Der Zensur ein Schnippchen schlagen

Musik hören mit Pandora

Die Zensur ist auf dem Vormarsch: China sperrt den Zugriff auf politisch nicht genehme Webseiten, arabische Staaten haben Probleme mit Pornografie und Amerika schottet Web-Services ab, die Musik und Filme streamen. Der Surfer ist aber nicht wehrlos.

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Pandora () zählt zu den weltweit beliebtesten Musikempfehlungsdiensten. Das Funktionsprinzip begeisterte Millionen von Nutzern, darunter natürlich auch deutsche Surfer. Damit ist es aber seit letztem Jahr vorbei. Wer heute aufruft, wird sofort als Internetnutzer identifiziert, der nicht aus den USA stammt, und mit einer Hinweismeldung abgewiesen ().

Anhand welcher Kriterien dies ermitteltwird, ist ebenfalls klar - die IP-Adresse verrät es. Der entscheidende Satz lautet: We believe that you are in Germany (your IP address appears to be 87.152.142.168). Wie Hulu.com setzen auch die Betreiber des Online-Musikservices auf die so genannte Geo-IP-Filterung.

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Als Pandora vor acht Jahren ans Netz ging, galt der Musikempfehlungsdienst als ganz netter Service, den jeder Surfer zumindest einmal gesehen haben sollte. Dabei hat Pandora einen wissenschaftlichen Hintergrund, der sich im Beinamen "Music Genome Project" manifestiert. Und die Parallelen zum "Human Genome Project" enden nicht bei der Bezeichnung.

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Pandora ist eine Mischung aus Internetradiosender und Musikempfehlungsdienst, der für die Nutzung außerhalb der USA gesperrt ist.

Denn so, wie es Ziel des "Human Genome Projects" war, das menschliche Erbgut vollständig zu entschlüsseln, versucht das "Music Genome Project", Musikstücke zu analysieren, mithilfe verschiedener Attribute, unter anderem Melodie, Rhythmus und Songtexte zu beschreiben, und somit - auch für Maschinen - vergleichbar zu machen.

In der Praxis funktionierte dies meist sehr gut. Der Besucher legte einen neuen Radiosender ("New Station") an, indem er den Namen eines Interpreten, eines Songs oder eines Komponisten eingab. Von diesem Referenzwert ausgehend schlug Pandora Songs vor, deren "musikalische Gene" ähnlich waren.

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Hotspot Shield 1.04 baut eine sichere Verbindung zu einem VPN-Server auf, sodass Sie fortan unter einer anderen IP-Adresse - im Beispiel 10.180.160.12 - im Web unterwegs sind.

In der Praxis hat die oben beschriebene Geo-IP-Filterung einen entscheidenden Nachteil: Das Verfahren erkennt nicht, ob die Verbindung zwischen Computer und Pandora auf direktem Wege erfolgt oder ob ein weiterer Server dazwischengeschaltet ist. Somit gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, um die Geo-IP-Sperre zu umgehen.

Sie können auf das beliebte Anonymisierungs-Netzwerk Tor () zurückgreifen oder das bewährte Tool Hotspot Shield 1.04 () verwenden. In der Praxis zeigt sich, dass die letztgenannte Methode, die unter Windows XP und Vista funktioniert, zu bevorzugen ist.

Zum einen ist die Einrichtung des werbefinanzierten Programms sehr einfach. Und zum anderen ist die Übertragungsgeschwindigkeit zufrieden stellend. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bereits eingerichtete Benutzerkonten, nach wie vor aktiv sind.

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