Eigenbau

PC selbst zusammenbauen: CPU-Tipps

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Die CPU wird einfach in den Sockel auf der Hauptplatine gesteckt und festgeklemmt.

Die Central Processing Unit (CPU), also der Hauptprozessor, ist das Herz ihres PCs. Üblicherweise besteht er heute aus mehreren Prozessorkernen, die die verschiedenen Rechenoperationen ausführen. Häufig bringt er auch Grafikfunktionen mit, die zwar nicht für leistungshungrige Spiele, aber für die tägliche Büroarbeit mehr als ausreichen. Dann spricht man von OnBoard-Grafik. 

Von Nischenlösungen abgesehen dominieren CPUs von AMD und vor allem Intel den Markt. Die neueste Intel-Modellreihe heißt Kaby Lake. Die Kaby-Lake-CPUs für Desktop-PCs und leistungsstarke Notebooks sind seit Anfang 2017 erhältlich. Anfang März kommen Prozessoren von AMD (RyZen), die wir hier allerdings noch nicht berücksichtigen können. Von den Vorgängern der Skylake-Serie von Intel unterscheiden sich fast alle neuen Modelle nur in Details und einem Geschwindigkeitszuwachs von lediglich rund 5 bis 10 Prozent. Aufgrund der geringen Preisunterschiede empfiehlt sich trotzdem der Griff zur jüngsten Generation.

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Tragen Sie einen dünnen Film Wärmeleitpaste auf die im Sockel montierte CPU auf und montieren Sie dann den Kühlkörper. Dieser muss fest auf der CPU sitzen. So kann die Leitpaste die entstehende Abwärme optimal auf den Kühlkörper übertragen.

Empfehlenswert sind Kaby Lake CPUs auch dann, wenn Sie Netflix-Videos und andere Streams in 4K-Auflösung​ abspielen möchten. Gamer, die ihre CPU durch Übertaktung mit Geschwindigkeiten außerhalb der technischen Spezifikation betreiben, sind mit Kaby Lake ebenfalls besser bedient. Die neuen CPUs sind teilweise deutlich taktfreudiger und knacken (je nach Modell) auch die 5-GHz-Hürde stabil.

Der Geheimtipp in der Kaby-Lake-Familie ist der neue Pentium G, der je nach Anwendungsfall bis zu doppelt so schnell arbeitet wie sein Skylake-Gegenstück. Der Geschwindigkeitszuwachs beschränkt sich allerdings auf die Modelle ab dem Pentium G4560, die Intel mit Hyperthreading aufgemotzt hat. Auch bei der OnBoard-Grafik hat Intel - gemessen am Preis der CPUs - nicht gegeizt. Die HD-610-Grafik kann sogar Ultra-HD hardwareseitig dekodieren, konkret das sich derzeit verbreitende HEVC-Video (H.265). Wir haben den G4560 deshalb in unseren kleinen Einsteiger-PC gesteckt.

CPU-Kühler

Der CPU-Kühler sitzt direkt auf der CPU und transportiert deren Abwärme ab. So gewährleistet er den stabilen Betrieb der CPU, die anderenfalls leicht überhitzt und dann ihren Dienst einstellt. 

Passive Kühler bestehen lediglich aus einer großen Kühlfläche, die zum Beispiel mithilfe eines im Gehäuse verbauten Lüfters von Luft umwirbelt wird. Dieser geräuscharme Ansatz reicht für aktuelle CPUs aber nur selten aus. Hier sitzt zusätzlich ein Lüfter direkt auf dem Kühlkörper. Dabei gilt es, stets den Kompromiss zwischen ausreichender Wärmeabfuhr und Geräuschentwicklung zu finden. Gleichzeitig muss der Lüfter in seinen Abmessungen aber auch ins Gehäuse passen. Besonders schneller Arbeitsspeicher bringt häufig vergrößerte Kühlflächen mit - auch damit darf der Kühler sich nicht ins Gehege geraten. 

Mit dem HR-02 Macho Rev. A (BW) steckt ein günstiger, aber sehr leistungsfähiger Kühler in unserem Allround-PC. Prinzipiell reicht er auch für den Gaming-PC. Trotzdem haben wir dort zum etwas ambitionierteren Modell von Noctua gegriffen. Im Mini-PC sitzt der vom Gehäusehersteller empfohlene, recht ordentliche Standardlüfter. Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse war die Auswahl gering.

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