Schöne neue Welt: überall surfen

Mobiler Internet-Zugang

Viele Wege führen ins Web. Egal, wo man sich gerade aufhält, in den meisten Fällen gibt es auch eine Möglichkeit, einen Internet-Zugang herzustellen. Diese Übersicht zeigt, welche Wege es gibt, was sie kosten und worauf Sie achten sollten.

Familie urlaub notebook

© Archiv

Egal ob zu Hause oder unterwegs: Mittlerweile kann man von jedem Ort aus ins Netz.

Viele Wege führen ins Web. Egal, wo man sich gerade aufhält, in den meisten Fällen gibt es auch eine Möglichkeit, einen Internet-Zugang herzustellen. Diese Übersicht zeigt, welche Wege es gibt, was sie kosten und worauf Sie achten sollten.

In Deutschland gibt es nur noch relativ wenige Plätze, an denen es wirklich keine Möglichkeit gibt, sich mit dem Internet zu verbinden: im Tunnel, im Bergwerk, im Funkloch. Doch überall, wo man mit dem Handy telefonieren kann, klappt auch eine Internet-Verbindung. Wie schnell die Verbindung ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Jedes moderne Handy kann heute eine Verbindung mit dem Internet aufbauen und nahezu jeder Handyvertrag erlaubt auch die Nutzung von Internet-Verbindungen und nennt Preise dafür. Selbst Prepaid-Tarife sehen Datenverbindungen vor. Hat man das Handy zusammen mit seinem Tarif gekauft, so ist die Einrichtung der Datenverbindungen in der Regel schon ab Werk vorgenommen werden. Man muss nur noch den Handybrowser aufrufen und kann sofort eine Verbindung aufbauen. Welche Verbindungsgeschwindigkeit dabei zustandekommt, hängt vor allem davon ab, welche Standards Handy und SIM-Karte unterstützen - lesen Sie dazu auch "Standards & Surftempo" auf der Seite 3. Auch bei Verbindungen im UMTS-Tempo ist es allerdings nicht sinnvoll, für den PC-Desktop gestaltete Internetseiten anzuwählen, da die meisten Handybildschirme dafür noch nicht ausgelegt sind. Für Mobiltelefone optimierte Seiten, wie beispielsweise Google Mobile Maps, sind perfekte Surfziele. Eine Auswahl finden Sie im Kasten "Top 10 Links für Handysurfer" (siehe unten).

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Egal ob zu Hause oder unterwegs: Mittlerweile kann man von jedem Ort aus ins Netz.

Internetzugang fürs Handy einrichten

Bei frei gekauften Mobiltelefonen ist der Zugang zum Internet noch nicht eingerichtet. Um das nachzuholen, sehen Sie auf den Kundenseiten Ihres Mobilfunk-Providers im Internet nach den Stichworten "Internet konfigurieren" oder "GPRS" oder "UMTS". Beispiel T-Mobile: Sie finden dann das Konfigurations-Center des Anbieters. Dort wählen Sie Ihr Handy aus, geben Ihre Rufnummer ein und bekommen dann eine Konfigurations-SMS zugeschickt, die auf dem Mobiltelefon auf Tastendruck ausgeführt wird und den gewünschten Dienst einrichtet. Außer für den Internetzugang wird diese bequeme Art der Konfiguration auch für E-Mail und MMS angeboten.

Mit dem Notebook unterwegs

Auch wer mit dem Notebook unterwegs auf das Internet zugreifen möchte, kann die modernen Mobilfunknetze dafür nutzen. Prinzipiell gibt es dafür zwei gangbare Wege: Entweder man verbindet das UMTS-Handy mit dem Notebook und nutzt es als Modem, oder man holt sich einen Surfstick bzw. eine UMTS-Surfkarte. Die erste Möglichkeit hat den Vorteil, dass man keine zweite SIM-Karte und keinen extra Datentarif benötigt. Der Nachteil des Handys als Modem ist, dass die Verbindung erst einmal zum Laufen gebracht werden muss. Mit einem Surfstick ist das einfacher, allerdings wird dafür eine eigene SIM-Karte mit eigenem Datentarif benötigt. Inzwischen ist das aber nicht mehr problematisch. USB-Sticks zum Surfen via UMTS werden sogar schon als Prepaid- und in Form von Tages-Flatrates angeboten. Mehr zu den Tarifen lesen Sie weiter unten. Die dritte Variante der Verbindung von Notebook und Internet besteht darin, WLAN-Hotspots zum Surfen zu nutzen. WLAN (Wireless Local Area Network) ist in jedem neuen Notebook schon eingebaut. Damit man es nutzen kann, muss ein Hotspot zur Verfügung stehen, mit dem man sich schnurlos verbindet und der den Internetzugang möglich macht. Zu Hause ist das in der Regel der eigene WLAN-Router. Unterwegs gibt es Hotspots in vielen Hotels, an Autobahn-Raststätten, Flughäfen, Bahnhöfen, Tankstellen und sogar in einigen ICEs. Allein die Telekom-Töchter T-Mobile und T-Home betreiben in Deutschland mehr als 8500 Hotspots. Wer häufig die WLAN-Hotspots der Telekom nutzt, kann sogar eine Hotspot-Flatrate für 9,95 Euro im Monat als Optionstarif buchen. Der WLAN-Zugang ermöglicht den drahtlosen Zugriff auf den Hotspot mit maximal 54 Mbit/s. Der Hotspot stellt dann üblicherweise DSL-Tempo zum Surfen bereit. Es gibt kostenlose sowie kostenpflichtige Hotspots. Eine Datenbank, welche WLAN-Hotspots auf der ganzen Welt enthält, können Sie unter abfragen oder den kostenlosen WLAN-Manager auf den Rechner laden, um die Datenbank mit etwa 250.000 Hotspots in 150 Ländern immer dabeizuhaben.

Datentarife

In der Regel enthalten Handytarife auch einen Preis für Internet-Verbindungen. Das gilt nicht nur für Mobilfunkverträge, sondern auch für Prepaid-Angebote. Manchmal muss allerdings die GPRS- oder UMTS-Funktion erst freigeschaltet werden. Prinzipiell gibt es drei Abrechnungsvarianten:

  • zeitbasierte Abrechnung
  • volumenbasierte Abrechnung und
  • Flatrates

Die zeitbasierte Abrechnung kennt jeder vom Telefonieren: Für eine Minute Gespräch werden beispielsweise 13 Cent abgerechnet. Der Zeittakt bestimmt, ob immer eine volle Minute oder auch Bruchteile davon berechnet werden. Im Beispiel 60/1 wird die erste Minute immer voll berechnet und erst danach sekundengenau abgerechnet. Auch für Datenverbindungen gibt es Provider, die zeitbasiert abrechnen. Beispielsweise verlangt Callmobile für jede Minute Online-Zeit neun Cent. Diese Art der Abrechnung ist überschaubar, denn man weiß in etwa, wie lange man schon online ist. Werden keine Daten mehr übertragen, gilt die Zeit als offline. Allerdings birgt dies auch Tücken: Lässt man den Browser geöffnet, so können auch Daten übertragen werden, wenn gar keine neue Seite geladen wird. Vielleicht wird alle zehn Sekunden die Werbung auf der Seite aktualisiert. Dann fließen Daten und die Zeit wird berechnet, auch wenn man gar nicht mehr aufs Display schaut. Dagegen hilft allerdings, nach dem Surfen konsequent den Browser zu beenden.

Was für Volumentarife und Flatrates es gibt und wann sich eine Tagesflat, eine Prepaid-Karte oder ein Vertrag lohnt, lesen Sie auf Seite 2...

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Sicherheit & Internet:Internet

Die Mobile Connect Card von Vodafone für den PC-Card-Schacht am Notebook sorgt für UMTS-Verbindungen.

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