Alte Zeiten, neue Technik

Online-Familien

Fleißiges Netzwerken

Gleichgesinnte kennenlernen, Informationen mit ihnen austauschen, sich verknüpfen, Freundschaft schließen: Websites wie Facebook oder Wer-kennt-wen machen vor, wie einfach Netzwerken sein kann. Das Prinzip haben mehrere Online-Dienste für die Ahnenforschung übernommen. FamilyOne und myHeritage sind deutschsprachig und kostenlos und eignen sich zum Ausprobieren (weitere Online-Dienste im unten stehenden Info-Kasten "5 Online-Dienste").

Die Online-Familie

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© PCgo

FamilyOne zeigt standardmäßig eine Kombination aus Ahnentafel und Stammbaum an und nennt diese Grafik "FamilienBaum".

Bei FamilyOne legen Sie wie bei Facebook & Co. eine persönliche Profilseite an. Dort präsentieren Sie sich mit Texten, Bildern und Videos. Ausgehend vom persönlichen Profil beginnen Sie unter dem Menü "Familien Baum", Angaben zum Vater und zur Mutter zu ergänzen. Anschließend fügen Sie weitere Verwandte hinzu.

Per E-Mail können weitere Angehörige eingeladen werden, sich an der Ahnenforschung zu beteiligen. Sie müssen sich allerdings registrieren. Natürlich legen Sie fest, wem Sie was erlauben und wer welche Daten sehen darf.

Übrigens, wer nicht will, dass seine Daten per Google-Suche gefunden werden, muss zwei Mal die Häkchen vor "...im WWW erreichbar..." entfernen. Damit wird auch verhindert, dass Ahnenforscher, die nicht bei FamilyOne registriert sind, Daten finden und ergänzen.

Als FamilyOne-Anwender können Sie über ein Suchfeld nach anderen Nutzern suchen. Mit etwas Glück lässt sich so der eigene Stammbaum erweitern. Für Betreiber einer privaten Website gibt es für die Einbindung in die Homepage das "FamilienBaum Widget".

Die Top-Quellen im Netz

Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (besser bekannt als Mormonen) beschäftigen sich aus religiösen Gründen intensiv mit Ahnenforschung. Sie verfügen über das größte genealogische Archiv der Welt. Unter www.familysearch.org kann jeder Interessierte kostenlos nach seinen Vorfahren suchen.

Gleich auf der Startseite geben Sie unter "First Name(s)" den oder die Vornamen, unter "Last Name" den Nachnamen ein. Unter "Place" können Sie die Suche auf ein Land und/oder eine Region einschränken. Über "From Year" und "To Year" lässt sich die Suchanfrage weiter verfeinern, indem Sie einen Zeitraum für die Recherche angeben.

Sie können auch Felder frei lassen, um möglichst viele Suchergebnisse zu bekommen. Wer Englisch kann, sollte sich unbedingt die vielen Tipps und Quellen-Hinweise unter "Learn" ansehen. Nach einer kostenlosen Registrierung über "Sign In" und "Neues Benutzerkonto anlegen" können Genealogen ihre Forschungsergebnisse für andere Nutzer zur Verfügung stellen.

Der Verein für Computergenealogie e.V. ist der größte Verein für Ahnenforschung in Deutschland. Mit www.genealogienetz.de betreibt der Verein eine der bedeutendsten deutschsprachigen Websites für Familienforscher. Sie liefert Links zu den wichtigsten genealogischen Datenbanken, etwa der Genealogischen Datenbasis (Gedbas) oder der Datenbank für Forscherkontakte (FOKO).

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© PCgo

Mit der Gratis-Registrierung bei myHeritage wird rasch die erste Ahnentafel angelegt.

Interessant bei der Suche nach den Vorfahren ist auch GenWiki, die "Wikipedia für Ahnenforscher". Darin enthalten ist eine Bibliothek digitalisierter Bücher mit genealogischem oder ortsgeschichtlichem Hintergrund. Alle Bücher sind online frei verfügbar, da die Urheberrechte abgelaufen sind.

Ein Blick auf Webseiten wie www.ahnen forschungen. de/gelink liefert unter anderem einen "Linkkatalog" zu nützlichen Websites.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. bietet auf seiner Website www.volks bund.de die Möglichkeit, nach den Grabstätten gefallener Angehöriger zu suchen. Mehr als 4,5 Millionen Verlustmeldungen sind zur Zeit abrufbar. Die Datenbank wird aber auch laufend ergänzt.

Aber nicht nur die auf Ahnenforschung spezialisierten Websites sind gute Anlaufstellen für Familienforscher. Auch die bekannten Netzwerke wie Facebook, Wer-kennt-wen, Lokalisten oder XING können unter Umständen für die Recherche nützlich sein. Zwar finden Sie dort bestimmt keine verstorbenen Vorfahren, wohl aber Menschen aus Ihrer Familie oder mit Ihrem Familiennamen.

Sie können zu ihnen Kontakt aufnehmen, um vielleicht die eine oder andere interessante Information für Ihre Nachforschungen in Sachen Familie zu erhalten.

Bei den meisten dieser sozialen Netzwerke können die Nutzer entscheiden, ob ihr Profil auch für Nichtmitglieder sichtbar sein soll. Bevor Sie sich gleich bei mehreren Netzwerken anmelden, lohnt sich deshalb eine Google-Suche nach dem Namen, der Sie interessiert, kombiniert mit einem Suchbegriff wie "StudiVZ" oder "XING".

So finden Sie mit "Meyer XING" jede Menge XING-Mitgliedsprofile mit dem Nachnamen Meyer. Im Suchergebnis sehen Sie einige nützliche Angaben und vielleicht auch ein Bild. Gibt es eine gewisse Ähnlichkeit mit Ihren Familienmitgliedern? Kommt die Person aus Ihrer Gegend? Mit einer Anmeldung beim Netzwerk erhalten Sie Zugriff auf alle freigegebenen Daten der Person und können mit ihr in Kontakt treten.

Die bekannteste deutschsprachige Personensuchmaschine ist übrigens Yasni (www. yasni.de ) - auch sie kann für Familienforscher durchaus hilfreich sein.

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