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Notebook im OP
Mobilrechner aufrüsten und reparieren
Für Operationen am Notebook braucht man kein Medizinstudium, sondern nur etwas Fingerspitzengefühl
und das nötige Know-how. Und das bekommen Sie von uns.
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Deutschland ist schon seit vielen Jahren im Do-it-yourself-Fieber: Baumärkte boomen und an allen Ecken und Enden der Republik wird gesägt, gebohrt und geschraubt, was das Zeug hält.
Nur vor Reparaturen oder Aufrüst-Aktionen beim eigenen Notebook schrecken viele Anwender zurück: Zu filigran und kompliziert mutet die Technik der Mobilrechner an, zu groß ist die Angst, etwas kaputt zu machen.
In der Tat muss man bei Notebooks etwas vorsichtiger zu Werke gehen. Hier sind wegen der filigraneren Bauteile eher chirurgische Fähigkeiten gefragt, als bei den robusteren Desktop-PCs. Mit der nötigen Vorsicht, dem passenden Werkzeug und den richtigen Tipps ist auch das Schrauben am Notebook kein Hexenwerk.
Das geht und das geht nicht
Den Arbeitsspeicher aufzustocken oder die Festplatte einzubauen, ist bei den meisten Notebooks schnell erledigt. Schwieriger wird es schon beim Tausch der CPU und sehr komplex, wenn man zentrale Bestandteile wie das Mainboard oder den Monitor ersetzen will. Denn anders als bei Desktop-PCs sind bei Notebooks diese Teile nicht genormt, sondern modellspezifisch.
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Bei Notebooks genügt es nicht, sie vor einer Umbauaktion vom Stromnetz zu trennen. Auch der Akku sollte ausgebaut werden, um einen unbeabsichtigten Start zu verhindern.
Bei Notebooks genügt es nicht, sie vor einer Umbauaktion vom Stromnetz zu trennen. Auch der Akku sollte ausgebaut werden, um einen unbeabsichtigten Start zu verhindern.
Ein Upgrade auf eine modernere Hauptplatine oder ein Display mit höherer Auflösung ist also nicht möglich. Aber auch eine Reparatur in Eigenregie ist schwierig: Wenn man also nicht über eBay oder ähnliche Quellen an ein Gerät zum Ausschlachten kommen kann, fällt es schon schwer, überhaupt an die passenden Ersatzteile zu kommen. Hier lohnt sich der Gang zum Profi also unter Umständen mehr, als eine Do-it-yourself-Aktion.
Ein Upgrade der Grafikeinheit ist bei Notebooks nur in Ausnahmefällen möglich. Denn beim Gros der Mobilrechner mit diskreter Grafik ist der Grafikchip direkt auf das Mainboard gelötet oder auf proprietären Tochterplatinen untergebracht. Nur einige wenige High-End-Spiele-Notebooks sind mit separaten PCI-Express- Grafikkarten in einem Mini-Format ausgestattet, die sich im Prinzip gegen Modelle mit leistungsfähigeren Chips austauschen lassen.
Sowohl ATI als auch nVidia haben hier bereits 2004 entsprechende Karten definiert. Während sich ATIs Axiom nicht durchsetzen konnte, hat nVidias MXM eine gewisse Verbreitung gefunden. Allerdings existieren von MXM gleich verschiedene Formfaktoren und zwei unterschiedliche Konnektor-Typen, so dass ein Upgrade eher zum Glücksspiel ausartet. Zudem ist nicht sicher, ob die Kühlleistung eines mit einem neuen Modul aufgerüsteten Notebooks auch für die schnellere GPU ausreicht. Daher sind MXM-Module im freien Handel auch kaum zu bekommen.
Vorbereitung und Werkzeug
Bevor Sie den Schraubenzieher ansetzen, sollten Sie erst einmal einige Vorbereitungen treffen, um sich die Arbeit zu erleichtern: Legen Sie die Dokumentation zu Ihrem Notebook bereit oder besorgen Sie sich das Handbuch von der Webseite des Herstellers und drucken Sie sich die Passagen zur Montage aus. Noch besser ist ein Servicehandbuch oder eine Reparaturanleitung, die Aufbau und Montage im Detail zeigen. Solche Handbücher gibt es gelegentlich beim Hersteller als PDF.
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In der Regel kommt man für Arbeiten am Notebook mit zwei Schraubenziehern und einer Pinzette aus. Nur in manchen Modellen werden Torx-Schrauben verwendet.
In der Regel kommt man für Arbeiten am Notebook mit zwei Schraubenziehern und einer Pinzette aus. Nur in manchen Modellen werden Torx-Schrauben verwendet.
Einige Hersteller markieren auch die Schrauben auf dem Gerät mit Buchstaben wie "A", um so zu einer Braugruppe gehörende Schrauben zu kennzeichnen. An Werkzeug genügen meist schon ein feiner Kreuzschraubenzieher mit magnetisierter Spitze, ein kleiner Flachschraubendreher und eine Pinzette. Wenn man Pech hat, ist das Notebook- Gehäuse durch Torx-Schrauben zusammengehalten. Dann ist ein umfangreiches Schraubendreher-Set notwendig.
Bei aufwändigeren Arbeiten, für die die Gehäuseschrauben gelöst werden müssen, sollten Sie mehrere Schälchen oder Tassen für die verschiedenen Schraubentypen bereitstellen. Notieren Sie sich, welche Schrauben wohin gehören oder machen Sie vor dem Beginn der Arbeit eine Fotokopie der Notebook-Unterseite, auf der Sie dann die unterschiedlichen Schraubentypen markieren können.
Sinnvoll ist auch die Dokumentation schwieriger Arbeitsschritte mit der Digitalkamera. Trennen Sie das Notebook unbedingt vor Beginn der Arbeiten vom Netzteil und bauen Sie, wenn möglich, auch den Akku aus.