Flexible Ressourcen

Open Telekom Cloud in der Praxis

Das Problem zu knapper IT-Ressourcen lässt sich mit Public-Cloud- Angeboten wie dem der Telekom beheben. Die Open Telekom Cloud im Check. Von: Sebastian Mainzer.

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© Billion Photos / shutterstock.com

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Wer am Monatsanfang noch nicht absehen kann, ob am Monatsende Auftragsflut oder Kundenebbe herrscht, für den sind Public-Cloud-Angebote ideal. Ein Angebot der Deutschen Telekom richtet sich insbesondere an solche Anwender, deren Geschäft hohen Schwankungen unterliegt. Die Open Telekom Cloud stellt eines der größten Public-Cloud-Angebote in Europa auf Basis von OpenStack dar und bietet damit verschiedene Vorteile. Einer davon ist Freiheit. Denn wer bereits Rechen-, Speicher- oder Netzwerk-Ressourcen aus einer Cloud bezieht, kann leicht umziehen. Dafür bietet die Telekom die Cloud Container Engine (CCE), mit der sich auch komplexe Anwendungen verschieben lassen. Das funktioniert mit bis zu 500 Clustern aus virtuellen Maschinen mit jeweils maximal 15 Computerknoten, die etwa von Amazon Web Services auf die Telekom Cloud wandern - oder umgekehrt. Auch das Bezahlmodell lässt Freiheiten: Bei Bedarf wird im Pay-per-Use-Verfahren auf die Stunde genau abgerechnet. Wer sich hingegen vertraglich für eine bestimmte Zeit bindet, erhält Rabatte.

So geht der Einstieg

Der Zugriff auf die Open Telekom Cloud erfolgt über ein Self-Service-Portal oder über programmierbare Schnittstellen (APIs). Zugriffsrechte können über Firewalls und Sicherheitsgruppen vergeben werden. Das der Open Telekom Cloud zugrunde liegende Netzwerk ist softwaredefiniert, was die Verwaltung vereinfacht. Über IP-VPN lässt sich beispielsweise eine sichere Tunnelverbindung zu eigenen IT-Ressourcen einrichten.

Ein Elastic Load Balancer und der Auto Scaling Service sorgen für die nötige Flexibilität: Die Ressourcen können auf Basis vordefinierter Parameter automatisch angepasst werden, zum Beispiel nach bestimmten Tageszeiten oder bei plötzlichen Lastspitzen. Die Computing-Services der Open Telekom Cloud bestehen im Wesentlichen aus drei Komponenten: vCPUs, RAM sowie unterschiedliche Betriebssysteme (Oracle Linux, SUSE, Windows etc.). Neben vorkonfigurierten Images bietet die Telekom außerdem die Möglichkeit, eigene Images abzulegen. Computing-Server sind von einem bis 32 vCPUs erhältlich, Arbeitsspeicher von einem bis 128 GByte RAM. Daraus ergeben sich derzeit 28 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten für unterschiedliche Zwecke, Flavors genannt. Für Anwender mit extrem hohem Bedarf gibt es High-Performance-Flavors. Das renommierte Forschungszentrum CERN setzt bereits auf diese Option für besonders rechenintensive Anwendungen in der Teilchenphysik.

Speicher: Block Storage oder Object Storage

Block Storage ist mit bis zu 10 Volume-Service-Festplatten mit 32 TByte je Server verfügbar. Der Block Storage ist je nach I/O-Anforderung als SATA, SAS oder SSD erhältlich. Ein optionaler Volume-Backup-Service erlaubt inkrementelles Speichern und schnelles Wiederherstellen von Daten. Alternativ bietet die Telekom Cloud auch Object Storage. Diese Variante ist langsamer, dafür aber deutlich günstiger und eignet sich daher optimal zum Archivieren.

Im Schnitt entscheiden sich aktuell laut Telekom rund 40 neue Business-Kunden pro Monat für Dienste aus der Open Telekom Cloud, Tendenz: steigend. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, hat das Unternehmen angekündigt, die Kapazitäten des hochsicheren Rechenzentrums in Sachsen-Anhalt in den nächsten zwei Jahren mehr als verdoppeln zu wollen.

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