Zubehör für den Apple-Player

Onkyo DS-A 1 X

Onkyo zum Ersten: Mit der DS-A 1 X gelang es Onkyo sehr früh, den iPod in eigene Anlagen einzubinden. Das schicke, in Schwarz oder Weiß erhältliche Dock besitzt wie das neue DS-A 2 oder die Konkurrenz von Denon einen separaten Anschluss für die markeneigene Systemfernbedienung, etwa in Verbindung mit Inkyo-AV-Receivern oder -Mini-Anlagen.

Neben Integration in die Menüs der angeschlossenen Audio-Komponeten ermöglicht die DS-A 1 X sogar Timer-gesteuerte Wiedergabe zum Wecken oder Einschlafen mit Musik.

Anschlussseitig herrscht Qualitätsdenken: Vergoldete Cinch-Buchsen und ein S-Video- Ausgang samt Kabel plus ein hochwertiges Audio-Kabel mit vergoldeten Steckern runden die Ausstattung des Docks, das ohne Stromzufuhr keinen Mucks von sich gibt, ab.

Die DS-A 1 X findet wegen ihres relativ günstigen Preises und der klangbetonten Auslegung auch Freunde unter HiFi-Fans, die keine Onkyo-Geräte besitzen. Die müssen allerdings auf die Fernbedienbarkeit verzichten, was den Spaß am guten Klang etwas trübt. Deshalb legt Onkyo jetzt mit dem neuen DS-A 2 nach, das dieses Manko gegen geringen Aufpreis ausmerzt.

Für Puristen und alle, die eine Onkyo-Systemfernbedienung nebst Onkyo-Anlage im Haus haben und die auf einen eigenen iPod-Transmitter verzichten können, bietet Onkyo die DS-A 1 mit dem Namenszusatz X weiterhin an. Im Klang lässt die alte nichts anbrennen: Frisch, offen und dynamisch spielte die bewährte Dockingstation, dass es eine Freude war, der Vorstellung zu lauschen.

Wie die Receiver des Hauses ging Feinzeichnung im Zweifelsfall vor Körper, was dem Apple zu einem ätherischen, feingeistigen Auftritt verhalf. Der Bass reichte tief, blieb schlank und trocken. Keine Frage, die DS-A 1 X ist auch nach dem Erscheinen des Nachfolgers noch ein Kauftipp für Onkyo-Eigner und Sparfüchse, die ganz ohne Fernbedienug auskommen. Fazit: alt aber lange nicht out.

Bildergalerie

Vergleichstest: iPod-Docks und -Kabel
Galerie
HiFi & MP3:MP3-Player/iPod

Advance Acoustic M-ip Station II, 400 Euro, Testurteil: sehr gut

Onkyo DS-A 2

Selbst ein neues VW-Golf-Modell - eine konstante Größe in der automobilen Mittelklasse - bedeutet im Design einen Quantensprung gegenüber dem Vorgänger. Die beiden Generationen der Onkyo-Docks gleichen sich jedoch vom fehlenden S-Video-Ausgang abgesehen aufs Haar. Lediglich die verchiedenen Farben Schwarz und Weiß erleichtern die Identifikation. Trotzdem soll sich laut Onkyo bei der Überarbeitung sogar der Klang verbessert haben.

Vor allem aber bedenkt Onkyo jetzt alle Quereinsteiger, die ihre Dockingstation ohne Onkyo-Komponenten betreiben wollen: Die DS-A 2 kommt mit eigener kompakter Fernbedienung, die zwar nicht so übersichtlich wie die Transmitter der meisten Mitbewerber ausfällt, aber dafür mehr Funktionen und sogar Direktzugriff auf Zufallswiedergabe bietet. Akkustisch wirkt die DS-A 2 sehr offen und feinzeichnend. Ihre Dynamik lag im Redaktions-Hörraum über dem Durchschnitt und der Bass konnte durch Kontur und Tiefgang Punkte sammeln.

Klanglich trennten die beiden eineiigen Zwillinge allenfalls Nuancen, deshalb dürfte letzten Endes die beigefügte Fernbedienung den Ausschlag zum Kauf des neuen, etwas teureren Modells geben. Der Preis für die nun wirklich vollständig autarke Station ist mit 90 Euro immer noch vergleichsweise günstig, gerade auch wenn man das komplette und wertige Zubehör bedenkt: Die Kabel sind wie die der DS-A 1 X mit goldbeschichteten Steckern ausgerüstet. iPodler ohne Onkyo- System sollten die 30 Euro für ihre Unabhängigkeit ausgeben und zur DS-A 2 greifen.

Phonosophie PK-2

Vergleichstest: iPod-Docks und -Kabel

© Archiv

Phonosophie PK-2, 600 Euro, Testurteil: überragend

Ein Kabel für 600 Euro: für die Leser einschlägiger Audio-Publikationen kein Problem. In der iPod-Welt bekommt man für diesen Preis allerdings schon ein Sound-Dock mit Lautsprechern. Das wäre genau das andere Extrem. Statt Mini-Sound verspricht Phonosoph Ingo Hansen ein ausgewachsenes Klangerlebnis, das selbst Audio-Profis wie ihn zufriedenstellt, die bisher zehnmal lieber einer Analog-Schallplatte denn einer digitalen Festplatte lauschten.

Natürlich hat dies, durch Phonosophie- und Naim-Besitzer wegen der eigenwilligen DIN-Buchsen angestoßene Entwicklung, den Hanseaten nicht umgepolt, doch staunte er selber, was aus einem iPod mit einem Griff in die eigene Trickschublade herauszukitzeln ist.

Dort fanden sich der sagenumwobene Animator, eine Technologie aus den Grenzbereichen der Teilchen-Physik, die auf die Materie des Kabels und des angeschlossenen iPod gleichmaßen einwirken soll. Gepaart mit dem besonders leitfähigem Silberkabel PK-2 verspricht diese bereits vieldiskutierte Tuning- Maßnahme auf jeden Fall eine perfekte Signalübertragung.

Weil Hansen und inzwischen sogar zahlreiche Kunden vom Klang so positiv überrascht waren, entschloss sich Phonosophie, die in Kleinserie von Hand gefertigten Mini-Klinken- Adapterkabel auch mit Cinch statt mit DINEndungen anzubieten.

Der Klang verblüffte: Mit zunehmender Spielzeit heizte der Animator dem iPod so ein, dass er loslegte wie ein ausgewachsener CD-Player: Körper, Klangfarbe, Dynamik, Basspunch und Volumen, Feinzeichnung, Luft zwischen den Instrumenten, Plastizität - Phonosophie holte alles aus dem iPod, was HiFi-Liebhaber bislang vermissten.

Ein puristisches Vergnügen, das seinen Preis hat, wegen des Klinkenadapters aber auch Besitzern normaler MP3- Player offensteht. Obwohl man sich wie die Szene über den Animator und dessen Wirkungsweise vortrefflich streiten kann, erreichte diese Leistung Referenzstatus.

Wer die stolze Summe für das PK-2 mit iPod- Adapter ausgibt, erhält nicht nur die beste uns bekannte Verbindung von iPod und Anlage - was ganz besonders für Besitzer von Naim und Phonosophie gilt, sondern macht den iPod zum klanglich befriedigenden Zuspieler eines anspruchvollen Audio-Systems.

Silex wiDock

Die teure Dockingstation ist auch die komplexeste im Testfeld und bietet den größten Funktionsumfang. Sie eignet sich nicht nur dazu, den iPod an eine Stereoanlage anzuschließen, sondern kann den Apple-Entertainer auf zwei Arten - via WLAN (WiFi) drahtlos oder drahtgebunden mit LAN - in ein Netzwerk einbinden. Einmal verbunden kann der iPod seinen Inhalt angeschlossenen Computern zur Verfügung stellen und über die Docking-Station mit frischen Songs über die iTunes-Software versorgt werden.

Doch vor dem Vergnügen kommt die Arbeit und die überfordert die meisten Laien trotz sichtbarer Bemühungen um einen Installations-Assistenten. Wer sich nicht zutraut, einen Netzwerk-PC (PC , nicht Mac) zu installieren, der sollte die Finger von der Einrichtung des wiDocks lassen. Weder LAN noch WLAN ermöglichen auf Anhieb den Zugriff auf das Dock, das mit der zugehörigen Treiber-Software bis zu 5 verschiedene iPods verwalten kann.

Alle anderen getesteten Docks kommen hier ohne spezielle Software-Installationen aus. Einerseits bietet das wiDock also Hi-Tech, andererseits liegt zur Audio-Übertragung nur ein sehr einfaches Kabel bei, das sich wegen seines Mini-Klinken-Steckers auf der Dockseite auch nicht gegen übliche Cinch-Kabel ersetzen lässt. Positiv fiel jedoch der S-Video-Ausgang zur Bildausgabe auf.

Absolut gesehen konnte sich das Super- Dock hören lassen. Es klang tonal recht ausgewogen und unauffällig. Im Vergleich mit den Lösungen von Apple, Denon, Kensington und Onkyo wirkte die Wiedergabe jedoch etwas flach und die Bühne einen Tick kleiner. Zudem erschienen Stimmen etwas künstlicher.

So stehen einzigartige Einsatzmöglichkeiten einem recht hohen Preis, nicht ganz einfacher Installation und leichten klanglichen Kompromissen gegenüber. Wer jedoch wegen der hervorzuhebenden Netzwerkmöglichkeit bereit ist, für das drahtlose Dock 150 Euro hinzublättern, der sollte ihm wenigstens noch für 35 Euro den klanglichen Feinschliff mit dem Monster iCable verpassen.

Teufel iTeufel Dock

Obwohl Teufel seit langem als erfolgreicher Lautsprecher-Spezialist gilt, gibt das iTeufel Dock ohne Anlage keinen Ton von sich und kostet trotz kompletter Ausstattung nur 35 Euro - gerade mal so viel wie das Monster- Kabel, welches gemessen an seiner Leistung allerdings auch nicht teuer ist. Der Preishammer aus Berlin macht den iPod rundum glücklich.

Es lädt ihn, regelt über die mitgelieferte Fernbedienung sogar die Lautstärke und gibt Bilder via Cinch oder S-Video aus. Anders als die meisten Mitbewerber verwendet Teufel für Standard-Video keinen AV-Klinkenstecker, sondern montiert eine eigene Cinch- Buchse in den Sockel, was die Flexibilität erhöht. Lediglich die Tonübertragung lässt keine Standard-Kabel zu, weil das Dock den Ton via Mini-Klinke ausgibt.

Klanglich schlug sich das mit Abstand günstigste Docking-Set wirklich wacker, auch wenn es in Dynamik, Auflösung und Punch nicht an den 100 Euro teuren Apple- AV-Anschluss- Kit heranreichte. Immerhin kostet das iTeufel Dock selbst mit einem Monster-Kabel als Ersatz für das beiliegende Einfach- Audio-Kabel noch weniger als direkte Mitbewerber.

Fazit

Jede dieser zehn Lösungen hat in gewisser Hinsicht etwas für sich. Das beste Gesamtpaket schnürt Kensington mit gutem Dock, hochwertigem Kabel und Funkfernbedienung zu einem attraktiven Preis. Das Silex-Set ist toll für Tüftler, Advance Acoustic eine abgefahrene Lösung, Monster ein Muss - es sei denn, man macht gleich den Overkill in Performance und Preis mit Phonosophie.

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