Sommer, Sonne, Strandmusik

Musik auf dem Handy

Mobiltelefone sind inzwischen richtig musikalisch, warum also extra einen MP3-Player kaufen? Wir zeigen Ihnen coole MP3-Handys, das passende Zubehör und angesagte Musik-Shops im Internet - einfach perfekte Begleiter für den Strand.

Musik auf dem Handy

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Musik auf dem Handy

Zuerst haben die Handys den Digitalkameraherstellern das Leben schwer gemacht. Inzwischen gibt es fast kein Mobiltelefon mehr ohne Digicam. Und jetzt räumen die Handys mit den MP3-Playern auf. Fast jedes neue Handy kann mit digitaler Musik umgehen. Einige akzeptieren sogar Songs mit Kopierschutz. Und mit der steigenden Geschwindigkeit mobiler Datenverbindungen laden sich viele Jugendliche ihre Musik direkt aus dem Internet aufs Handy herunter. HSDPA in der dritten Ausbaustufe bietet satte 7,2 Mbit pro Sekunde! Aber Vorsicht: Ohne den passenden Datentarif kann das fürchterlich teuer werden. Auch im Ausland raten wir von Downloads ab, denn mit Roaming-Gebühren kostet ein MByte schnell 30 Euro.

Trendsetter

Einer der ersten Hersteller, der den Trend "Musikhören mit dem Handy" erkannt hat, war Sony Ericsson. Schon vor drei Jahren hat das Unternehmen das erste Walkman-Handy herausgebracht. Bis heute sind die Geräte für ihre Musik-Features bekannt. Sie haben gute Lautsprecher, die selbst mit hoher Lautstärke noch prima klingen. Die Bässe sind tief und die Höhen nicht schrill. Somit sind alle Modelle der W-Reihe ein guter Partner für "Gedudel" am Strand und unterwegs. Aber auch andere Handy-Hersteller schlafen nicht. Nokia hat schon einen eigenen Musikdienst ins Leben gerufen und Samsung bietet für viele Handys kabellose Stereo- Kopfhörer an. Auch der Siegeszug des iPhone hat etwas mit dessen musikalischen Qualitäten zu tun. Der iPod ist heute mit einem Marktanteil von über 50 Prozent der erfolgreichste MP3-Player der Welt, und das gezwungenermaßen dazugehörige iTunes ist somit automatisch der größte elektronische Vertriebsweg für digitale Musik. Was lag also näher, als iPod und Handy zum iPhone zusammenzuführen? Früher haben die Fans Cover gesammelt und sie beim Hören stundenlang betrachtet. Heute tröpfeln ganze Alben legal oder illegal per Datenleitung auf den PC, das passende digitale Cover ist gleich dabei. Menschen haben tonnenweise Musik auf ihren Rechnern gespeichert und wollen diese auch unterwegs genießen. Auf den Punkt gebracht: Unsere Art zu konsumieren, hat sich geändert, und somit auch die Anforderungen an Abspielgeräte. So müssen moderne Handys mit ID-Tags umgehen können. Diese bieten weitergehende Informationen zu einem Musikstück. So kann der Dateiname nur "Song.mp3" lauten, im ID-Tag sind jedoch Interpret, Album, Erscheinungsjahr, Musikrichtung und viele weitere Infos korrekt verzeichnet. Genau diese Tags nutzen die MP3-Handys, iTunes und alle anderen Download-Portale dieser Welt. Nach ihnen wird sortiert und abgespielt, kopiert und archiviert. Die ersten Handy-Modelle, die diese Tags lesen konnten, wurden bestaunt. Heute ist dieser Umstand ein Standard-Feature, das Handy-affine Jugendliche voraussetzen.

Zubehör en masse

Der Trend, Musik mit dem Handy zu hören, ist da, und die Hersteller setzen alles auf das Zubehörgeschäft. Kabellose Lautsprecher, die sich per Bluetooth mit dem Handy verbinden, Headsets, Sonnenbrillen mit Kopfhörern und große Soundreceiver für das Wohnzimmer, die per Bluetooth die Musik vom Handy abspielen: Das Portfolio ist groß und wächst und die Zahlen der MP3-Player, die kein Telefon mehr haben, sind rückläufig. Kein Wunder, einige Funker kommen sogar mit kopiergeschützter Musik zurecht, die letzte Bastion der MP3-Spieler ist also am Bröckeln. Diesen Umschwung können nicht alle verkraften. So wurde der O2-Musikdienst zum 31.03.2008 eingestellt und auch Sonys Connect-Store ist offline. Ein weiterer Trend: Viele Musik-Stores verzichten online auf einen Kopierschutz. Dazu zählen iTunes und Amazon, bisher nur in den USA. Durch den Wegfall von Kopierschutzmechanismen kommen noch mehr Mobiltelefone mit den Produkten aus den digitalen Plattenläden zurecht. sh

Sony Ericsson MPS-100, MBS-200 und MBS-400

Lautsprecher für Sony Ericssons "Walkman-Handys" Neue "Walkman-Handys" brauchen auch neues Zubehör: Aus diesem Grund launcht Sony Ericsson die Lautsprecher-Modelle MPS-100, MBS-200 und MBS-400. Das Einsteigermodell MPS-100 wird über ein Kabel mit dem Handy verbunden. Es lässt sich allerdings auch mit anderen Geräten koppeln. Die Stromversorgung erfolgt über den Akku des Handys. Ganz ohne Strippen geht das mit dem MBS-200. Hier kommt Bluetooth zum Einsatz. Da Bluetooth 2.0 EDR auch Stereo-Sound übertragen kann, gibt es die MBS-400. Das Set ist eine Kombination aus zwei MBS-200 und kann dadurch den Sound getrennt links und rechts ausgeben. Die Lautsprecher kommen ebenfalls im 4. Quartal 2008 auf den Markt und kosten 44,90 Euro (MPS-100), 79 Euro (MBS-200) und 109 Euro (MBS-400). sonyericsson.com

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Von Sony Ericsson gibt es schicke Lautsprecher für unterwegs.

Sony Ericsson W902

Neues "Walkman-Handy" Das W902 ist nur 12 mm schmal und hat satte 8 GByte Speicher verbaut. Andere Handys müssen fast immer über eine Memory-Card aufgerüstet werden, um so viel Speicher zu besitzen. Die Musikqualität wurde laut Sony Ericsson durch eine spezielle Technik aufgewertet. Der Stereosound soll besser und der Bass markanter sein. Auch die Kamera kann sich sehen lassen: fünf Megapixel, Autofokus, 16-fach Digitalzoom. Aufnahmen lassen sich auf dem 2,2-Zoll-Display ansehen, das kratzresistent sein soll. Das Quadband-Telefon surft im Internet über GPRS, EDGE oder UMTS mit HSDPA-Turbo. Es soll im 4. Quartal 2008 in drei Farbvarianten auf den Markt kommen, für 499 Euro ohne Vertrag. sonyericsson.com

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Mit einem internen Speicher von 8 GByte bietet das W902 viel Platz für Musik.

Sennheiser MX W1

Drahtloser Stereogenuss Sennheisers Kopfhörer MX W1 empfangen getrennt voneinander Musik vom zugehörigen Sender. Damit stört wirklich kein einziges Kabel mehr, denn der Sender passt an jedes Gerät mit 3,5-mm-Klinkenausgang. Das Stereoheadset überträgt Audio mit einer speziellen Technik, bei der es keine Verluste durch Komprimieren geben soll. Mehr Musikvergnügen bietet die Erweiterung. Ein Sender kann bis zu zwei MX-W1-Ohrhörer versorgen. Das Stereo-Headset ist bereits verfügbar und kostet 399 Euro. sennheiser.com

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Musik ganz ohne Kabelsalat: die Kopfhörer MX W1.

Mirko Schenk Mortplayer

Der bessere Mediaplayer Der kostenlose Mortplayer für alle Windows- Mobile-Betriebssysteme gehört zur besten Musikwiedergabe-Software, die im Web verfügbar ist. Er ist rund ein MByte groß und verdrängt den mobilen Media Player schnell. Natürlich spielt der Mortplayer Musik in allen wichtigen Formaten ab, kann aber auch mit Playlisten umgehen. Damit sind Hörbücher immer in der richtige Reihenfolge. Auf dem Handy-Display zeigt der Player den ID3-Tag der MP3-Datei an, und optisch passen Skins die Oberfläche dem eigenen Geschmack an. Ist das Handy online, kann der Mortplayer sogar Internetradio wiedergeben. Der Vorteil gegenüber normalen FM-Radios ist enorm: Keine oder wenig nervige Werbung und oftmals keine Moderatoren - Musikgenuss pur. Als Quelle dient dem Mortplayer dabei die Shoutcast-Datenbank für Internetradio. Audiotracks wertet der Player mit einem Equalizer auf, und er kann mit frei belegbaren Tasten arbeiten. Weitere nützliche Features: ein Wecker und Sleep-Timer mit umfangreichen Funktionen. Hier schwächelt Windows Mobile ohne Zusatzsoftware nämlich leider immer noch.

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Der kostenlose Mortplayer ist der ideale Ersatz für den Media-Player von Windows Mobile.

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