Multimedia: Die nächste Generation

Media Center mit HDTV und Internet-Fernsehen

Das Windows 7 Media Center mausert sich: Nun gibt es nicht nur HDTV via Satellit, sondern auch noch Internet-Fernsehen. Und mit den passenden Add-ins geht noch viel mehr.

  1. Media Center mit HDTV und Internet-Fernsehen
  2. Das IP-TV-Angebot
  3. Add-ins und Tools für WMC
  4. WebGuide
  5. MSN Video
pc, fernseher, media center

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Das Windows Media Center spielte lange Zeit eher eine Nebenrolle. Der erste Versuch, Windows-Rechner mit der XP Media Center Edition (MCE) ins Wohnzimmer zu bringen, scheiterte eher kläglich. Auch Intels Viiv und AMDs Live! konnten an der Tatsache wenig ändern, dass nur eingefleischte PC-Freaks einen Rechner im Wohnzimmer haben wollten.

Dazu kam, dass die MCE und anfangs auch das in Vista integrierte Media Center mit digitalen Sat-Karten nicht zurecht kamen und auch die Media-Center-PCs bei Leistungsaufnahme, Lautstärke und Zuverlässigkeit nicht mit Consumer-Electronics-Geräten konkurrieren konnten.

Hier ändert sich gerade einiges: Viele Anwender sind mit dem, was ihnen das TV-Programm liefert, nicht mehr zufrieden. Sie wollen auch auf Internet-Angebote zugreifen, und zwar ohne Einschränkungen. Und sie wollen digtale Medien in allen möglichen Formaten auf ihren Fernseher bringen.

Und das ist mit TV-Geräten oder Settop-Boxen nicht möglich. Denn der Internet-Zugriff beschränkt sich meist nur auf vom Hersteller oder Anbietern wie Yahoo bereitgestellte Widgets und auch bei der Medienwiedergabe hat man schlechte Karten bei Formaten wie etwa MKV. Der PC hat damit keine Probleme und findet so doch noch einen Platz im Wohnzimmer.

Media Center mit HDTV

atom, hardware

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Die Leistung eines Atom reicht für das Media Center aus, stärkere CPUs wie der Athlon II X2 bieten aber mehr Reserven für Plug-ins.

Bereits mit den gehobenen Versionen von Windows Vista ist das Media Center ein Bestandteil des Betriebssystems geworden. Bei Windows 7 ist das so geblieben: Ab Windows 7 Home Premium ist das Media Center mit dabei. Daher genügt der Einbau einer TV-Karte, um den PC in einen TV-Empfänger und einen digitalen Videorekorder zu verwandeln. Mit aktuellen DVB-S2-Karten, mehr zu HDTV finden Sie in HDTV-Empfang mit dem PC, kann der Windows-7-PC die öffentlich-rechtlichen Programme ARD, ZDF und Arte auch in HD-Auflösung empfangen.

Ist ein CI-Modul und eine passende Smartcard vorhanden, können auch Privatsender oder verschlüsselte Kanäle wie ORF in HD empfangen werden. Schlechte Karten hat man dagegen bei den HD-Kanälen von RTL, Pro Sieben, Vox, Sat.1 und Kabel Eins. Denn bei dem hier von Astra angebotenen Programmpaket HD+ wird CI-Plus als Zugangssystem eingesetzt, das nur von neuen HDTV-Receivern oder TV-Geräten unterstützt wird.

Ob es jemals CI-Plus-Module für TV-Karten geben wird, ist ungewiss. Bei CI-Plus muss der komplette Signalverlauf gegen Zugriffe von außen geschützt werden. Technisch ist das zwar kein großes Problem, da Microsoft in den USA die ebenfalls durch DRM geschützten CableCARDs unterstützt und hier mit der Protected Broadcast Driver Architecture (PBDA) einen geschlossenen Signalweg bietet.

Aber in Europa müsste sich Microsoft erst einmal mit Astra einigen und dann müssten entsprechende Karten auf den Markt kommen. Im Oktober sollen Legacy-Smartcards für herkömmliche CI-Module erscheinen.

Grundsätzlich stellt sich auch die Frage, ob für CI-Plus-fähige Karten überhaupt eine große Nachfrage bestehen würde, da die Sender bei ihren HD+-Angeboten auf ein äußerst restriktives DRM setzen, das Aufnahmen blockiert und die Timeshift-Funktion einschränkt. Zudem wird das HD+-Paket nach Ablauf von zwölf Monaten kostenpflichtig.

Digitales Kabel wird nativ durch das Windows Media Center nicht unterstützt. Hier kann man sich aber mit der 20-Euro-Zusatz-Software DVBLink TV-Source behelfen (www.dvblogic.com). Voraussetzung für DVB-C ist eine Karte mit CI-Modul, da über das digitale Kabel normalerweise verschlüsselt ausgestrahlt wird.

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