontrast an.

Einsteiger verbessern die Fotoqualität mit einem Klick, Fortgeschrittene regeln die Einstellungen händisch nach. Der Photo Optimizer beherrscht auch die Stapelverarbeitung von Fotos. Sie nutzen das Programm zehn Tage lang uneingeschränkt. Danach müssen Sie mit Ihrer E-Mail-Adresse den kostenlosen Vollversionsschlüssel bei Ashampoo anfordern.

7. Raw Therapee: Nicht-destruktiver RAW-Bildbearbeiter und mehr

"Raw Therapee" ist eigentlich kein Bildbearbeitungsprogramm, bietet dafür aber erstaunlich viele Funktionen. Die Open-Source-Software ist eigentlich als Konvertierungs-Tool für Fotos im RAW-Format sowie für deren Weiterverarbeitung gedacht. Das Programm passt die Schärfe an, verringert Bildrauschen oder korrigiert den Tonwert. Die bearbeiteten Bilder speichern Sie im JPEG-, PNG- und TIFF-Format. Sie können diese Fotos auch per Stapelverarbeitung umwandeln und bearbeiten - oder sogar an ein anderes Bildverarbeitungsprogramm senden.

Raw Therapee arbeitet als eines der wenigen Gratis-Tools nicht-destruktiv. Es speichert alle Arbeitsschritte und zeigt eine Vorschau an, sodass Sie immer wieder einen Schritt zurückgehen können. Die Bedienung des Programms ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig, die Oberfläche verwirrend. Das Programm ist halb auf Deutsch übersetzt, einige Felder sind aber noch englisch benannt.

8. Photo Studio Free: Bildverwalter mit Bearbeitungsmöglichkeiten

Die Software "Zoner Photo Studio Free" ist vor allem für die Verwaltung von Bildern gedacht, beherrscht aber auch grundlegende Bearbeitungsfunktionen - und die dürften vielen Einsteigern genügen. Mit dem Programm schneiden Sie Ihre Fotos zu, verbessern sie und wenden Filter und Effekte an. Praktisch für Anfänger sind die Ein-Klick-Features zum Optimieren von Fotos.

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Eine Besonderheit: Sie erstellen mit dem Tool aus mehreren Bildern entweder 3D-Fotos oder Panoramaansichten. Außerdem legen Sie Diashows an und weisen den Fotos GPS-Koordinaten zu. Die Bedienung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil die Features zum Verwalten der Bilder im Vordergrund stehen. Wer auch RAW-Bilder bearbeiten oder eine Stapelverarbeitung nutzen will, muss zur kostenpflichtigen Version für 79 Euro greifen. Wenn Sie Zoner PhotoStudio installieren, bekommen Sie automatisch die Pro-Version, also inklusive Stapelverarbeitung.

Diese Variante dürfen Sie 30 Tage lang nutzen, danach werden einige Funktionen gestrichen. Um das Tool zu verwenden, müssen Sie ein Konto mit Ihrer E-Mail-Adresse erstellen. Nun können Sie nach dem Download und kostenloser Mail-Registrierung 30 Tage lang in der Pro-Version ausprobieren. Danach werden einige Funktionen gestrichen, und Sie können das Programm als Free-Variante weiternutzen.

9. LightZone: Foto-Organisierer mit RAW-Verarbeitung

"LightZone" ist eine Open-Source-Alternative zum professionellen Adobe-Programm Lightroom - und inzwischen komplett kostenlos. Eigentlich ist es zum Organisieren Ihrer Fotos gedacht, Sie können damit Ihre Aufnahmen aber auch bearbeiten. LightZone ist spezialisiert auf die Verarbeitung von Aufnahmen im RAW-Format. Das englischsprachige Programm richtet sich also vor allem an Hobbyfotografen, die mit wenig Aufwand Rohdatenbilder bearbeiten und verbessern möchten.

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LightZone sieht elegant aus und ist einfach zu bedienen, bringt aber weniger Features mit als etwa Gimp.

Sie korrigieren und beschneiden damit aber JPEGs und TIFFs. Sie passen unter anderem Belichtung, Farbe und Schärfe an, verwandeln die Bilder mit einem Klick in Schwarz-Weiß-Aufnahmen oder entfernen rote Augen. Auch Filter sind enthalten, LightZone nennt diese jedoch Styles. Das Programm arbeitet nicht-destruktiv, das heißt, die Originaldatei bleibt immer erhalten. Die Benutzeroberfläche sieht elegant aus und das Tool ist intuitiv und einfach nutzbar. Es bietet aber insgesamt nicht so viele Möglichkeiten wie etwa Gimp oder Paint.net.

10. PhotoScape: Für Poster, animierte GIFs und als RAW-Konverter

Das kleine und schlanke Gratisprogramm "Photoscape" bietet alle möglichen Funktionen rund um Bilder: Sie können Fotos ansehen, verwalten und mit einfachen Handgriffen bearbeiten. Dazu gehören unter anderem die Möglichkeiten zum Zuschneiden, zum Einfügen von Effekten sowie zur Korrektur von Helligkeit, Kontrast oder Farben. Sie können Objekte in die Bilder einfügen, Filter allerdings gibt es nicht.

Photoscape kann mehrere Fotos per Stapelverarbeitung beschneiden, umbenennen oder korrigieren. Die Bildbearbeitungssoftware erstellt aus mehreren Fotos auf Wunsch auch ein Poster, Collagen oder ein animiertes GIF. Zudem wandelt es RAW-Dateien ins JPEG-Format um. Das Allround-Tool Photoscape ist intuitiv nutzbar, die Nutzeroberfläche selbsterklärend, sieht aber leider ziemlich altbacken aus. Zudem arbeitet das Tool eher langsam.

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