Von der Couch aus ins Netz

Net TV: Fernseher auf Wanderschaft im Internet

Die PCs erobern das Fernsehen, im Gegenzug wandern die TVs nun durchs Internet. Die Hersteller verfolgen dabei ganz unterschiedliche Ansätze. Klar ist nur: Alles muss mithilfe der TV- Fernbedienung funktionieren.

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Eines der großen Schlagworte unserer Zeit ist "Infotainment". Und die Verbindung des Fernsehens mit dem Internet scheint geradezu prädestiniert, Spaß und Information im Alltag zusammenzuführen. Die TV-Hersteller sind der Meinung, dass nun die richtige Zeit für den neuen Fernseher angebrochen ist. Gleich vier Protagonisten gehen nahezu zeitgleich an den Start, um dem TV-Zuschauer fernab von der PC-Atmosphäre den Blick ins World Wide Web zu ermöglichen: Panasonic, Philips, Samsung und Sony.

Wer nun verwundert die Augenbrauen nach oben zieht und ein verächtliches "das hat's doch schon längst gegeben" raunzt, hat gar nicht so unrecht. "Surfstations" versuchten bereits vor Jahren, die Welten zu verbinden, und sind dabei gescheitert. Dennoch gab es sogar damals schon zahlreiche PC- feindliche Anhänger des TV-Internets - und mittlerweile sind die Möglichkeiten deutlich ausgefeilter.

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FullHD-Fernseher können die Internet-Kost dank ihrer hohen Bildpunktzahl viel detaillierter darstellen als frühere Röhrenfernseher. Schrift wird auf diese Weise gut lesbar, Grafiken lassen sich mit zahlreichen Infos bestücken, Fotos sind schärfer. FullHD-Fernseher übertrumpfen mit ihrer Auflösung sogar viele Computermonitore. Außerdem erlauben die größeren TV-Schirme einen entspannten Blickkontakt vom Wohnzimmersessel aus.

Deutlich stärker verbreitet als früher sind auch kostengünstige und leistungsstarke Internet- Zugänge. Dank hoher Datenraten bauen sich die Inhalte heute schnell auf und die Übertragung von Clips oder Filmen ist kein Problem mehr. Kein Wunder, gehen die Kunden mit dem Internet doch schon längst anders um: Die Nutzung hat sich deutlich intensiviert, Spaß statt Arbeitsstress lautet die Devise, und viele attraktive Internetseiten sind hinzugekommen.

Offenes Internet?

Trotz aller Veränderungen kann man aber selbst heute den TV nicht einfach ans Internet anstöpseln und munter lossurfen. Eigentlich möchte man das auch nicht. Denn am Computer sorgen Maus und Tastatur für den reibungslosen Umgang mit dem Netz. Davon will man im Wohnzimmer nichts wissen. So locken die TV-Spezialisten mit dem Versprechen, alle Ausflüge bequem per TV-Fernbedienung zu unternehmen.

Damit das reibungslos klappt, ist es notwendig, die Internet-Angebote entsprechend umzugestalten. In diesem Punkt sehen die Lösungen der TV-Spezialisten sehr unterschiedlich aus. Auch das inhaltliche Angebot variiert deutlich.

Gemeinsam haben alle Ansätze, dass sie den Fernseher nicht verteuern sollen. Obgleich das heiße Feature zum Start nur in der Oberklasse zu finden sein wird. Auf Seite 27 erhalten Sie einen Überblick, welche Geräte-Serien fürs Erste entsprechend ausgestattet sind. Nach und nach wird sich das Angebot vergrößern.

Dasselbe gilt für die Internet-Services der jeweiligen Marke. Diese fallen zu Beginn noch nicht sonderlich üppig aus, sollen aber schon bald wachsen. Philips hat mit 20 Kooperationspartnern derzeit klar die Nase vorn.

Zum komfortablen Fernsehen passend fallen beim ersten Einschalten keine Anmelde-oder Registrierungsprozeduren an. Eine Verbindung zu einem Router wie etwa der Fritz!Box ist dagegen notwendig. Sie erfolgt bei Panasonic und Sony über das bekannte Ethernetkabel, bei Philips je nach Modell auch kabellos per WLAN. Mit Samsung muss man auch nicht unbedingt auf Draht sein, dafür aber 49 Euro für einen optionalen TV-WLAN-Stick berappen.

Panasonic und Philips haben bereits konkrete Konzepte für NetTV ausgearbeitet. Wie die aussehen, lesen Sie auf Seite 2...

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