Bessere Druckergebnisse dank Profilierung und Kalibrierung

Monitore: Kalibrieren

Das Color Management Modul (CMM), das diese Aufgabe übernimmt, ist entweder Teil des Betriebssystems oder einer professionellen Bildbearbeitungs-Software wie etwa Adobes Photoshop. Wird mit unterschiedlichen Betriebssystemen gearbeitet, dann sollte man sich besser auf das CMM der Bildbearbeitungs-Software verlassen, da sich die Ergebnisse der verschiedenen Betriebssysteme unterscheiden.

Microsoft hat bei Windows Vista mit WCS ein neues Farbmanagementsystem eingeführt, das sich primär an den Bedürfnissen von Heimanwendern orientiert. Allerdings wird das ICC-basierte System von Windows XP weiter unterstützt.

Monitore: Kalibrieren und profilieren

Schon wegen der grundsätzlich anderen Methoden der Erzeugung von Farben wird es nie gelingen, einen Monitor so einzustellen, dass sein Bild einem Referenzdruck in der Farbwiedergabe zu 100 Prozent entspricht. Aber mit einer Kalibrierung kann ein guter Monitor relativ nah herankommen.

Um eine Kalibrierung kommt man auch nicht herum, wenn der Hersteller des Monitors ein ICC-Profil mit auf die Treiber-CD gepackt hat oder zum Download anbietet, da diese Profile weder die Serienstreuung, noch Faktoren wie etwa Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz berücksichtigen.Das beste Ergebnis liefert eine Hardware-Kalibrierung mit Colorimetern wie dem Spyder2Express von ColorVision oder dem Spyder3Pro von Datacolor. Diese Geräte können mit empfindlichen Sensoren die Farbe von selbstleuchtenden Objekten messen und kosten zwischen 90 und 130 Euro. Tiefer in die Tasche greifen muss man für Kombilösungen, die den Monitor kalibrieren und den Drucker profilieren. Wir stellen das Spyder3Studio und den ColorMunki von Xrite auf Seite 111 im Detail vor. Auch manche Monitore aus dem High-End-Segment werden mit Kalibrierungs-Hardware ausgeliefert.

Längst nicht so exakt, dafür aber zum Nulltarif, ist die Kalibrierung via Software. Der erste Schritt ist wie auch bei der Hardware-Kalibrierung das Zurücksetzen des Monitors auf die Grundeinstellungen des Herstellers.

Dann werden die Farbtemperatur und das Gamma eingestellt. Die Farbtemperatur bestimmt den Wärme-Eindruck des Bildes und der Gammawert die Helligkeit der mittleren Farbtöne. Üblich sind eine Farbtemperatur von 6500 Kelvin und ein Gamma von 2,2. In der professionellen Fotografie und Bildbearbeitung wird teilweise auch mit einer Farbtemperatur von 5000K gearbeitet.

Vor dem eigentlichen Kalibrieren sollte der Monitor mindestes eine halbe Stunde in Betrieb sein. Zudem sollten die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz denen entsprechen, bei denen Sie normalerweise arbeiten. Für die Software-Kalibrierung gibt es verschiedene Werkzeuge, die über Testbilder und Assistenten bei der Einstellung des Displays helfen.

Bei Apples OS X ist ein Kalibrierungsassistent Bestandteil des Betriebssystems, unter Windows kann man sich mit Adobe Gamma behelfen, sofern man noch mit Adobe CS2 arbeitet. Unter Windows XP findet man das Adobe-Kalibrierungs-Tool in der Systemsteuerung, unter Windows Vista muss man die Datei Adobe Gamma.cpl selbst aus dem Verzeichnis C:\Program Files\Common Files\Adobe\Calibration heraus aufrufen. Beide Programme erzeugen am Ende gerätespezifische ICC-Profile, mit denen das CMM arbeiten kann.

Alternativ kann man auch das für Privatanwender kostenlose QuickGamma einsetzten (www.quickgamma.de). Die Software erstellt aber kein ICC-Profil, sondern greift in die Einstellungen der Grafikkarte ein.

Das ebenfalls von Eberhard Werle stammende Programm QuickMonitorProfile kann aber aus den Informationen, die der Monitor über den Display Data Channel (DDC) an den Rechner liefert, ein angepasstes Profil erstellen.

Diese Software ist auch geeignet, wenn man sein Display mittels einer Software wie dem EIZO-Testprogramm oder Testbildern, wie denen auf www.simplefilter.de, manuell einstellen möchte.

Wie Sie den Drucker profilieren, steht auf Seite 3...

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