Positives Web-Image

Personensuchmaschinen

Profil mit Mehrwert

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© PCgo

Suchmaschinen wie pipl oder Yasni durchstöbern auch soziale Netzwerke auf der Suche nach Namen.

Eine andere Möglichkeit, sich im Web zu profilieren, könnte ein Profil bei Personensuchmaschinen wie Yasni sein. Dieses Profil wird dann bei einer Online-Recherche mit Google oder Bing prominent in der Suchliste erscheinen. Und schon mit der kostenlosen Mitgliedschaft lassen sich so gezielt positive oder zumindest absolut unverfängliche Dinge einstellen.

Bei der Premium-Mitgliedschaft wird bei einer Personensuche der persönliche Slogan mit Bild gleich angezeigt. Eine Premium-Mitgliedschaft ist für vier oder fünf Euro im Monat zu haben.

Das Ziel ist dabei sicher, den Bekanntheitsgrad zu steigern und das Profil als Eigenwerbung zu nutzen. Doch gerade dabei sollte niemand zu viel über sich verraten. Zwar wollen Sie gefunden werden, was aber nicht heißt, dass Privatadresse und Telefonnummer dort angegeben werden müssen.

Wer das macht, befindet sich in bester Gesellschaft: 41 Prozent der Netzwerker geben laut Bitkom ihre E-Mail-Adresse preis. Und rund sieben Prozent aller Internetnutzer in Deutschland präsentieren sich in einer Singlebörse oder auf einer privaten Homepage.

Dabei muss gerade Letzteres kein Manko sein. Denn die eigene Website kann gut zur Eigenwerbung genutzt werden. Praktisch für das Auffinden der Webseite ist dabei, wenn die Domain den vollen Namen seines Besitzers trägt. Je nachdem, in welchem Bereich der Webseitenbetreiber beruflich unterwegs ist, lässt sich die Online-Präsenz mit wichtigen Informationen zum Beispiel für die Jobsuche einsetzen.

Neben einem seriösen Bewerbungsbild gehören dann auch der Lebenslauf (auch als PDF zum Download), Berufserfahrungen, Auslandsaufenthalte und Arbeitsproben oder Referenzen von Kunden mit auf die Seite. Kontaktinformationen müssen selbstredend dort zu finden sein, doch sollten Sie auf Web-Exhibitionismus klar verzichten. Dazu gehört auch, dass die E-Mail-Adresse möglichst geschützt bleibt.

In Zeiten von Twitter und Blogs können auch diese genutzt werden, um seine Web-Reputation aufzuwerten. Doch ist ein schlecht gemachter Blog, bei dem nur selten neue Einträge stehen, eher kontraproduktiv. So versteht es sich von selbst, dass sich jeder Blogger oder Twitterer im Voraus überlegen muss, was er der Online-Welt mitzuteilen hat.

Ebenso wie bei der eigenen Homepage gilt auch bei Blogs, dass sie professionell gestaltet und betrieben werden sollten. Ferner versteht es sich von selbst, dass dort weder beleidigende Äußerungen über Kollegen oder den Chef, noch Aussagen über die eigene politische oder religiöse Überzeugung oder über die sexuellen Vorlieben irgendetwas auf der eigenen Homepage oder im Blog zu suchen haben.

Egosurfen hilft

Wer wirklich um seinen Webruf bedacht ist, muss sich außerdem darüber im Klaren sein, dass es aufwendig ist, ihn zu pflegen. Es ist längst nicht damit getan, selbst dafür zu sorgen, ein positives Image aufzubauen. Vielmehr ist ein regelmäßiges Überwachen der Online-Reputation unerlässlich dafür, dass die Weste auch wirklich weiß bleibt.

Egosurfen ist also angesagt, denn nur wer überprüft, was zu seiner Person im Netz zu finden ist, kann sicher sein, dass nichts Rufschädigendes dort zu finden ist. Und weil das zeitaufwendig ist, gibt es Online-Dienste, die gegen eine Gebühr nicht nur die Überwachung der Web-Reputation übernehmen, sondern sich auch darum kümmern, dass Peinlichkeiten entfernt werden.

Dabei behaupten diese Internetreiniger, dass auch unangenehme Spuren in Businessnetzwerken wie Xing sowie Bilder in Flickr und YouTube beseitigt werden. Wie sie das erreichen, verraten die Dienst allerdings nicht. Schließlich ist es nicht gerade einfach, Foren- oder Blogbetreiber dazu zu bringen, Beiträge aus dem Netz zu entfernen. Einen Gesetzesanspruch darauf gibt es nicht.

Abgesehen davon, funktioniert das digitale Gedächtnis ebenso zuverlässig wie gut. Und selbst Webseiten, die schon längst nicht mehr online sind, können aus Webarchiven wie dem amerikanischen "Internet Archive" (www.archive.org) wieder hervorgezaubert werden.

Gnadenlos hat diese sogenannte Wayback-Maschine sage und schreibe 150 Milliarden Webseiten (Stand Nov. 2009) seit 1996 gesammelt und gesichert. Um in diesem Internetgedächtnis allerdings brauchbare Resultate zu erzielen, muss die URL einer Webseite bekannt sein. Nach Namen lässt sich hier nicht direkt fahnden.

Wer eine weiße Weste im Internet behalten will, sollte gar nicht erst in die Bedrängnis kommen, solche Dienste nutzen zu müssen. Digitale Selbstentblößung muss nicht sein. Besser ist es, darauf zu achten, dass das eigene Internetimage keinen Schaden erleidet. Das soll aber keineswegs heißen, dass es unangebracht ist, seine Meinung im Internet zu äußern. Es geht vielmehr darum, sich mit Bedacht im Web 2.0 zu bewegen.

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