So geht's

Online-Shopping im Ausland: Günstig und sicher einkaufen

Mit Online-Shopping sind Sie nicht mehr wie früher auf Läden in Reichweite angewiesen. Mit unseren Tipps kaufen Sie sicher und günstig im Ausland ein.

Online Shopping

© © pim pic / shutterstock.com

Es ist schon toll, was heute alles möglich ist. Per Knopfdruck gelangt man in nahezu jeden beliebigen Online-Shop auf der Welt und kann, das entsprechende Kleingeld vorausgesetzt, im Grunde auch von überall bestellen.

Die Auswahl verfügbarer Waren ist also im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos. Allerdings lauern beim Einkauf im In- und Ausland Fallstricke und Gefahren, denen man aus dem Weg gehen muss. 

Kreditkarte ist Voraussetzung für fast jeden Auslandskauf

Während man beim Online-Einkauf im Inland zuweilen auf Rechnung, per Nachnahme oder per Vorabüberweisung zahlen kann, sind die Zahlungsmöglichkeiten im Ausland stark eingeschränkt. Zumeist wird nur die Zahlung per Kreditkarte angeboten, PayPal wird wegen der Unwägbarkeiten im Streitfall von den meisten Händlern nicht akzeptiert.

Falls Sie über Ihr Girokonto bereits über eine Kreditkarte verfügen, ist die größte Hürde bereits überwunden. Beachten muss man allerdings, dass bei einem Auslandseinsatz oft Gebühren zwischen einem und mehreren Prozent fällig werden. Sind Sie unsicher bezüglich der Höhe der Gebühren, erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank. 

Besitzen Sie noch keine Kreditkarte, könnte eine Prepaid-Karte wie etwa die Maycard2go Visa oder eine Karte von Viabuy eine gute Wahl sein. Bei Ersterer haben Sie die Wahl zwischen einer virtuellen Karte für Online-Käufe und einer echten Karte aus Plastik. Die virtuelle Karte ist gratis und gebührenfrei, Letztere kostet jeweils 9,95 Euro bei Anschaffung und als Jahresgebühr. Die Karten lassen sich dann per Überweisung aufladen und zum Auslandsshopping ohne zusätzliche Gebühren einsetzen.

Online Shopping VanillaGift

© VanillaGift

Die Vanilla-Karte können Sie in den USA im Laden kaufen und bei Online-Einkäufen einsetzen.

Was tun, wenn der Anbieter in den USA nur ins Inland verschickt? 

Bei Weitem nicht jeder ausländische Online-Shop verschickt seine Ware nach Deutschland. So bleiben unter anderem auch sehr viele Shops in den USA außen vor, obwohl die Preise oft günstig sind und die Waren in Europa nicht erhältlich sind. 

Eine Lösung des Problems könnte ein Freund oder Verwandter in den USA sein, der für Sie einkauft und Ihnen die Ware zuschickt. Wer allerdings keinerlei Kontakte in den USA hat, der braucht einen anderen Weg wie etwa den Anbieter Viabox.

Hierbei handelt es sich um einen Dienst, der Ihren Online-Einkauf entgegennimmt und das Paket an Sie weiterleitet. Bei der Anmeldung erhalten Sie eine US-Adresse, die Sie beim Einkauf im amerikanischen Online-Shop als Versandadresse angeben. Das Paket wird dann gegen Gebühr von Viabox an Ihre Heimatadresse weitergeleitet.

Da das Unternehmen Viabox in Oregon beheimatet ist und in diesem Staat somit auch „Ihre“ Versandadresse ist, entfällt übrigens die bei vielen Staaten erhobene State-Tax. Diese ist in Oregon nämlich gleich null. Und wovon lebt Viabox? Nun, von den Versandkosten, die Sie zahlen müssen, wenn das Paket an Sie in Deutschland geschickt wird. 

Je nach Versender kostet ein 5-Kilo-Paket ab knapp 100 Dollar Versandgebühr. Viel billiger ist der Versand aus den USA aber auch bei einem Direktkauf nicht. Eine alternative Variante wäre der Einkauf über einen Anbieter wie virtualmallusa.com. Dieser Service kauft und verschickt von Ihnen gewünschte Ware an Sie, sofern diese Ware in den USA legal vertrieben und verschickt werden darf.

Online Shopping Viabox

© Viabox

Anbieter wie Viabox leiten Ihre US-Einkäufe an Sie weiter. So können Sie auch bei Shops einkaufen, die eigentlich nicht ins Ausland versenden.

Der Anbieter im Ausland akzeptiert nur inländische Kreditkarten

Auch das kommt vor: Ein im Ausland beheimateter Anbieter akzeptiert nur inländische Kreditkarten. Das ist beispielsweise bei Apple der Fall. Will man bei iTunes in den USA die neueste Fernsehserie kaufen, hilft auch die USA-Adresse nicht weiter, die man dort bei einer Kontoanmeldung angeben kann. 

Was man darüber hinaus benötigt, ist entweder eine amerikanische iTunes-Geschenkkarte, die man zum Beispiel in Auktionshäusern kaufen kann, oder eine amerikanische Kreditkarte wie etwa die Vanilla Gift Card. Diese können Sie bei einem USA-Aufenthalt zum Beispiel bei Walmart, Walgreens, 7eleven und vielen anderen Handelsketten kaufen, aber auch im Internet. 

Wenn wir Ihnen hier jetzt keine Quelle nennen, dann deshalb, weil wir uns hier in einer rechtlichen Grauzone bewegen. Schließlich müssen Sie ja bei Anmeldung eine Postleitzahl in den USA angeben, die Sie in Wirklichkeit ja nicht haben. Diese Postleitzahl muss dann, damit der Einkauf etwa bei iTunes auch funktioniert, dieselbe sein, die Sie bei der Anmeldung zum US-iTunes-Store verwendet haben.

Online Shopping Gamecodeshop

© Gamecodeshop

Viele Online-Händler verkaufen US-iTunes-Karten. Zugeschickt bekommen Sie stets nur den Code.

Der Zoll spielt bei EU-Einkäufen keine Rolle. Oder etwa doch? 

Grundsätzlich kommt der Zoll bei Einkäufen in der EU nicht ins Spiel. Das heißt also, Sie können Waren aus jedem Online-Shop in der EU bestellen und müssen dafür keinerlei Zoll zahlen. Soweit die Theorie, denn es gibt Ausnahmen. 

Bestimmte Waren dürfen Sie nämlich überhaupt nicht oder nur mit Einschränkungen bestellen und einführen. Dazu gehören Medikamente (Ausnahmen sind die Niederlande, Schweden, UK und Tschechien), Feuerwerkskörper und natürlich Waffen und Munition. Bei der Bestellung von Kunstgütern sollten Sie ebenfalls vorsichtig sein und sich im Zweifelsfall vor dem Kauf beim Zoll erkundigen, ob der gewünschte Kunstgegenstand eingeführt werden darf. 

Steuern werden auch erhoben, wenn Sie im europäischen Ausland Spirituosen oder Kaffee erwerben. Noch schlimmer beim Tabak: Kaufen Sie beispielsweise Zigarren in einem spanischen Online-Shop, kann der Zoll diese sicherstellen und vernichten, weil sie nicht über deutsche Steuerzeichen verfügen und daher hierzulande nicht verkehrsfähig sind.

Und schließlich gelten für Gegenden mit steuerlichen Sonderregelungen auch andere Regeln beim Online-Einkauf. Erwerben Sie also in einem Online-Shop auf den Kanaren, in Grönland, auf den britischen Kanalinseln, im italienischen Livigno und vielen anderen Ausnahmegebieten Waren, werden die wie solche von außerhalb der EU behandelt. Das kann also durch Zuzahlung von Zoll und diversen Steuern am Ende ein richtig teurer Einkauf werden.

Online Shopping Zoll

© Zollamt

Leider gibt es auch beim EU-Einkauf Einschränkungen. Die Seite des Zolls gibt darüber genaue Auskunft.

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