Breitband für unterwegs

Neue Datentarife

Allmählich verbreitet sich die Einsicht, dass der mobile Internetzugang recht nützlich ist. Neue Flatrates und Highspeed-Verbindungen sollen den Anwender locken.

  1. Neue Datentarife
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Breitband für unterwegs

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Breitband für unterwegs

Vor drei Jahren unternahmen zwei Mobilfunkanbieter einen Angriff auf das Festnetzgeschäft der Branchenriesen Telekom und Arcor. O2 startete mit Surf@home, einer Ergänzung zu den Genion-Verträgen, die Handy-Telefonate aus der so genannten Homezone zu Festnetzpreisen ermöglichen. Zusätzlich war man über eine Festnetznummer erreichbar, die vom bisherigen Anschluss übernommen werden konnte. Ein Modem, die so genannte Surf@home-Box, enthielt die SIM-Karte und wurde per USB an den PC angeschlossen.

Die Box stellte die Verbindung zum UMTS-Netz her und ermöglichte damit eine Datenübertragung von maximal 384 kbit/s, was sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit, jedoch nicht einmal der Hälfte eines DSL-1000-Anschlusses entsprach. Die Box funktionierte außerdem als WLAN-Router, sodass auch Pocket PCs und Notebooks die Verbindung nutzen konnten. Das Gesamtpaket kostete mit dem kleinsten Zeittarif für 10 Stunden surfen knapp 20 Euro monatlich sowie 50 bis 100 Euro (je nach Tarif) für das Modem. Außerdem mussten die Grundgebühr für das Handy und sämtliche Gesprächsgebühren hinzugerechnet werden.

Bei Vodafone hieß das Konkurrenzprodukt Zuhause Talk & Web. Hier hatte der Kunde die Wahl zwischen einem Zeit- (60 Stunden) oder einem Volumentarif (5 GByte), die jeweils knapp 17 Euro kosteten. Es kam eine Grundgebühr in gleicher Höhe hinzu sowie eine Grundgebühr von knapp 20 Euro für die Handy-Telefonate. Dafür gab es monatlich 1.000 freie Gesprächsminuten ins nationale Festnetz oder ins Vodafone-Netz. Die Zuhause-Box funktionierte nicht nur als UMTS-/GPRS-Modem und WLAN-Router, sondern bot auch Anschlussmöglichkeiten für Fax und ISDN-Geräte.

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Neue Tarife ermöglichen es, unterwegs grenzenlos zu surfen.

Erfolgreich waren diese Angebote für den Festnetzersatz allerdings nicht. Surf@home und Vodafone Zuhause Talk & Web sind nicht mehr verfügbar. Angesichts der stark gesunkenen Preise auch für breitbandige DSL-Anschlüsse, die zunehmend mit Daten- und Telefonie-Flatrates gekoppelt sind, ist das Thema Festnetzersatz aus dem Blickfeld geraten. Die Mobilfunkprovider haben folglich eigene DSL-Angebote realisiert und bieten diese allein oder in Kombination mit Mobilfunkverträgen an.

Immer interessanter wird dagegen die mobile Internetnutzung auf Notebooks und Smartphones. Nicht nur Geschäfts- sondern auch Privatkunden wollen unterwegs ins Web, unabhängig von lokalen WLAN-Hot-Spots. Für diese Kunden gab es bisher Datenkarten für die PCMCIA-Schnittstelle am Notebook und kostspielige Datentarife, die zeit- oder volumenbasiert abgerechnet werden. Die Karten nutzen GPRS und, soweit verfügbar, UMTS-Netze, die somit keinen besonders flüssigen Datenverkehr erlauben. Außerdem werden schnell happige Zusatzkosten fällig, sobald die Nutzungsgrenzen der Zeit- oder Volumentarife überschritten sind.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche neuen Tarife sich Provider für Notebook-Nutzer einfallen haben lassen...

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