Multimedia: Die nächste Generation

MSN Video

Internetdienste im Medie Center

Neben dem schon erwähnten MSN Video oder den Mediatheken von ZDF, NTV sowie des Schweizer Fernsehens bietet das Media Center noch weitere Möglichkeiten, an Videos oder Musik aus dem Internet zu kommen.

Bereits in der Online-Galerie vorhanden sind etwa das Webradio-Pug-in More Radio 2008 oder die Online-Videothek Maxdome.

Weitere Internetdienste lassen sich nachrüsten. Mit MacroTube kann man Videos auf YouTube, Dailymotion und der MSN Soapbox abspielen. Die Bedienung funktioniert einfach mit der Fernbedienung und auch eine Suchfunktion ist vorhanden.

Die deutsche Freeware TV Buddy greift zwar auch auf Youtube zu, allerdings im Kontext zu einer aktuellen oder aufgenommenen TV-Sendung. Zusätzlich sucht das Programm nach Infos zur Sendung in Wikipedia oder passenden Angeboten auf Amazon. Allerdings ist die Oberfläche der Beta-Software nicht an das Mediacenter angepasst.

Eine weitere Möglichkeit, an Internet-Videos zu kommen, ist der Open-Source-Player Miro 3, der in seinem eigenen Guide mehr als 7000 Video-Kanäle auflistet. Zwar existiert kein MCE-Plug-in für Miro, mit dem Media Center Studio (www.adventmediacenter.com) kann man es aber immerhin aus dem Media Center heraus aufrufen. Mit Media Center Studio kann man zudem das Startmenü des Media Centers editieren, eigene Strips anlegen und die Optik durch Themes verändern.

Perfektes Gespann: Windows Media Center und Home Server

image.jpg

© PC Magazin

Das im Power Pack 3 für den Windows Home Server enthaltene MCE-Plug-in TV-Archiv kopiert aufgenommene Sendungen auf den Home Server. Auf Wunsch auch in Formaten für Mobilgeräte.

Einen eigenen Home Server Connector für das Media Center gab es schon mit dem Power Pack 2, das PP3 bringt einen Connector und zusätzliche Media-Center-Plug-ins: Eine spezielle Home Server Konsole für die Media-Center-Oberfläche und vor allem das TV Archiv. Mit dieser Funktion kann man Aufnahmen manuell und automatisch auf den Home Server verschieben - und das nicht nur im originalen Format, sondern auch als WMVs mit niedrigeren Auflösungen für Windows Mobile und Zune.

  • Vail: Der kommende Home Server

Die nächste Generation auf Basis des Windows Server 2008 R2 ist für Media-Center-Nutzer vor allem durch die Media-Streaming-Funktion interessant, die auf Silverlight basiert. Nun fehlt nur noch ein Home-Server-Add-in, mit dem man einen Media-Center-PC steuern kann.

7000 Video-Kanäle für lau: Miro Media Player

image.jpg

© PC Magazin

Feed-Füttern: Miro hat einige Beispiele für Videofeeds integriert. Weitere Feeds lassen sich leicht einbinden.

Der Miro Media Player ist ein kostenloses Programm für Peer-to-Peer-TV (P2PTV). Über das Peer-to-Peer-Netz stellen alle Teilnehmer die empfangenen Video-Streams zugleich anderen Nutzern bereit.

Ähnlich Apple iTunes kann der Miro Media Player Videos und Audios abonnieren und automatisch herunterladen sowie in Playlists verwalten. Der Miro Media Player wurde von der Participatory Culture Foundation entwickelt.

Das Bedienkonzept von Miro erinnert an "echte" EPGs für Fernsehkanäle mit einer eingebauten Programmübersicht, dem Miro-Programmführer. Über einen Suchbegriff findet Miro Clips in Plattformen wie Youtube. Die blitzschnell angezeigten Treffer erscheinen in einer übersichtlichen Liste mit einem Vorschaubild und einer Textbeschreibung. Mit einem Doppelklick starten Sie den Download.

image.jpg

© PC Magazin

Videos findet der Miro Media Player 3.01 blitzschnell in neun Portalen, darunter Youtube.

Dieser dauerte im Test unterschiedlich lange für ähnlich große Dateien. In der Standardeinstellung löscht Miro heruntergeladene Dateien nach fünf Tagen. In der Praxis funktionierte das Abonnement von Podcasts auch dann, wenn Miro eine anders lautende Fehlermeldung ("nicht kompatibel") ausgegeben hatte.

Zum Abspielen der Clips lässt sich der Vollbildmodus einschalten.

Praktisch ist die Möglichkeit, Suchbegriff-Kombinationen als Kanal ("Channel") zu speichern. Sind neue Audio-Dateien oder Videos erhältlich, auf die diese Suchbegriffe passen, lassen sie sich damit ohne erneute mühsame Suche beziehen.

Ärgerlich ist, dass die deutsche Version des Miro Media Players immer wieder teilweise englischsprachige Texte enthält. Auch viele der sehr vielfältigen und hilfreichen Tutorials sind auf Englisch.

image.jpg

© PC Magazin

Die Tutorials, im Beispiel für Video-Podcasts, sind noch nicht alle übersetzt.

Der Miro Media Player läuft auf allen gängigen Windows-Betriebssystemen, aber auch unter Mac OS und unter Linux. Zu den unterstützten Dateiformate zählen AVI, MOV, DivX, Flash, MPEG/H264, Windows Media Video und Xvid. Der Miro Media Player verwendet einen RSS-Reader sowie einen BitTorrent-Client auf Basis von libtorrent. Im Miro Guide sind über 7000 Video-Kanäle in verschiedenen Kategorien gelistet.

Die Zahl der in den jeweiligen Landessprachen bereitgestellten Video-Podcasts schwankt stark: Zum Redaktionsschluss meldete der Miro Guide über die Option Videos by Language 386 Shows in Deutsch, 4819 Shows in Englisch und 11 in Griechisch.

Audio Feeds gibt es noch weniger in Miro: Für englische Audio-Podcasts sind gerade mal 1237 Audio Feeds vorhanden.

Mehr zum Thema

Gimp,Tricks,Bilderbearbeitung,Tipps,Tutorial
Photoshop-Alternative

Die freie Bildbearbeitung Gimp hat in der neuesten Version mächtig an Bedienkomfort gewonnen. Farben, Kontrast, Ausschnitt und Schärfe sind damit im…
Gimp kreativ erweitert
Photoshop-Alternative

Gimp ist kostenlos und eine gute Photoshop-Alternative. Mit diesen 5 Plug-ins lässt sich die Open-Source-Software sinnvoll erweitern.
Photoshop-Alternativen (Symbolbild)
Photoshop-Alternativen

Für Privatanwender muss es nicht immer das teure Adobe Photoshop sein. Wir stellen kostenlose Alternativen für PC und Mac vor.
Filme auf PC
Anleitung

Ob Stream, Video-DVD oder Blu-ray - mit den passenden Tools lassen sich Filme im Handumdrehen kopieren. Wir zeigen, wie.
Any Video Recorder
Anleitung

Wir zeigen in dieser Anleitung, wie einfach Sie mit dem Tool Any Video Recorder jeden beliebigen Stream aufnehmen können