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Nervige Nachfragen

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Nervige Nachfragen

Eine der Hauptneuheiten unter Vista ist die Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC). Eine gute Idee, die mehr Sicherheit bringt, denn Alltagsarbeiten erledigt man nicht mehr als Administrator, sondern mit eingeschränkten Rechten.

Doch man will natürlich Herr über das eigene System sein und zwar sofort. Sich ausloggen und als Administrator wieder anmelden, ist zu umständlich. UAC verkürzt diesen Weg, indem ein Abfragefenster in den Vordergrund kommt, das man erst explizit bestätigen muss, um Änderungen am System zu machen.

Nervig ist, dass UAC viel zu häufig nachfragt, etwa vier Mal beim Anlegen eines neuen Ordners im Programm-Verzeichnis. Oft wird deshalb diese Funktion einfach über msconfig abgeschaltet, was nicht empfehlenswert ist. Weniger Nachfragen gibt es schon mit dem kürzlich erschienen Service Pack 1, das Sie unbedingt installieren sollten. Das Service Pack 1 installiert Vista über das normale Windows-Update.

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Tipps & Tools für Vista
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Tipp: Das Service Pack 1 macht einiges bei Vista besser; so sollen Kopiervorgänge bei sehr

Pimp my Windows: Benutzerkontensteuerung

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Gute Idee, schlechte Umsetzung: Die Benutzerkontensteuerung fragt zu viel, mit dem Service Pack 1 wird das verbessert.

vielen kleinen Dateien nun deutlich schneller ablaufen. Übermäßig viele Probleme gibt es mit dem Service Pack nicht. Im Gegensatz zu Funktionsmonstern wie dem SP2 von Windows XP ist das SP1 aber auch zahm. Es bringt hauptsächlich Patches mit. Einige Nutzer klagen aber über Probleme bei der Installation. So lässt sich das Pack gar nicht erst installieren, wenn ein nicht kompatibler Treiber im System steckt.

Doch Vista verrät nicht, welcher Treiber das ist. Außerdem berichten manche Anwender von verschwundenen Icons und Störungen der Internetverbindung nach dem Einspielen des SP1. Wer Vorsichtsmaßnahmen ergreift und vor dem Update mit einem Disk Imager eine Sicherungskopie der gesamten Systempartition anlegt, kann aber mit dem SP1 nichts falsch machen.

Hintergrundaktivitäten abschalten

Seit dem Service-Pack 2 für Windows XP schaltet Microsoft die nötigsten Sicherheitsfunktionen vom Start weg ein, etwa automatisch Online-Updates und die Firewall. Das ist eine gute Idee, bei Vista geht die Sicherheit aber einen Schritt zu weit. Wählen Sie bei der Installation die Option Empfohlene Einstellungen verwenden, wird man automatisch Mitglied der Spyware-Community Spynet.

Hintergrund: Es gibt Programme, die das Tool Windows Defender als sauber einstuft und Tools, die als Spyware gelten. Ist nicht klar, ob es sich um Spyware handelt oder nicht, dann zieht Defender seine Online-Community namens Spynet zu Rate. Sprich, wenn die meisten Nutzer ein Tool blocken, dann lautet auch der Rat von Spynet, das Programm zu blocken.

Doch um solche Ratschläge geben zu können, werden im Hintergrund fleißig Daten über das System gesammelt, unter anderem Dateinamen, Hash-Werte, Hersteller, Dateigrößen und Zeitstempel. Damit sollen verdächtige Dateien eindeutig identifiziert werden, um sie mit den Daten anderer User zu vergleichen.

Wer verhindern will, dass im Hintergrund derart an Microsoft-Server Informationen übertragen werden, die dann zur Spyware-Bekämpfung eingesetzt werden, sollte lieber die Option Nur wichtige Updates installieren wählen. Alternativ öffnen Sie über die Systemsteuerung den Windows Defender, wählen Sie Extras und Microsoft SpyNet. Danach klicken Sie auf Microsoft SpyNet jetzt nicht beitreten.

Unübersichtliche Security-Einstellungen

Die Firewall ist vom ersten Vista-Start an eingeschaltet - und das ist gut so. Prüfen Sie trotzdem in der Systemsteuerung unter Sicherheit die genauen Einstellungen über den Menüpunkt Windows-Firewall. Der Firewall-Status muss auf Aktiv stehen. Klicken Sie danach auf den Reiter Ausnahmen.

Dort sind standardmäßig Kernnetzwerk, Netzwerkerkennung und Remoteunterstützung aktiviert. Die ersten beiden sind in Ordnung, die Remoteunterstützung können Sie ausschalten. Ausgehende Verbindungen für einzelne Programme lassen sich über die Microsoft Management Console (MMC) blocken.

Überladenes System

Pimp my Windows: Vista-Dienste

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Aufgebläht: Die Liste der Dienste unter Windows Vista ist wesentlich länger als bei XP.

Die Leistungsversprechen konnte Vista bisher nicht einhalten. Weder legt das System einen Schnellstart hin, noch wacht es schneller aus dem Ruhezustand auf oder startet Anwendungen hurtiger als Windows XP. Kein Wunder, denn kein Windows hatte je so viele Dienste mit an Bord. Mit dem Befehl msconfig begutachten Sie Dienste und Autostart-Einträge.

Hier sollten Sie Vorsicht walten lassen, nicht alle Dienste, die Ihnen auf den ersten Blick nichts sagen, können Sie problemlos abschalten. Ein paar Systembremsen können Sie aber auf jeden Fall lösen: So sind die Terminaldienste nicht nötig, ebenso Jugendschutz (falls Sie keine eingeschränkten Konten für Kinder anlegen wollen), TabletPC-Eingabedienst und Windows-Fehlerberichterstattung unnötig.

Doch Vorsicht: Bevor Sie mit den Diensteinstellungen experimentieren, ist ein System-Backup nötig.

Eingeschränkte Backups

Pimp my Windows: Setup-DVD

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Die Vista-DVD bootet PCs auch bei kaputten Installationen und restauriert das System.

Das Vista-Backup kann nicht viel, aber es reicht, um Dateien zu sichern und sie wiederherzustellen. Wählen Sie in der Systemsteuerung den Punkt System und Wartung und anschließend Sichern und Wiederherstellen. Klicken Sie auf Dateien sichern. Das können Sie mit jeder Vista-Version machen.

Bei allen Versionen außer Home Basic können Sie außerdem auch eine automatische Sicherung einstellen. Wir empfehlen eine tägliche Sicherung für wichtige Daten, am einfachsten auf eine externe Festplatte. Zusätzlich können Sie noch wöchentliche Backups auf DVD brennen.

Nur Vista Business und Ultimate können auch komplette Images von Partitionen sichern. Klicken Sie auf Computer sichern und wählen Sie das Ziellaufwerk aus, etwa eine externe Festplatte. Sollte Ihr Vista-PC einmal nicht mehr starten, booten Sie einfach von der Vista-DVD. Das Komfortable daran: Sie arbeiten auch von DVD in einer Windows-Umgebung. Wählen Sie Deutsch und Weiter.

Tipps & Tools für Vista

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Klicken Sie auf Computerreparaturoptionen und wählen Sie die Vista-Installation aus. Klicken Sie auf Windows Complete PC-Wiederherstellung. Wählen Sie die angelegte Sicherungskopie und spielen Sie das Backup zurück. Für Backups empfehlen wir bewährte Tools wie Acronis True Image () oder Norton Ghost ().

Eine kostenlose Alternative ist die SystemRescue-CD, die ein System mit dem Linux-Programm Partimage sichert (). Diese Tools können teils die Systempartition im laufenden Betrieb sichern, ohne dass Sie Ihre Arbeit unterbrechen müssen.

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