Schnellerer PC durch Virenscanner-Optimierung

PC-Tuning: Systembremse Anti-Virus entschärfen

Sicherheit hat ihren Preis: Lahme Programmstarts, lästige Pop-up-Fenster, knapper Arbeitsspeicher. Mit der optimalen Strategie reduzieren Sie die Bremswirkung Ihres Antivirenprogramms deutlich.

  1. PC-Tuning: Systembremse Anti-Virus entschärfen
  2. Dateien auswählen
  3. Spielemodus
  4. Antiviren-Programme
AntiVirus aufmacher

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AntiVirus aufmacher

Für viele Anwender ist das obligatorische Antivirenprogramm einfach nur lästig: Es bremst den PC, meldet sich zur Unzeit mit unverständlichen Pop-up-Fenstern oder löscht ungefragt Dateien. Aber es geht auch anders: Mit den richtigen Einstellungen zähmen Sie die Schutz-Software, ohne dabei Ihren PC wesentlich unsicherer zu machen.Ganz ohne Leistungseinbußen geht es aber nicht, darüber sollten Sie sich im Klaren sein. Wer daraus den Schluss zieht, das Antivirenprogramm gleich ganz zu deinstallieren, sollte sich die möglichen Folgen ins Gedächtnis rufen.Die Gefahr, seinen PC zu infizieren, ist größer als noch vor ein paar Jahren. Die Antivirenfirmen registrieren jeden Tag rund 50 000 neue infektiöse Dateien. Die überwiegende Zahl dieser Schädlinge infiziert den PC heimlich und versucht, sich möglichst gut zu verstecken.

Einmal auf dem PC, öffnet die Malware eine Hintertür und nimmt mit dem kriminellen Angreifer Kontakt auf. Dieser kann den infizierten PC fernsteuern und für seine Zwecke nutzen: Zum Versenden von Spam, Ausspähen von Passwörtern und persönlichen Daten wie Bankkonten oder als Zwischenlager für illegale Dateien.

Sehr beliebt ist auch, gekaperte PCs als Zwischenstation für Hackeraktionen zu verwenden - so erscheint beim angegriffenen Ziel Ihre IP-Adresse, der Angreifer bleibt anonym. Besser ist es also, die Sicherheits-Software optimal zu konfigurieren statt darauf zu verzichten.

Wächter konfigurieren

Der Virenwächter ist ständig im Hintergrund aktiv und prüft Dateien, auf die Sie gerade zugreifen. Auch E-Mails, Webseiten und Datenübertragungen per Instant Messenger untersuchen die Wächter. Wenn Sie beispielsweise in Word ein Dokument öffnen, wird dieses erst vom Virenwächter geprüft, bevor Word es tatsächlich lädt.

Nach der Installation sind die meisten aktuellen Antivirenprogramme und Security Suiten auf maximale Sicherheit eingestellt. Der Virenwächter durchsucht sämtliche Dateien und meistens auch Archive. Abhängig von der Rechenleistung Ihres PCs und Ihrer Arbeitsweise muss das nicht die optimale Wahl sein.

Archive nicht durchsuchen

Das Antivirus-Programmtuning in Bildern

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Avira Antivir nutzt beim Wächter standardmäßig eine Liste mit infizierbaren Dateitypen, die per Online-Update vom Hersteller bei Bedarf erweitert wird.

Archive wie Zip, Rar oder Cab komprimieren den Inhalt von Dateien und fassen mehrere Dateien zusammen. In einem solchen Archiv kann sich eine infizierte Datei verstecken. Ein Virenscanner muss das Archiv auspacken, um den Inhalt der einzelnen Dateien zu überprüfen. Je nach Archivgröße ist das kaum spürbar oder dauert etliche lange Sekunden. Wenn Sie viel mit Archiven hantieren, schalten Sie die Prüfung im Virenwächter besser ab.

Das Risiko ist eher gering, denn direkt aus einem Archiv kann ein Virus nicht starten. Sie müssen ihn erst mit einem Zip-Programm entpacken - und dann prüft der Virenwächter die entpackte Datei, bevor sie geladen oder gestartet wird. Sinnvoll ist die Prüfung dann, wenn Sie zum Beispiel Archive per E-Mail erhalten und diese dann an eine dritte Person weitergeben. Sie ersparen sich damit die Peinlichkeit, eventuell einen Virus unbemerkt weiterzureichen.

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