Eigenbau

PC selbst zusammenbauen: So geht's + Konfigurationstipps

Sie können PCs einfach selbst zusammenbauen. Wir liefern Tipps und Konfigurationen für Einsteiger-, Mittelklasse- und Gaming-PC.

Geforce GTX 1060, 1070 oder Radeon RX 480?

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Der PC-Zusammenbau muss nicht kompliziert sein. Wir helfen mit Tipps und möglichen Komponenten.

Die Montage eines PCs ist kein Hexenwerk und sie erfordert auch kein großes, handwerkliches Talent. Sie bauen das Mainboard ins Gehäuse ein und stecken CPU, Arbeitsspeicher und gegebenenfalls die Grafikkarte in die dafür vorgesehenen Steckplätze. Dann noch das Laufwerk montieren und die Stromversorgung festschrauben. CPU-Kühler anbringen, die Kabel ein wenig ordnen - weiter geht es mit der Windows-Installation. Wer einen Blick in die mitgelieferte Dokumentation liefert und hier und da vielleicht noch ein Youtube-Video zu Rate zieht, der ist in wenigen Stunden fertig mit einem PC, der in allen seinen Teilen genau den eigenen Wünschen und dem Budget entspricht. Dass man dabei auch noch etwas lernt und auf das Ergebnis stolz sein kann, versteht sich von selbst.

In vielen Fällen verschlingt die Auswahl der Komponenten mehr Zeit als die Montage des PCs. Deswegen haben wir drei Beispielkonfigurationen zusammengestellt, je eine für einen Mini-Einsteiger-PC, einen Allrounder und einen Gaming-PC. Betrachten Sie diese Lösungen auf der letzten Seite als fertige Einkaufslisten oder als Grundlage für Ihre eigene Variante - wie es Ihnen am besten passt.

Asrock

© Asrock

Lassen Sie sich vom kompliziert erscheinenden Ersteindruck nicht abschrecken. Das Handbuch zeigt Ihnen genau, wo CPU, RAM und andere Komponenten mit der Hauptplatine verbunden werden.

Das Mainboard wird auch Motherboard oder Hauptplatine genannt. Es verbindet alle Komponenten Ihres PCs miteinander. Dazu bringt es Sockel für die CPU und den Arbeitsspeicher mit, eine Befestigung für den CPU-Kühler und Steckplätze für Erweiterungen, zum Beispiel die Grafikkarte. Ein paar Funktionen stecken außerdem typischerweise direkt auf dem Board, zum Beispiel Sound- und Netzwerk-Adapter. Obendrein liefert das Mainboard externe Anschlüsse, darunter zum Beispiel USB, Video und eSATA. Am PC-Gehäuse vormontierte Anschlüsse verbinden Sie per Kabel mit auf dem Motherboard angebrachten Steckpfosten und hauchen ihnen erst dadurch Leben ein.​

Lesetipp: Intel oder AMD - Prozessorkaufberatung

Hauptplatinen erhalten Sie von verschiedenen Herstellern, zum Beispiel Asrock, ASUS und Gigabyte. Auf jedem Board sitzt ein Chipsatz, der in der Regel vom selben Hersteller stammt wie die auf das Board passenden CPUs, in vielen Fällen also von Intel. Intel hat verschiedene Chipsätze im Angebot, die auf Bezeichnungen wie „H110“ und „Z270“ hören. Boards verschiedener Hersteller, aber mit dem selben Chipsatz, unterscheiden sich in ihrer Arbeitsgeschwindigkeit nicht nennenswert. Achten Sie bei der Auswahl vor allem auf diese Punkte:​

1. Die Platine muss von den Abmessungen her in das gewünschte Gehäuse passen. Dabei geht es nicht nur um Länge und Breite, sondern zum Beispiel auch um die Positionen der Gewinde im PC-Gehäuse beziehungsweise der Löcher für die Befestigungsschrauben in der Platine. Zur Vereinfachung haben die Hersteller verschiedene Standards definiert, die zum Beispiel ATX, µATX und Mini-STX heißen. Ein ATX-Board findet ausschließlich in einem für dieses Format freigegebenen Gehäuse Platz. Ein STX-Board als das derzeit kleinste gängige Format passt sowohl in ein entsprechend kleines Gehäuse, aber auch in viele größere Behausungen.​

2. Motherboard und CPU müssen kompatibel zueinander sein. In den aktuell weit verbreiteten Steckplatz 1151 passen zum Beispiel ausschließlich dafür von Intel entwickelte CPUs. Hier spricht man auch von PIN-Kompatibilität, was heißt, dass die vielen kleinen Kontaktstifte der CPU in den Sockel auf dem Motherboard passen. Zusätzlich müssen der auf dem Motherboard verbaute Chipsatz und das BIOS kompatibel mit der CPU sein. Ob das der Fall ist erfahren Sie in der Board-Beschreibung des Herstellers. Auch in Blick in die Spezifikation des Chipsatzes kann helfen.

3. Trotz identischer Chipsätze gibt es Unterschiede in der Ausstattung verschiedener Modelle, vor allem bei den Anschlüssen, der Leistungsaufnahme in unterschiedlichen Einsatzszenarien, bei Garantie und Support und natürlich im Preis.​

Für unseren Allround-PC haben wir zu einem Motherboard auf Basis des aktuellen Intel-Chipsatzes Z270 gegriffen, das alle Standardfunktionen bietet. Für den Gaming-PC durfte es etwas mehr sein: bessere Soundfunktionen, besonders leichte Übertaktbarkeit der CPU, optimierte Netzwerkfunktionen und eine RGB-Beleuchtung für die nächste LAN-Party. Beim Mini-PC hat uns das geringe Angebot an aktuellen Mini-STX-Platinen die Auswahl erleichtert.​​

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