Eigenbau

PC selbst zusammenbauen: Netzteil & SSD und Festplatte

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Netzteile mit Kabelmanagement wie das bequiet! Straight Power 10 CM erlauben das Entfernen überflüssiger Stromkabel und tragen so wesentlich zur Ordnung im PC bei.

Netzteil

Das Netzteil stellt die Stromversorgung des PCs sicher. Es soll seine Leistung stabil abliefern und dabei leise zu Werke gehen. Das ist gar nicht so leicht, denn schließlich entsteht bei der Arbeit des Netzteils einiges an Abwärme. Die einfachste Lösung kommt bei unserem Einsteiger-PC zum Einsatz. Hier haben wir auf ein Laptop-Netzteil zurückgegriffen. Dass man in diesem Zusammenhang von „Passiv-Kühlung“ spricht, ist eine kleine Übertreibung: Das Netzteil liegt schlicht und ergreifend an der freien Luft.   

Steckt das Netzteil hingegen im PC, wird es mit einem (weiteren) Lüfter gekühlt. Nach dem Motto „Wenig Wärme, wenig Lärm“ sollten gerade diese Netzteile besonders effizient arbeiten. Um die Unterscheidung solcher hochwertigen Geräte von Billignetzteilen zu erleichtern, gibt es die so genannte 80-Plus-Zertifizierung. Vereinfacht ausgedrückt werden damit Netzteile gekennzeichnet, die einen Wirkungsgrad von wenigstens 80 Prozent aufweisen. Die 80-Plus-Auszeichnung gibt es in den Stufen Bronze, Plus Bronze, Silber, Gold, Platin und Titan, wobei „Titan“-Netzteile am effizientesten arbeiten.​

SSD und Festplatte

Betriebssystem, Programme und Daten - all das liest Ihr PC beim Starten und während seiner Arbeit von (mindestens) einem Laufwerk. Dabei handelt es sich immer öfter um eine SSD (Solid State Drive), die mangels beweglicher Teile viel schneller arbeitet als die Festplatte. Letztere ist in modernen PCs nur noch geduldet - als langsamere, aber eben auch viel günstigere Alternative zur SSD. 

Lesetipp: SSD einbauen - so geht's

Das beste Preis-/Leistungsverhältnis erreichen Sie, wenn Sie Betriebssystem und Programme auf einer SSD installieren, als „Datengrab“ aber eine große und günstige Festplatte verwenden. Wer auf maximale Leistung steht, der greift hingegen zu einer großen SSD und lässt die Festplatte ganz außen vor.

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© Samsung

SSDs gibt es im konventionellen, 2,5-Zoll-Format (rechts) und als moderne M.2-SSDs. Über ihre maximale Geschwindigkeit entscheidet aber weniger die Form als der Anschluss, über den sie mit dem restlichen System verbunden werden.

Auch zwischen den SSDs gibt es enorme Leistungsunterschiede. Das liegt aber nicht nur an der Leistungsfähigkeit verschiedener Hersteller, sondern rührt auch aus dem Anschluss, über den eine SSD mit dem Motherboard verbunden wird:

  • Am weitesten verbreitet sind SSDs im weitgehend standardisierten 2,5-Zoll-Gehäuse, die sich optisch kaum von einer Festplatte im gleichen Format unterscheiden. Diese Laufwerke werden per SATA-Anschluss mit dem Motherboard verbunden. Aufgrund der Grenzen, die der in die Jahre gekommene SATA-Anschluss setzt, sind Geschwindigkeiten über rund 700 MB/s nicht möglich. 
  • Deutlich mehr Geschwindigkeit ermöglichen die zugleich kompakteren M2-SSDs. Das gilt aber nur für Modelle, die per PCI-Express 3.0 x4 mit dem Motherboard verbunden werden. Die ebenfalls erhältlichen Varianten mit dem langsamen SATA-Anschluss stoßen an die selbe Grenze wie ihre Gegenstücke mit 2,5-Zoll-Gehäuse. 

Trotz des auf den ersten Blick riesigen Leistungsvorsprungs der M.2-SSDs mit PCI-Express-Anschluss haben wir uns bei unseren Bauvorschlägen durchgängig auf SATA-Modelle beschränkt. Die wenigsten Anwender profitieren nämlich spürbar vom Geschwindigkeitszuwachs der M.2-SSDs mit PCI-Express. Ihre Maximalgeschwindigkeit erreichen diese Laufwerke vor allem bei weniger alltäglichen Arbeiten wie dem Videoschnitt, wo große Dateien am Stück eingelesen werden. Der enorme Aufpreis für M.2-SSDs mit PCI-Express lohnt sich deshalb nur für wenige Anwender.

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