Die besten Eigenbau-PCs

Eigenbau-PC bis 500 Euro: Multimedia-Computer als Heimkino

Bei unserem Multimedia-PC genehmigen wir uns ein Budget von 500 Euro - innerhalb dieser Preiskategorie lassen sich bereits deutlich leistungsstärkere Komponenten verbauen als noch beim Office-PC.

Beim Prozessor können wir erstmals auf eine Intel-CPU zurückgreifen. Zwar ist die neueste Skylake-Generation noch nicht im Bereich des Möglichen, doch für 110 Euro ist die Haswell-CPU i3-4150 verfügbar. Der Dual-Core zeichnet sich durch eine Taktrate von 3,5 Gigahertz pro Kern aus und verfügt auch über die HyperThreading-Technologie, die es dem Prozessor erlaubt, pro Kern mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten.

Als Mainboard entscheiden wir uns hier für das MSI B85-G43, das den für Haswell-CPUs notwendigen Sockel 1150 mit sich trägt. Neben 7.1-Sound bietet das Motherboard für rund 75 Euro gleich acht USB-Anschlüsse, von denen zwei wiederum mit USB 3.0 kompatibel sind.

Alternativ ist auch eine nominell stärkere AMD-Konfiguration möglich, die allerdings auch etwas teurer ist. Hier greifen wir zum Achtkerner FX-8320, der für 135 Euro wie schon die Intel-CPU mit einer Taktrate von 3,5 Gigahertz läuft. Hier müssen Sie allerdings auf die nützliche Hyperthreading-Funktion verzichten.

Tauschen wir die CPU, muss auch ein passendes Mainboard her: Das Gigabyte GA-970A-UD3P bietet für knapp 75 Euro den passenden AM3+-Sockel. 7.1-Sound ist auch hier wieder mit von der Partie, ebenso wie gleich zehn USB-Anschlüsse.

Der Arbeitsspeicher bleibt in beiden Fällen gleich: Ab dem Anwendungsgebiet des Multimedia-Bereichs sind acht Gigabyte DDR3 RAM absolute Pflicht. Als stabil und einwandfrei laufend erwiesen hat sich das Kit Crucial Ballistix Sport, das zwei Riegel mit je vier Gigabyte RAM liefert und für rund 40 Euro erhältlich ist.

Das passende Gehäuse kommt für 40 Euro von CoolerMaster: Der Midi Tower N300 kommt im eleganten Schwarz daher und bietet Platz für alle notwendigen Einzelteile. Zudem ist der Tower trotz hohem Lüfterdurchsatz besonders geräuscharm.

Der CoolerMaster N300 arbeitet geräuscharm und sieht schick aus.

© CoolerMaster

Der CoolerMaster N300 arbeitet geräuscharm und sieht schick aus.

Anders als noch im Office-PC ist in unserem Multimedia-Computer eine dedizierte Grafikkarte notwendig, um den Speicher und ggf. die CPU zu entlasten. Hier stehen Sie vor der Wahl zwischen den beiden Konkurrenten Nvidia und AMD. Zum einen wäre da für rund 40 Euro die AMD Radeon HD 6450, die mit DirectX 11 kommt und 1.024 Megabyte Grafikspeicher enthält. 

Etwas besser und nur geringfügig teurer ist hingegen die Palit Geforce GT 720, die neben dem Nvidia-Chip auch doppelt so viel Grafikspeicher integriert hat. Der höhere Shadertakt und geringere Fertigungsprozess versprechen ein Mehr an Leistung bei geringerem Energieverbrauch.

Apropos Energieverbrauch: Dieser liegt beim Multimedia-PC nur etwas höher als noch beim Bürocomputer, weshalb hier nur eine geringe Aufstufung auf ein 400-Watt-Netzteil erforderlich ist. Daher nehmen wir das Be Quiet Pure Power L8, welches für knapp 50 Euro einen mehr als ordentlichen Job macht.

Der Massenspeicher ist auch hier eine herkömmliche HDD, da ein typischer Multimedia-PC noch nicht unbedingt eine SSD benötigt. Ohnehin ist hier eher die Größe entscheidend: Mit der Festplatte Caviar Blue von Western Digital haben Sie gleich ein Terabyte Speicher für Ihre Filme und Fotos.

Wer den PC nicht nur als Rechner, sondern gleich zum Heimkino umfunktionieren möchte, benötigt auch das entsprechende Laufwerk: Das LG BH16NS40 ist ein mit 60 Euro vergleichsweise günstiger interner Blu-Ray-Player, der neben der Lesefunktion auch eigene Blu-Rays schreiben kann.

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