Datenbanken komfortabel im Griff

MySQL-Server verwalten mit phpMyAdmin

Wer seine Homepage mit umfangreicheren Daten bestückt, möchte die Datenbank auch einfach administrieren können. Mit phpMyAdmin lassen sich MySQL-Datenbanken von leichter Hand managen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Open-Source-Software installieren und geben Ihnen Tipps für den gelungen Einstieg.

  1. MySQL-Server verwalten mit phpMyAdmin
  2. Teil 2: MySQL-Server verwalten mit phpMyAdmin
MySQL mit PHP

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MySQL mit PHP

Wer seine Homepage mit umfangreicheren Daten bestückt, möchte die Datenbank auch einfach administrieren können. Mit phpMyAdmin lassen sich MySQL-Datenbanken von leichter Hand managen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Open-Source-Software installieren und geben Ihnen Tipps für den gelungen Einstieg.

MySQL mit PHP

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Professionelle Datenbanken wie MySQL werden heute fast mit jedem Webhosting-Paket angeboten und laufen auch problemlos auf lokalen Rechnern. Doch wer jemals eine größere Datenbank eingerichtet und gepflegt hat, weiß, wie mühsam das händische Management mit den oft recht komplexen SQL-Befehlen ist.

Gleich ein ganzes Bataillion grafischer Tools steht bereit, gestressten Administratoren hier den Arbeitsalltag zu erleichtern. Um die Gunst von MySQL-Admins buhlen vorwiegend Windows-Client-Produkte wie "MySQL Control Center", "MySQL Maestro", "MySQL Service Center", "MyCC" oder "Navicat for MySql". Bei klassischen Hostingpaketen kommt der Anwender mit diesen Tools aber nicht weit - ein direkter Zugriff auf die Datenbanken, beispielsweise per ODBC, ist fast nirgends möglich. Auf Shared-Hosting-Plattformen, wo sich zahlreiche User einen einzigen Datenbankserver teilen, hat das vor allem Sicherheitsgründe.

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Links navigieren, rechts präsentieren/bearbeiten: Die Oberfläche ist übersichtlich und intuitiv.

Unbestrittener Favorit für die Verwaltung von Datenbanken ist aber ohnehin eine PHP-Anwendung, die direkt am Webserver läuft: phpMyAdmin. Das Tool wurde mit einer ganzen Reihe von Auszeichnungen bedacht und hat sich als Kunden-Frontend für MySQLWeb-Datenbanken bei vielen Internet-Providern bewährt. Als PHP-Applikation ist es außerdem in nahezu jeder Betriebssystem-Umgebung lauffähig.

Bedingung für den Einsatz von phpMyAdmin sind ein Webserver mit einer PHP-Scripting-Engine Version 4.1.0 oder höher und eine MySQL-Datenbank, deren Release-Stand nicht niedriger als 3.23.32 sein darf. Ist phpMyAdmin erst einmal installiert, kann jeder vernetzte und browserbestückte Rechner - PDAs und andere mobile Devices eingeschlossen - lokal, im Intranet oder übers Web als MySQL-Verwaltungsfrontend in Aktion treten.

Erste Schritte

phpMyAdmin wird inzwischen von allen besseren Webhostern benutzt und den Kunden zur freien Nutzung angeboten. Die Einrichtung und Konfiguration entfällt damit. Um bei den großen Hostern mit phpMyAdmin arbeiten zu können, lassen Sie sich nach dem Einloggen in den Kundenbereich über Menüpunkte wie "Einstellungen" und "Datenbankverwaltung" Ihre angelegten Datenbanken anzeigen und aktivieren einen Datenbank-Manager.

Legen Sie eine neue Datenbank an, wird der Datenbank-Manager für diese Datenbank automatisch aktiviert. Es öffnet sich dann ein Fenster, in dem Sie Ihre Datenbank mit phpMyAdmin verwalten können. Wenn kein vorinstalliertes phpMyAdmin zur Verfügung steht, kann das Tool leicht selbst installiert werden. Der Kasten "phpMyAdmin einrichten" gibt hierfür die wichtigsten Informationen.

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Links navigieren, rechts präsentieren/bearbeiten: Die Oberfläche ist übersichtlich und intuitiv.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie phpMyAdmin über eine vorinstallierte Webhoster-Version verwenden, sieht das Tool anders aus, als wenn Sie es selbst auf dem Desktop oder dem Webserver installieren. So hat bei einer vorinstallierten Webhoster-Version die Arbeitsfläche merklich weniger Symbole und Auswahlmöglichkeiten als wenn Sie Root-Rechte haben: phypMyAdmin blendet aus, was ohnehin verboten ist.

Beispiel Kunden-Datenbank

Wer phpMyAdmin im Browser aufruft, dem präsentiert sich eine aufgeräumte, intuitiv handhabbare HTML-Oberfläche. In ihrer linken Hälfte liegt der Navigationsbereich. Der Administrator kann dort per Objektauswahl durch Datenbanken, Tabellen und Felder manövrieren. Die rechte Fensterhälfte ist für die Datenausgabe und das Anstoßen von Operationen reserviert. Hier erzeugt, modifiziert oder eliminiert man Datenbanken, Tabellen und Felder. Hier werden Datensätze eingefügt, verändert oder gelöscht.

Als ersten Einstieg wollen wir mit phpMy Admin eine einfache Kundentabelle anlegen. Dazu legen wir zunächst eine Datenbank an, die aus mehreren Tabellen bestehen kann. Je nach phpMyAdmin-Version und zugrunde liegenden Rechten kann sich dieser Vorgang leicht unterscheiden. Wenn Sie als Administrator angemeldet sind, haben Sie ein Feld, mit dem Sie eine neue Datenbank anlegen können. Legen Sie hier die neue Datenbank mit einem frei wählbaren Namen an.

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Nachdem die Datentabelle definiert ist, präsentiert phpMyAdmin die Struktur samt SQL-Befehl.

Als Nächstes legen wir die Kundentabelle an. Dazu müssen wir als Erstes im Menü links die neu erstellte Datenbank auswählen. Dann erscheint ein Feld zum Anlegen einer neuen Tabelle. In dieses Feld geben wir als Namen "kunden" und als Anzahl der Spalten "7" an.

Verwaltung per Mausklick

Im nächsten Schritt definieren Sie die Felder der Tabelle genauer. Feldnamen, Feldtypen und Attribute können Sie dem Screenshot unten entnehmen. Nach dem Klick auf "Speichern" zeigt phpMyAdmin die festgelegte Struktur an. Links oben sehen Sie das SQL-Statement, das wir benötigt hätten, um die Tabelle manuell anzulegen.

Dieses Beispiel zeigt bereits: phpMyAdmin ist darauf ausgelegt, fast alle Datenbank-Verwaltungsjobs zur Sache einiger weniger Mausklicks zu machen. Nach dem Ausführen einer jeden Operation zeigt dann phpMyAdmin das zum Server geschickte SQL-Kommando an und blendet auch kontextbezogene Hinweistexte ein.

Ganz nebenher lässt sich die GUI so als Lernsoftware nutzen. Wer auf die SQL-Ausgaben keinen Wert legt, kann in der zentralen Konfigurationdatei "config.inc.php" die beiden Variablen "$cfg['ShowSQL']" beziehungsweise "$cfg['ShowTooltip']" auf FALSE setzen.

Daten einfügen und abfragen

Und weiter geht's mit unserer kleinen Datenbank. Eine Tabelle sollte normalerweise einen Primärschlüssel enthalten, der jeden Datensatz eindeutig repräsentiert. Der Primärschlüssel ist später wichtig für die Identifikation eines Datensatzes und für bessere Performance. Als Primärschlüssel eignet sich hier die Kundennummer, die Sie in der Zeile "Kunummer" durch Klick auf das Icon unter "Aktion" aktivieren.

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Im Editor können Feldnamen bequem in SQL-Befehle eingefügt werden.

Auch hier sehen Sie wieder den entsprechenden SQL-Befehl. Je nachdem, welches Feld häufig für Suchanfragen genutzt wird, sollte zudem ein Index darauf gelegt werden, im Beispiel käme dafür der Nachname in Frage, der sich sehr gut für solche Zwecke eignet. Den Index wählen Sie ebenfalls im Icon unter "Aktion".

Nun können Sie in Ihre Tabelle Daten einpflegen. Das geht zum Beispiel über den Reiter "Einfügen". Die Oberfläche bietet Raum zum Anlegen von zwei Datensätzen, also zwei Kunden. Der Parameter "$cfg['InsertRows']" bestimmt diese Anzahl und ist üblicherweise auf "2" gesetzt.

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Beim Anzeigen von Daten kann automatisch PHPCode erzeugt werden.

Die Anzeige der Daten kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, beispielsweise durch Klick auf die kleine Schaltfläche neben jeder Tabelle im linken Bedienbereich oder aber durch das Anklicken des Tabellenreiters "Anzeigen". Die gezielte Abfrage von Datensätzen erfolgt aber über den Menüpunkt "Suche".

Bei den Ergebnissen im Anzeigen-Modus wird als Erstes wieder die ausgeführte SQL-Abfrage eingeblendet. Darunter befinden sich einige Links, die einige interessante, zusätzliche Optionen bieten.

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