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Arzneimittel online bestellen

Online-Apotheken: Alternative zur traditionellen Apotheke?

Der Begriff "Apothekerpreise" stammt zwar schon aus dem Mittelalter, hat aber angesichts der günstigen Preise beim Online-Versand von Medikamenten nichts von seiner Aktualität verloren.

  1. Online-Apotheken: Alternative zur traditionellen Apotheke?
  2. Beratung, Angebote & Fazit
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Wer im USA-Urlaub einmal Aspirin braucht, wundert sich: Da gibt es die 100er-Packung mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure für 99 Cent, das sind umgerechnet knapp 70 Euro-Cent. Geht man hierzulande in eine Apotheke und kauft das Originalpräparat von Bayer, legt man für 20 Tabletten mehr als 5 Euro hin. Umgerechnet auf die Wirkstoffmenge kostet Aspirin im Original damit mehr als 20-mal so viel wie das Generikum mit genau dem gleichen Wirkstoff. Während die Lebensmitteldiscounter bei vielen Produkten mit minimalen Preissenkungen im Cent-Bereich um die Kunden werben, ist bei vielen Medikamenten die Gewinnspanne traumhaft - zulasten der Verbraucher.

Beratung in Apotheken oft mäßig

Die deutschen Apotheker rechtfertigen ihre vergleichsweise hohen Preise mit der Beratung beim Medikamentenverkauf. Im Idealfall leisten die ortsansässigen Pharmazeuten diese Kontroll- und Beratungsinstanz für Arzneimittel tatsächlich. Doch die Realität sieht vielfach anders aus, wie zahlreiche Studien belegen. So fand beispielsweise die unabhängige Stiftung Warentest bei einem Test von 50 Apotheken heraus, dass rund die Hälfte der untersuchten Pharmazeuten falsch beriet und in der Folge ungeeignete Medikamente verkaufte. Wer nach Einzelfällen solcher "Beratung" in Internet-Foren sucht, kann sich vor Beispielen kaum retten: Angefangen von der schlichten Nichtberatung über den gleichzeitigen Verkauf prinzipiell unverträglicher Arzneimittel bis zu lebensbedrohlichen Dosierempfehlungen für Kleinkinder, die eigentlich für Erwachsene gelten. Wenn dies nun gerade keine einzelnen "schwarze Schafe" sind, wie die systematischen Kontrollen belegen, geht es aber um die Kernfrage. Nämlich, warum der Kunde für Medikamente so tief in die Tasche greifen soll, wenn die Vor-Ort-Beratung eben nicht so gut ist, wie sie sein sollte.

Arzneimittel über das Internet

Wie also lässt sich sparen, ohne gleich in den USA Urlaub machen zu müssen? Unzählige Versandapotheken werben hierzulande mit vergleichsweise günstigen Preisen. So zahlen sich für den Verbraucher die Konkurrenzsituation und vor allem die Preistransparenz über das Internet aus. Denn kein vernünftiger Kranker fährt alle Apotheken im Stadtgebiet ab, um sich vor dem Kauf über das billigste Angebot zu informieren. Im Internet dagegen ist genau das nur ein Mausklick entfernt. Sie glauben das nicht? Einen ersten Eindruck bekommen Sie über die Seite www.vergleich-versandapotheke.de: Diese zeigt das Sparpotenzial von rund einem Dutzend Online-Apotheken, das in vielen Fällen bei rund 50 Prozent liegt. Hinzu kommen Besonderheiten wie kostenloser Versand oder andere befristete Aktionen. Eine weitere gute Startadresse ist www.medizinfuchs.de: Hier können Sie zum einen nach einem bestimmten Medikament suchen, aber auch nach Krankheiten oder Wirkstoffen.

Gerade die Wirkstoffsuche erweist sich als praktisch: Bleiben wir nochmals beim Aspirin. Kennen Sie den Wirkstoff nicht, hilft ein Blick auf die Packung, in diesem Fall also Acetylsalicylsäure. Wenn Sie diesen Begriff eintippen, bekommen Sie eine 30er-Packung mit den üblichen 500-mg-Tabletten schon für 79 Cent. Das ist gegenüber dem "Apothekerpreis" von gut 5 Euro doch schon eine ordentliche Ersparnis, oder?

Rezeptfreie und -pflichtige Arznei

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Per Mausklick wissen Sie, bei welcher Versandapotheke Aspirin besonders preiswert ist.

Bei rezeptfreien Arzneimitteln wie Aspirin ist die Sache einfach: Hier können Sie einfach das Präparat Ihrer Wahl bestellen, zu beachten gibt es dabei ferner nichts. Etwas anders sieht es bei rezeptpflichtigen Artikeln aus, denn hier benötigt die Apotheke - egal, ob online oder vor Ort - das Rezept im Original. Sie müssen folglich das Rezept zur Online-Apotheke schicken. Je nach Versender können Sie schon zeitgleich das verordnete Präparat bestellen, beispielsweise um die Gesamtkosten für die Lieferung festzustellen. Schließlich fällt für gesetzlich Versicherte noch die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung an. Die Abrechnung für das eigentliche Medikament regeln die Versandapotheken direkt mit Ihrer Krankenkasse. Ähnlich läuft es bei Privatversicherten, hier wird die Ware gleich nach Eingang des Rezeptes beziehungsweise dem Bezahlen verschickt.

Wie die Online-Apotheken beraten und wie Sie sich vor schwarzen Schafen hüten, lesen Sie auf der nächsten Seite...

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