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Von Blog-Software zum CMS Multiblog-Funktionalität

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Individuelle Menüs können nun ganz leicht selbst erstellt werden.
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© Olivia Adler, Daniela Schrank
Individuelle Menüs können nun ganz leicht selbst erstellt werden.

Nach Klick auf diesen Menüpunkt folgt zunächst die Aufforderung, alle Plugins zu deaktivieren, sofern welche aktiv sind. Vorher ist eine Installation nicht möglich. Sobald die Plugins deaktiviert sind, erscheint nach Anklicken des Menüpunkts Blog-Netzwerk ein Installationsbildschirm mit Informationen und Empfehlungen zur Verzeichnisstruktur.

Falls WordPress in einem Unterverzeichnis oder auf localhost installiert ist, können weitere Blogs nur in Unterverzeichnissen des aktuellen Blogs angelegt werden. Außerdem gibt es hier ein Eingabefeld für den Namen des Blognetzwerks und die Mailadresse des Netzwerkadministrators. Diese Einstellungen lassen sich später noch ändern. Mit einem Klick auf Jetzt installieren wird die Installation gestartet.

Im nächsten Bildschirm werden dann die Daten angegeben, mit denen die Konfigurationsdateien wp-config.php und .htaccess aktualisiert werden müssen. Es wird dringend empfohlen, vorher ein Backup dieser Dateien anzulegen.

Die Einträge in der wp-config.php lauten:

define( 'MULTISITE', true ); define( 'SUBDOMAIN_INSTALL', false ); $base = '/wp30/'; define( 'DOMAIN_CURRENT_SITE', 'localhost' ); define( 'PATH_CURRENT_SITE', '/wp30/' ); define( 'SITE_ID_CURRENT_SITE', 1 ); define( 'BLOG_ID_CURRENT_SITE', 1 ); /* That's all, stop editing! Happy blogging. */



WordPress prüft hier unter anderem, ob in der wp-config.php schon die neuen zusätzlichen vier Sicherheitsschlüssel hinterlegt sind. Sollte das nicht der Fall sein, weil von einer älteren Version aktualisiert wurde und nicht neu installiert, werden gleich die nötigen Schlüssel angeboten, die nur noch in die wp-config.php eingetragen werden müssen.

Die Einträge in der .htaccess lauten:

RewriteEngine On RewriteBase /wp30/ RewriteRule ^index\.php$ - [L] # uploaded files RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/)?files/ (.+) wp-includes/ms-files.php?file=$2 [L] # add a trailing slash to /wp-admin RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/) ?wp-admin$ $1wp-admin/ [R=301,L] RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} -f [OR] RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} -d RewriteRule ^ - [L] RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/)? (wp-(content|admin|includes).*) $2 [L] RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/) ?(.*\.php)$ $2 [L] RewriteRule . index.php [L]



Wenn die Systemdateien aktualisiert sind, muss man sich beim Aufrufen des Dashboards neu anmelden. Danach gibt es im Dashboard links ganz oben einen neuen Hauptmenüpunkt Blog- Netzwerk, über den nun Unterblogs angelegt und verwaltet werden können.

Außerdem gibt es im Menüpunkt Dashboard auch den neuen Menüpunkt Meine Blogs.

Um ein neues Blog im Blog-Netzwerk anzulegen, klicken Sie auf Blog-Netzwerk/Blogs. Im folgenden Dialog geben Sie Blog-Adresse, Blogtitel und Administrator-E-Mail- Adresse an. Falls noch kein Benutzer mit dieser E-Mail-Adresse vorhanden ist, wird nun ein neuer Benutzer angelegt. Benutzername und Passwort werden an die angegebene E-Mail-Adresse gesendet.

Das Dashboard für dieses neue Blog lässt sich entweder durch die Blog-URL und ein angehängtes /wp-admin/ erreichen (genau wie bei der separaten Installation in einem Unterverzeichnis) oder alternativ über das Blog-Netzwerk und den Menüpunkt Administrationsbereich, der angezeigt wird, wenn man in der Liste der angelegten Blogs mit der Maus über den jeweiligen Eintrag fährt.

Unter Blog-Netzwerk – Einstellungen können Sie globale Einstellungen für das Blognetzwerk machen, beispielsweise welches das Dashboard-Blog ist, dem Benutzer ohne eigenes Blog automatisch hinzugefügt werden (wird hier nichts eingetragen, wird das Hauptblog als Standard verwendet), welcher Newsfeed im Dashboard-Blog angezeigt werden soll, ob Benutzer selbst Blogs anlegen und sich registrieren können, Blog-Administratoren selbst neue Benutzer anlegen können, welche Blogadressen verboten sind, Einschränkungen für E-Mail-Domains (beispielsweise dass nur Benutzer einer bestimmten Maildomäne sich registrieren können), die Standard- Willkommens-E-Mail, den Standard- Artikel, der als Erster angelegt wird, den ersten Kommentar, Upload-Einstellungen einschließlich erlaubter Dateitypen, Blog- Speicherplatz, Standardsprache (Tipp: gleich auf German stellen, noch bevor das erste Unterblog angelegt wird, wenn man nicht durch englischsprachige Dashboards in den Unterblogs verwirrt werden will) und Menüeinstellungen für Plugins.

Auch über Dashboard – Meine Blogs lassen sich die einzelnen Blogs an anzeigen und verwalten. Wer schon ein Blog auf wordpress.com hat und vielleicht auch Gastzugang in anderen Blogs, wird sich da schnell zurechtfinden.

Einer eigenen Blog-Community wie auf wordpress.com steht so nichts mehr im Weg, ob nun im Intranet oder im Internet. Aber auch für den Aufbau eines Themenportals mit themenbezogenen Unterblogs eignet sich die Multiblog-Funktionalität von WordPress ausgezeichnet.

Rückgängig machen ließ sich das Ganze im Test, indem die Systemdateien .htaccess und wp-config.php durch die vorherigen Versionen ersetzt wurden.

Damit sind wir auch schon am Ende unseres Schnelldurchlaufs durch die wichtigsten Neuerungen in WordPress 3.0 angekommen. Die bedeutsamste Neuerung dürfte sicherlich die Implementierung von Word- Press MU sein und viele aufatmen lassen, die auf einem Webspace viele Blogs laufen lassen wollen und nun nur noch einmal ein Update machen müssen, wenn eine neue Version kommt.

Dennoch gilt auch hier wieder der Rat: Backup machen und erst ausgiebig testen, bevor es an den Live-Server geht.

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