Windows immer wie neu

PC im Kiosk-Modus

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Im Kiosk-Modus stellt Ihr PC mit Windows XP bei jedem Neustart automatisch den Ausgangs- und Idealzustand wieder her.

Um Ihren PC im Kiosk-Modus zu betreiben, muss die Festplatte mit dem NTFS-Dateisystem formatiert sein. Sind Sie unsicher, ob Ihr Rechner unter NTFS läuft, öffnen Sie den Windows Explorer und markieren mit der Maus die Windows-Partition C:. Blendet Windows links unter den Details NTFS ein, sind Sie bereits vorbereitet.

Ist dort allerdings noch FAT32 vermerkt, konvertieren Sie die Partition zunächst. Müssen Sie das Laufwerk nach NTFS konvertieren, klicken Sie auf Start/Ausführen und tragen im Öffnen-Feld die Befehlszeile ein: convert c: /fs:ntfs - der Buchstabe c: bezeichnet die Windows-Partition. Bestätigen Sie mit der Enter-Taste und folgen Sie den weiteren Anweisungen.

Meldet sich Windows mit Fragen, beantworten Sie sie jeweils mit einem Tastendruck auf j für Ja. Anschließend dauert es einige Minuten bis die Konvertierung beendet ist und der Rechner neu startet.

Stellen Sie schließlich noch sicher, dass Sie auf der Windows-Partition genügend Speicherplatz frei haben. Als Faustregel gilt: die Hälfte des belegten Speicherplatzes, mindesten aber 4,0 GByte. Ein Beispiel: Haben Sie 20 GByte auf der Windows-Partition belegt, benötigen Sie für den Kiosk-Modus weitere 10 GByte.

Reicht bei Ihnen der Platz nicht aus, vergrößern Sie den Festplattenbereich über Partition Logic. Nun installieren Sie das Microsoft-Tool für den Kiosk-Modus Windows SteadyState. Sobald nach dem Setup die Schaltfläche Finish erscheint, ist das Programm auf dem Rechner.

Kiosk-Modus einrichten

Windows SteadyState: Konfiguration

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In Windows SteadyState lässt sich einstellen, ob alle Änderungen am System bei jedem Neustart verworfen werden.

Nach dem Setup rufen Sie das Programm über Start/Alle Programme/Windows SteadyState auf. Nun sehen Sie drei zentrale Bereiche: Set Computer Restrictions, Schedule Software Updates und Protect the Hard Disk. Nochmals: Lassen Sie sich nicht von der englischen Benutzeroberfläche abschrecken. Wenn Sie das Tool einmal eingestellt und verwendet haben, ist die Bedienung einfach.

Hinter Set Computer Restrictions verbergen sich die Einstellungen für den Windows-Start, die allein mit den Beschränkungen des Kiosk-Modus im Internet zu tun haben. Option 2 weist Windows SteadyState an, alle Updates für Windows und Programme wie Firewall, Virenscanner und Co. trotz der Änderungssperre auszuführen und zu speichern.

Und Protect the Hard Disk ist die Hauptfunktion für Sie, die den PC bei jedem Neustart wieder in den Ausgangszustand zurückversetzt. Sämtliche Änderungen sind damit dahin.

Im ersten Schritt deaktivieren Sie in der Rubrik Set Computer Restrictions sämtliche Einträge. Dies hat zur Folge, dass Sie in Ihren PC-Rechten nicht eingeschränkt und wie gewohnt arbeiten können. Hinweis: Windows SteadyState bietet zudem die Möglichkeit, mit mehreren Konten zu arbeiten. Wenn Sie anderen (Familienmitgliedern) damit die Rechte einschränken möchten, erzeugen Sie über die Schaltfläche Add a New User rechts unten ein neues Konto.

Idealzustand bei jedem Neustart

Windows SteadyState startet Ihren PC auf Wunsch immer im Ideal-Zustand. Viren, falsche Windows-Einstellungen oder fehlerhafte Programminstallationen werden Sie damit automatisch los. Und: Ihre persönlichen Dateien und Änderungen bleiben erhalten. Klicken Sie in Windows SteadyState auf Protect the Hard Disk und aktivieren Sie die Option On und bestätigen Sie mit Ja.

Es dauert einen Moment bis der spezielle Speicherplatz für die Systemsicherung eingerichtet ist. Nun klicken Sie auf OK, um den PC neu zu starten. Werfen Sie nach dem Reboot nochmals einen Blick auf die Funktion Protect the Hard Disk: Diese ist nun eingeschaltet ist. Die oberste Option Remove all changes at restart ist voreingestellt und bewirkt, dass alle Änderungen nach dem Neustart verworfen sind: Sie arbeiten jeden Tag mit einem frischen Windows.

Retain changes temporarily behält die Änderungen vorläufig, zu den von Ihnen darunter definierten Zeiten. Und Retain all changes permanently sorgt schließlich dafür, dass die zunächst virtuell vorgenommenen Änderungen in das permanente Windows übernommen werden. Doch selbst wenn Option 1, also jedes Mal den Idealzustand herstellen, aktiv ist, haben Sie bei jedem Herunterfahren 30 Sekunden Zeit, um die Änderungen doch noch zu übernehmen.

Ansonsten schaltet sich Ihr PC aus und startet beim nächsten Mal wieder im Ursprungszustand. Entscheiden Sie sich beim Ausschalten dafür, die Änderungen doch zu übernehmen, schreibt der PC beim nächsten Start die Neuerungen vom virtuellen Bereich auf die physikalische, echte Festplatte.

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