Eigenbau

PC-Konfiguration: Einsteiger, Mittelklasse und Gaming

Kleiner Einsteiger-PC

Für die Steuererklärung, als Wohnzimmer-PC oder als kleiner Server reicht ein Mini-PC in vielen Fällen vollkommen aus. Intels Mini-PCs aus der NUC-Serie verkaufen sich wie warme Semmeln. Günstiger weg kommen Sie aber mit einem alternativen Gehäuse wie dem Silverstone SST-VT01​. Der geringfügig höhere Montageaufwand wird entlohnt mit einer Preisersparnis von ca. 50 Euro und mehr Flexibilität: 

Dank des zugrundeliegenden Mini-STX-Standards können Sie später einzelne Komponenten modernisieren, andere wie zum Beispiel das Gehäuse aber weiterverwenden. Außerdem ist die CPU-Auswahl größer: Intel bietet lediglich je eine Kaby-Lake-CPU aus den Reihen i3, i5 und i7 in seinen NUCs an. In unser Gerät passen hingegen alle aktuellen Desktop-CPUs von Intel. Davon machen wir Gebrauch und stecken mit dem Intel Pentium G4560 den aktuellen Preis-/Leistungstipp aus Intels Kaby Lake Reihe in das winzige Gerät.

Silverstone

© Hersteller

Mit Kantenlängen von 15,5 x 15,2 x 6,5 Zentimetern ist Silverstones SST-VT01 ein besonders kompaktes PC-Gehäuse nach Mini-STX-Standard.

Bei einigen anderen Komponenten diktiert die nicht vorhandene Modellvielfalt die Auswahl. Mini-STX-Mainboards und Gehäuse sind noch rar. Trotzdem sind wir fündig geworden. ASUS bewirbt das Mainboard H110S1​, für das wir uns entschieden haben, auf der deutschsprachigen Website zwar als Mini-ITX-Board, doch tatsächlich handelt es sich um ein Mini-STX-Board. Es unterstützt zwei DDR4-RAM-Riegel (Sie benötigen DDR4 SODIMMs​), bringt neben USB 3.0 und USB 2.0 auch einen modernen USB 3.0 Typ C Anschluss mit und bietet neben einem DisplayPort-Adapter auch 2x HDMI. 

Beim Kühler verließen wir uns aus Platzgründen auf das vom Hersteller empfohlene Modell. Eine kleine Besonderheit ist das Netzteil, bei dem es sich um ein Voltcraft SNPS-120​ und damit um ein Laptop-Netzteil handelt. Es wird mit verschiedenen Hohlsteckern geliefert. Achten Sie darauf, dass Sie bei der Montage den richtigen auswählen (Außendurchmesser 5,5mm, Innendurchmesser 2,5mm).​​

Allrounder

Mit unserem Allround-PC können Sie mehr als nur die übliche Büroarbeit erledigen. Zwei bis vier Gigabyte Arbeitsspeicher gelten als das Minimum für Windows 10. Wir haben dem Allround-PC gleich 8 Gigabyte​ spendiert. So kommt er auch mit stärkeren Belastungen, zum Beispiel bei der Bearbeitung von RAW-Digitalfotos klar und hält genügend Reserven für die nächsten Jahre bereit. Das selbe gilt auch für die Core i5 CPU aus Intels aktueller Kaby Lake Baureihe​, die ein besonders gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet.  Als passendes Mainboard eignet sich das AsRock Z270 Pro 4​​.

Als Kühler verwenden wir einen Thermaltake HR-02 Macho​ in der aktuellen Revision B. Das ist ein besonders beliebter, weil gleichermaßen günstiger wie ruhiger Kühler, der mit so gut wie allen aktuellen Prozessoren zusammenarbeitet. Das Betriebssystem und Programme speichern Sie auf einer flotten SSD von Toshiba OCZ​. Sie überzeugt durch Preis, Leistung und eine gute Garantieabwicklung mit Vorab-Austausch. Als Speicher für Bilder, Musik, Videos und andere Daten dient die mit einem Terabyte großzügig dimensionierte Festplatte von Western Digital​.

Shinobi

© Hersteller

Das Shinobi ist in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Features erhältlich, zum Beispiel auch mit Schalldämmung.

Das Gehäuse Shinobi von Bitfenix​ wirkt mit seiner matten Oberfläche hochwertige und ist unanfällig für Fingerabdrücke. Auch mit seinen inneren Werten überzeugt das Shinobi. Das Kabelmanagement und die Laufwerks-Montage ohne Werkzeug sorgen für entspanntes Arbeiten in einem aufgeräumten PC. Dank acht Einbaumöglichkeiten für 3,5-Zoll-Laufwerke lässt sich auch der größte Speicherplatzbedarf befriedigen. Lediglich bei der SSD müssen Sie aufpassen: dafür ist ein Adapter von 3,5 auf 2,5 Zoll erforderlich, der aber mitgeliefert wird. Generell bietet das Shinobi viel Raum für zukünftige Erweiterungen. Ein vorbestückter Lüfterplatz wird von fünf weiteren, noch freien Plätzen begeleitet. Sie haben außerdem genug Raum, um eine bis zu 325 Millimeter lange Grafikkarte zu verbauen, sollte sich der Bedarf dafür ergeben. Auch ein großer Kühlturm passt bei Bedarf auf die CPU. Dank vier USB-Ports (2x USB 3.0, 2x USB 2.0) und einem Headset-Anschluss an der Oberseite des Gehäuses greifen Sie auf wichtige Funktionen zu, ohne unter den Schreibtisch zu krabbeln.​​

Gaming

Bei unserem Gaming-PC haben wir auf eine leistungsfähige Grafikkarte und einfache Übertaktbarkeit Wert gelegt. Mit der KFA2 GeForce GTX 1070 EX​ steckt eine der günstigsten Vertreterinnen mit NVIDIAs aktuellem GeForce GTX 1070 darin. Sie bietet genügend Leistung, um auch aktuelle Titel mit sehr hohen Grafikeinstellungen flüssig zu spielen.

Eine nach unserem Eindruck sehr schöne Kombination aus CPU und Motherboard bilden das ASUS ROG Strix Z270F Gaming​ und Intels Core i7-7700K​. Wie am „K“ erkennbar ist der Core i7 auf Overclocking ausgelegt. Das Board bietet über ASUS’ AI Suite praktische Einstellungsmöglichkeiten, über die Sie die Taktrate in der Regel locker auf stabile 5 GHz anheben. Zudem hat ASUS dem Board auch die FaxXpert4-Funktion spendiert, dank der Sie die Lüfter präzise steuern können. Auch in der Audio-Abteilung war ASUS fleißig und hat den weit verbreiteten Realtek ALC1220 Chipsatz mit dem hauseigenen SupremeFX aufgemotzt - ein großer Dynamikbereich ist das Ergebnis. Zahlreiche weitere Details, etwa die umfangreichen Anschlussmöglichkeiten für Kühler und der praktisch positionierte Schacht für eine zusätzliche Soundkarte, runden den guten Gesamteindruck ab.​

Corsair

© Hersteller

Für 10 Euro mehr erhalten Sie das Corsair Carbide 300R in der „Windowed“-Variante, die dank Sichtfenster den Blick auf die Innereien Ihres PCs freigibt.

Mit 16 Gigabyte RAM​ steckt ein bisschen mehr als das übliche an Arbeitsspeicher in unserem Gaming-PC. Aber immer mehr Spiele machen davon Gebrauch und so teuer ist RAM nun auch wieder nicht.   

Corsairs Carbide 300R​ ist ein echter Preis-/Leistungstipp unter den Gehäusen. Es bietet ausgesprochen viel Platz: Grafikkarten passen bis zu einer Länge von 450 Millimeter hinein, der CPU-Kühler darf bis zu 170 Millimeter hoch sein. Je ein 140-Millimeter- und ein 120-Millimeter-Lüfter sind vormontiert, ein zusätzlicher 140-Millimeter-Platz ist noch frei.   

Soll der Gaming-PC auch optisch etwas her machen, dann greifen Sie zur Carbide-Variante mit Sichtfenster, die nur 10 Euro mehr kostet. Dann kommt nicht nur die hübsche Beleuchtung des ASUS-Boards zum Tragen. Das Netzteil von be Quiet​, bei dem Sie nicht notwendige Kabel einfach abziehen können, sorgt im Zusammenspiel mit dem Kabelmanagement des Gehäuses für einen aufgeräumten Eindruck.​

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