Zielstrebig zum Spiel mit Outdoor-Navis

Outdoor-Navis: Praktische Geräte mit großer Laufzeit für unterwegs

Wer Spaß am Wandern, Rad- oder Motorradfahren hat oder oft im Gelände unterwegs ist, hat vielleicht schon mal mit der Anschaffung eines Navigationsgeräts für den Freizeitbereich geliebäugelt. Zumal sich damit Computer und Freizeitspaß perfekt verbinden lassen. Was möglich ist, haben wir uns angeschaut.

Tipps für Outdoor-Navis

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Tipps für Outdoor-Navis

Navi ist nicht gleich Navi

Viele besitzen bereits ein speziell für die PKW Navigation hergestelltes Gerät, das nicht fest im PKW eingebaut ist. Man kann diese zwar auch außerhalb des Autos nutzen, aber für den Einsatz im Gelände taugen sie nicht. Richtige Outdoor-Navis sind vor allem klein, leicht und damit handlicher. Ein weiteres Kriterium: die Stromversorgung. Der Akku eines typischen PKW-Navis ist fest eingebaut und macht vergleichsweise schnell schlapp. Der Fokus liegt hier auf eine vorrangig externe Stromversorgung über das PKW-Bordnetz. Anders dagegen die Outdoor-Navis: Sie lassen sich wahlweise von einer externen Stromversorgung, von auswechselbaren Batterien oder von Akkus mit Energie versorgen. Hinzu kommt, dass deren Energieverbrauch sehr viel geringer ist. So erreichen diese Geräte mit modernen Akkus eine Betriebsdauer von bis zu 20 Stunden und mehr, was für die meisten Freizeitaktivitäten genügt. Während sich bei den PKW-Navis relativ viele verschiedene Hersteller den Markt teilen, dominiert im Outdoor-Bereich der Hersteller Garmin. Die Geräte anderer Hersteller wie Magellan und Lowrance brauchen sich jedoch nicht zu verstecken. Da die Nachfrage nach Navis für Freizeitaktivitäten stetig steigt, wird hier in den nächsten Monaten sicherlich noch viel passieren. Und das kann uns als Verbraucher nur freuen.

Spezielles Kartenmaterial

Neben vielen Funktionen speziell für die Navigation abseits vom "normalen" Straßenverkehr, unterscheiden sich die Geräte im Vergleich zu den PKW-Navis stark im verfügbaren Kartenmaterial. Freizeitkarten kennen zusätzlich beispielsweise Rad-, Wander- und Fußwege sowohl inner- als auch außerhalb von Ortschaften. Auch Wanderwege bis hoch zum Berggipfel oder den Pfad rund um den See findet man hier. Eine damit erstellte Rad- oder Wanderroute führt dann auch über die passenden Wege und nicht über Straßen oder Autobahnen zum Ziel. Leider sind Freizeitkarten nicht automatisch Bestandteil beim Kauf der Hardware. Werden Outdoor-Navis mit Kartenmaterial angeboten, handelt es sich dabei zurzeit immer um sogenannte Basiskarten. Diese sind allerdings im Freizeitbereich wegen fehlenden Details nur eine Notlösung. Daher kommt man nicht darum herum, zusätzlich auf besseres Kartenmaterial zurückzugreifen. Doch welches Kartenmaterial taugt etwas? Für Garmin-Geräte gibt es die professionellen Topo-Karten für unterschiedliche Länder und Regionen.

Diese topografischen Karten im Vektorformat werden entweder auf einer Speicherkarte (MicroSD) oder auf einer DVD ausgeliefert. Das Vektorformat hat den Vorteil, dass man die Karte nahezu beliebig zoomen kann, ohne dass es zu Verzerrungen oder Unschärfe in der Darstellung kommt. Je nach Karte muss man dafür zusätzlich zum Preis des Navis bis zu 200 Euro einplanen. Möchte man ein Straßenrouting von Adresse zu Adresse, wie man es vom PKW-Navi her kennt, ist für Garmin-Geräte der "City Navigator" die erste Wahl. Auch hier gibt es unterschiedliche Karten. Die Europa-Version schlägt dann mit weiteren rund 100 Euro zu Buche. Dabei muss man aber wissen, dass diese Karte normalerweise nur so routet, wie es ein PKW-Navi tun würde. Wanderwege werden dabei nicht berücksichtigt. Mit beiden Karten ist man jedoch gut ausgerüstet. Zum Planen und Auswerten der Routen ist der PC bestens geeignet. Garmin bietet hierfür einige kostenlose Programme wie "Map- Source" an, das bei vielen aber leider nicht allen Geräten zum Lieferumfang gehört. Sollten Sie nicht im Besitz von "MapSource" sein, zeigen wir im Workshop auf Seite 4, woher Sie die aktuellste Version kostenlos bekommen und wie sie installiert wird.

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