Smartphones auf der Überholspur

Mobilität ist Trumpf

  1. Smartphones als Auto-Navi
  2. Mobilität ist Trumpf

Smarter fahren mit Apps

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In der Studie zu Renaults Elektroauto Frendzy wird ein BlackBerry Playbook zum Bordcomputer.

Voraussetzung dafür wiederum ist, dass der iPhone-Nutzer das entsprechende kostenlose App des Autoherstellers installiert. Mit BMW Connected gelangt dann die Lieblingsmusik ebenso ins Auto wie der iPhone-Kalender und die neuesten Facebook- oder Twitter-Nachrichten. Die App übernimmt aber wiederum Informationen des Fahrzeugs.

So führt die App den iPhone-Nutzer vom Parkplatz aus zu Fuß zum anvisierten Treffpunkt mit den Freunden. Außerdem ist es möglich, die Klimaanlage des Wagens einzuschalten oder das Auto auf einem unübersichtlichen Parkplatz per Lichtsignal ausfindig zu machen. Ähnliche Funktionen bietet auch die iPhone-App Mini Connected.

Etwas bescheidener gibt sich hingegen die Smart-drive-App. In Verbindung mit dem Einbau-Kit können Smart-Fahrer damit navigieren und über die Freisprechanlage telefonieren. Außerdem gibt es Internetradio und den Car Finder, der den Weg zum geparkten Auto anzeigt. Die Navigation während der Fahrt erfolgt allerdings nicht wie bei BMW über die integrierten Buttons im Auto, sondern über das iPhone selbst.

Etwas anders funktioniert die App des Navigationsspezialisten Garmin. Für Nutzer von Android-Smartphones gibt es Garmin mecanic, mit deren Hilfe Fahrzeugdaten ausgespäht werden (s. nebenstehenden Kasten "Garmin ecoRoute HD"). Nutzen lässt sich die App unabhängig vom Fahrzeugtyp. Voraussetzung ist lediglich, dass sich die Schnittstelle OBD II im Fahrzeuginnenraum befindet.

Mobilität ist Trumpf

Ebenfalls App-gesteuert ist es in Hamburg, München und Ulm möglich, sich ein Auto auszuleihen. Vorreiter ist Daimler mit car2go und Smart-Autos Ulm. Ihr Carsharing-Konzept ist dabei ebenso einfach wie genial. Es bietet eine unglaubliche Flexibiliät und führt registrierte Nutzer per App zu dem nächsten verfügbaren Auto - und das 24 Stunden am Tag.

Autos kommunizieren

Unterwegs im Auto Internetdienste zu nutzen, ist aber nur ein Aspekt des vernetzten Autos. Autobauer planen und arbeiten schon längst an weiteren Projekten für vernetzte Fahrzeuge. So sollen künftig Autos untereinander Informationen austauschen.

Die sogenannte Car2Car-Kommunikation soll vor allem die Sicherheit beim Fahren erhöhen. So lassen sich über Sender und Sensoren Zusammenstöße von Autos vermeiden, wenn die Fahrer noch nicht in Sichtkontakt zueinander stehen.

Problematisch bei all diesen bestehenden und zukünftigen Projekten zum perfekt vernetzten Auto sind derzeit allerdings noch die Datenleitungen. Schnelle und leistungsfähige (und günstige) Datenleitungen sind aber dringend geboten, um die internetbasierten Dienste auch bei Tempo 180 auf der Autobahn nutzen zu können.

Zwar arbeiten die Netzbetreiber mit dem Aufbau des LTE-Netzes an der schnellen Datenübertragung. Bis diese allerdings flächendeckend zur Verfügung stehen, werden so manche Smartphone-Nutzer unterwegs statt dem Webradio doch dem guten alten Autoradio lauschen. Und der Geschäftspartner muss dann mal etwas länger auf die Antwort-EMail warten.

Garmin ecoRoute HD liefert Motordaten an Android-Phones

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Garmins ecoRoute HD besteht im Wesentlichen aus einem Bluetooth-Adapter, der in die On-Board-Diagnose (OBD II)-Schnittstelle des Autos eingesteckt wird. Über diese Schnittstelle, die in Autos ab Mitte der 90er-Jahre Standard ist, lassen sich Motor- und Telemetriedaten für die Fahrzeugdiagnose auslesen. Welche Autos mit ecoRoute HD kompatibel sind, kann auf den Webseiten von Garmin geprüft werden.

Über Bluetooth sendet der ecoRoute-Adapter Fahrzeugdaten an ein gekoppeltes Android-Smartphone (oder Garmin-Navi). Mit dem passenden App von Garmin können diese Daten auf dem Android-Gerät dargestellt werden.

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Die kostenlose App Garmin mecanic wird auf dem Android-Phone installiert. Beim Starten der App wird eine Bluethooth-Verbindung zum Adapter hergestellt. Aktuelle und durchschnittliche Verbrauchsdaten sieht der Fahrer anschließend auf dem Smartphone-Bildschirm ebenso wie Motorleistungsdaten.

Außerdem ist es möglich, Fahrzeugfehlercodes auszulesen. So leuchtet bei einer Panne nicht nur eine Kontrolllampe im Auto auf. Vielmehr zeigt die App an, um welches Problem es sich handelt. Der Fahrer kann so beurteilen, ob er sofort stehen bleiben muss, oder die nächste Werkstatt anfahren kann. Garmin, www.garmin.de, Preis: 99,- Euro

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