Freie Karten für freie Bürger

Open Street Map

Mit dem Open-Street-Map-Projekt entsteht erstmals freies Kartenmaterial, das Sie frei nutzen und selbst erweitern können, wenn Sie die Lizenzbestimmungen beachten.

  1. Open Street Map
  2. Teil 2: Open Street Map
Open Street Map

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Open Street Map

Mit dem Open-Street-Map-Projekt entsteht erstmals freies Kartenmaterial, das Sie frei nutzen und selbst erweitern können, wenn Sie die Lizenzbestimmungen beachten.

Karten für verschiedenste Regionen und Einsatzzwecke finden sich im Internet zuhauf. Zu den Großen in diesem Bereich zählen z.B. Google Maps oder Map 24. Bei dem Open-Street-Map-Projekt steht eine freie Weltkarte im Sinne der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA 2.0 im Vordergrund. Damit besteht die Möglichkeit, die Daten im Rahmen der Lizenz frei zu nutzen, zu modifizieren und weiterzuverarbeiten.

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Das Projekt

Der Fokus des Open-Street-Map-Projekts (auch kurz OSM) liegt darauf, möglichst vollständige und aktuelle Geodaten aus der gesamten Welt zu sammeln. Hierbei sind vor allem lokale Experten gefragt, also Teilnehmer, die ihre Umgebung kennen und diese Kenntnisse zum Projekt beitragen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einfach Fehler zu melden und Verbesserungsvorschläge abzugeben. Hier verbindet Open Street Map also das Wikipedia-Prinzip mit dem Open-Source-Gedanken. Einen Einblick erhalten Sie unter .

Dort finden Sie eine Karte mit der Möglichkeit, Fehler-Marker zu setzen. Selbstverständlich ist der Anspruch, die ganze Welt vollständig zu erfassen, ein hochgestecktes Ziel. Vergleicht man die Daten von vor ein bis zwei Jahren mit dem heutigen Stand, zeigt sich bereits der enorme Fortschritt - optisch sehen Sie das unter www.geofabrik.de.

In vielen bereits gut erfassten Gebieten zeigt sich eine klare Stärke des Projekts: Die Liebe zum Detail. Im Gegensatz zu den großen Kartenanbietern findet man hier nämlich auch Fußgängerrouten, Feldwege, Briefkästen oder gar Gehege eines Zoos.

Technischer Hintergrund

Die erste Berührung mit dem Projekt erfolgt meist über eine Kartenansicht auf der Homepage von Open Street Map. Diese visualisiert jedoch längst nicht alle vorliegenden Daten und stellt auch nur eine mögliche Variante dar. Allerdings ist beispielsweise die Generierung von Spezialkarten wie bei Open Piste Map denkbar.

Das Herzstück des Open-Street-Map-Projekts ist eine Datenbank mit Geodaten, bestehend aus Knoten (Nodes) sowie Verbindungen (Ways). Geschlossene Wege fungieren hierbei als Bereiche (Areas), die zum Beispiel Gebiete, Gebäude oder Seen repräsentieren. Die Daten erhalten ihre Bedeutung über Attributangaben, sogenannte Tags. Die Tags finden in einer einfachen, flachen Form als Wertepaare (Name=Wert) Verwendung und ermöglichen eine Erweiterung um beliebig viele Tags. Die Datenbank soll jedem die Möglichkeit bieten, alles Relevante einzutragen.

Natürlich gibt es eine Reihe von etablierten Tag-Arten wie name, um Straßen, Gebäude oder Geschäfte zu benennen (). Darüber hinaus existieren vorgeschlagene Tagging-Strukturen oder Beitragende verwenden schlichtweg Tags, die in der Praxis genutzt werden ().

Theoretisch ist es möglich, beliebige eigene Tags zu erfinden - diese können ohne weitere Abstimmung genutzt werden. Es ist jedoch sinnvoll, sich an den bestehenden und etablierten Strukturen zu orientieren, damit die Daten von möglichst vielen Usern genutzt werden können. Auf diese weise können Daten etwa in Form von Karten dargestellt werden.

Daten sammeln

Geodaten für das Projekt werden häufig vor Ort mit GPS-Geräten gesammelt - mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. GPS-Geräte sind mittlerweile unter optimalen Bedingungen bis auf 3 Meter genau und zu zahlbaren Preisen verfügbar. Selbstverständlich wird hier längst nicht die Genauigkeit wie in der Vermessungstechnik erreicht. Für die Belange des Projekts ist die erreichbare Qualität aber vollkommen ausreichend.

Um genügend genaue Daten zu erhalten, ist eine Speicherung von etwa einmal pro Sekunde oder alle 10 Meter sinnvoll. Manche Geräte unterstützen auch eine Kombination beider Faktoren, um so die aufgezeichnete Datenmenge, beispielsweise an einer Ampel, zu reduzieren. Zusätzlich werden häufig manuelle Wegpunkte gesetzt, um so etwa eine Bushaltestelle oder einen Glascontainer zu markieren.

Zur Erfassung von Strecken und Punkten existieren verschiedene Möglichkeiten. Ein Klassiker ist das Setzen von Wegpunkten an Kreuzungen und wichtigen Punkten sowie das Notieren von Zusatzinformationen per Zettel oder PDA. Die Zuordnung erfolgt in der Regel anhand von Wegpunkt-Nummern.

Es ist möglich, bestimmte Bereiche/Teile einer Strecke mittels Fotos oder per Sprachaufzeichnung zu erfassen. Sprachaufnahmen sind sowohl kontinuierlich oder auch punktuell möglich und können mit einer passenden Software zur späteren Bearbeitung am Rechner genutzt werden. Die Zuordnung erfolgt hierbei anhand eines gemeinsamen Startpunktes mit den GPS-Daten. Sinnvoll ist es, am Anfang ein Foto des GPS-Empfängers zu machen, was bei Abweichnungen zwischen den Uhren der Geräte eine Zuordnung ermöglicht.

Digitalisieren

Im nächsten Schritt müssen die Daten allerdings noch in die Karte übertragen werden. Einsteiger werden erste Erfahrungen üblicherweise dem Editor Potlach sammeln. Dieser ist ohne die Installation von Zusatzsoftware per Flash im Browser nutzbar. Man erreicht ihn direkt über unter dem Register Edit, muss sich allerdings vor dem Bearbeiten registrieren. Auch eignet er sich für manch schnelle Änderungen und Korrekturen. Des Weiteren existieren Editoren wie Josm (Java) oder Merkaator (Unix, Windows, Mac OSX).

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Detailliert: Im Berliner Zoo ist jedes einzelne Gehege verzeichnet.

Die zuvor per GPS-Gerät erfassten Daten müssen manuell interpretiert und vereinfacht werden. Hier gilt es Punkte zu setzen, Wege und Bereiche einzuzeichnen und diese mit bereits vorhandenen Daten abzustimmen. Die erfassten Daten werden auf einen Computer übertragen, dort bearbeitet und dann auf den Open-Street-Map-Server übertragen.

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