Anzeigen selbst vermarkten

Mit der Website Geld verdienen

Mit Werbung auf einer gut besuchten Website lassen sich mit verhältnismäßig geringem Aufwand mehr als nur die Kosten für den Webspace erwirtschaften.

image.jpg

© Achim Beiermann, Daniela Schrank

Die klassische Bannerwerbung, wie sie noch vor wenigen Jahren boomte, ist out. Wem der gute Ruf seiner Website wichtig ist, möchte dort weder Anzeigen aus dem Rotlicht-Milieu noch Werbung für Spielkasinos oder Banner wie "Über Nacht zum Millionär!" sehen. Seriöse Werbevermarkter wie Hi-media (www.hi-media.de ) und Ad Pepper (www.adpepper.de ) haben diesen Trend rechtzeitig erkannt.Sie bieten nicht nur Online-Werbung, die zum Inhalt der Webseiten passt, sondern überlassen Ihnen sogar die Entscheidung, welche Anzeigen erscheinen sollen. Allerdings haben sich diese Vermarkter vorrangig auf große Websites mit monatlichen Pageimpressions im bis zu siebenstelligen Bereich ausgerichtet. Im Segment darunter bewegen sich Anbieter wie Orange Direct (www.orangedirekt.de ) und Accomm Media (www.accomm-media.de ).

Verdienstmöglichkeiten

Was Sie dabei verdienen, hängt in der Regel davon ab, wie viele Adimpressions Sie auf Ihrer Website generieren, wie die User auf die Werbung reagieren und wie die einzelnen Kampagnen vergütet werden. Generell lässt sich jedoch sagen, dass sich diese Form der Vermarktung ab etwa drei Millionen Adimpressions pro Monat lohnt, was im Schnitt zu monatlichen Werbeerlösen von gut 2.000 Euro führt. Bei wesentlich geringerer Reichweite empfiehlt sich eher die Nutzung von Google Adsense (https://www.google.com/adsense ). Auch dieser Dienst analysiert jede Webseite und ordnet sie einem Themenbereich zu.

Eigene Vermarktung

Die Vermarktung von Anzeigenflächen auf Ihren Webseiten können Sie aber auch in Eigenregie übernehmen. Das ist zwar mit einigem Aufwand verbunden, jedoch lassen sich auf diese Weise gezielt Anbieter gewinnen, etwa solche, die aus Ihrer Region stammen oder deren spezielle Produkte besonders gut zum Inhalt Ihrer Seiten passen.Entsprechende Partner gewinnen Sie jedoch nur, wenn Sie diese gezielt ansprechen und mit glaubwürdigen Besucherzahlen vom möglichen Werbeerfolg überzeugen. Zu diesem Zweck können Sie zum Beispiel auf Ihrer Website die wichtigsten Mediadaten bereitstellen. Diese sollten insbesondere Hinweise über die Zielrichtung und die Zielgruppen Ihres Internetauftritts geben und die Zugriffszahlen nennen.

Geprüfte Zugriffszahlen

image.jpg

© Achim Beiermann, Daniela Schrank

Der Benutzername und das Passwort ermöglichen Ihnen den Zugang als Administrator.

Die Glaubwürdigkeit solcher Zahlen lässt sich durch eine unabhängige Prüfung unterstreichen. So kontrolliert die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (www.ivw.de ) die Verbreitung von Onlinemedien gegen einen gestaffelten Jahresbeitrag. Bei Websites mit monatlich bis zu einer Million Pageimpressions ist beispielsweise ein einmaliger Aufnahmebeitrag von 78 Euro sowie 314 Euro jährlich zu zahlen.Nennen Sie in Ihren Mediadaten auch die Anzeigenpreise. Üblich ist die Abrechnung von Einblendungen und Klicks auf Tausenderbasis. Recherchieren Sie auf vergleichbaren Websites die Höhe der Anzeigenbeträge und staffeln Sie Ihre Preise nach der Größe der möglichen Bannertypen.

Anzeigen mit Open X verwalten

Selbstverständlich lässt sich ein Werbebanner mit wenigen Handgriffen in den Quellcode der Webseite einbinden. Noch komfortabler gelingt dies mit einem Content- Management-System oder einem Tool wie WPads, das als Plugin für WordPress- Blogs zur Verfügung steht.Wenn Sie Ihre Werbeplätze aber umfassend managen möchten, bietet eine Software wie Open X (www.openx.org ) mehr Möglichkeiten. Open X unterstützt als Werbeformen Bilder, Filme, Flash-Animationen und Popup- Fenster. Sie können Kampagnen zeitlich eingrenzen und die Schaltungen mit festen Zahlen oder nach Priorität steuern. Ebenso können Sie die Einblendungen je nach Werbepartner auf bestimmte Seiten Ihres Angebots beschränken oder andere Werbung nur bei Besuchern aus bestimmten Ländern oder Regionen erscheinen lassen.Abhängigkeiten lassen sich zudem zum benutzten Betriebssystem oder zum jeweiligen Referrer des Surfers herstellen. Zeigen Sie die Werbung beispielsweise nur Besuchern, die über eine bestimmte Suchmaschine zu Ihnen gelangt sind. Ein leistungsfähiges Statistikmodul hält Sie stets auf dem aktuellen Stand und sendet Auswertungen auf Wunsch an die Anzeigenkunden. Für den Einsatz von Open X spricht neben seiner umfangreichen Ausstattung auch, dass das System von einer aktiven Community ständig weiterentwickelt wird.

Systemvoraussetzungen

Open X verlangt keine zusätzlichen Installationen auf dem Arbeitsplatz. Es ist lediglich ein Browser erforderlich, da die Administration auf dem Webserver erfolgt. Als Webserver eignet sich der freie und quelloffene Apache ab Version 1.3. Ferner erwartet Open X eine MySQL-Datenbank ab Version 4.1 oder Postgre SQL ab Version 8.2 und die Skriptsprache PHP ab Version 5.1.4. Das Programm selbst lässt sich in der aktuellen Version 2.8.2 von der Webseite www.openx.org/download herunterladen.

Installation von Open X

Die Installation ist schnell erledigt: Entpacken Sie die heruntergeladene Datei und befördern Sie die Dateien mit einem FTP-Programm wie Filezilla (www.filezilla.de ) auf Ihren Webserver. Dabei bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie Open X im Hauptverzeichnis oder in einem neu angelegten Unterverzeichnis installieren.Anschließend machen Sie den Ordner var samt Unterordner und Dateien beschreibbar, indem Sie die Schreibrechte mithilfe des FTP-Programms auf den numerischen Wert 777 setzen. Ist die Installation abgeschlossen, empfängt Sie Open X mit einem einfachen Assistenten, der Sie durch die weitere Installation führt.

Open X konfigurieren

Nach der erbetenen Einrichtung Ihres Open-X-Accounts gelangen Sie zur Konfiguration der Datenbank. Dort tragen Sie nacheinander den Namen der Datenbank, den Benutzernamen und das Passwort ein. Der Database Hostname lautet gewöhnlich localhost und ist bereits eingetragen. Im nächsten Schritt geben Sie einen Namen als Administrator und ein Passwort ein, mit dem Sie sich nach der Installation im Administrationsbereich anmelden können. Außerdem erwartet der Dialog den Eintrag Ihrer E-Mail-Adresse sowie die Wahl der Sprache für die Open-X-Programmoberfläche und der Zeitzone.

Kampagne einrichten

Nach Abschluss der Konfiguration öffnet sich die Benutzerschnittstelle von Open X. Beginnen Sie im Register Inventar-Seiten damit, dass Sie den Werbetreibenden anlegen, in dessen Auftrag Sie die Anzeigen auf Ihren Seiten schalten. Anschließend erstellen Sie die Kampagne, die Open X in drei auf der Seite näher beschriebenen Variationen anbietet: Vertrag, Vertrag (Exlusive) und Verbleibende.

image.jpg

© Achim Beiermann, Daniela Schrank

Für den hier erfassten Werbetreibenden schalten Sie die Anzeigen auf Ihren Seiten.

Haben Sie den passenden Typ gewählt, legen Sie das Startdatum sowie das Enddatum der Kampagne fest, entscheiden sich für eines der Preiskalkulationsmodelle und füllen gegebenenfalls die weiteren Eingabefelder aus. Im nächsten Schritt folgen Sie dem Link Neues Banner hinzufügen, wählen insbesondere den Bannertypen aus, vergeben einen Namen, laden beispielsweise ein lokal gespeichertes Banner auf den Webserver beziehungsweise verlinken zu einem externen Banner und geben dessen Größe an.Möchten Sie weitere Einstellungen, zum Beispiel Auslieferungsbeschränkungen, vornehmen, klicken Sie den neuen Eintrag nach dem Speichern an und wechseln in die entsprechenden Register.

Website anlegen

Bevor Sie Ihre Banner veröffentlichen können, müssen Sie eine Website anlegen, auf der die Werbung geschaltet werden soll. Hierzu wechseln Sie über das Inventar- Seiten-Register zum Menü Webseiten und folgen dem Link Neue Website anlegen. Tragen Sie die gewünschten Basisinformationen ein, entscheiden Sie sich gegebenenfalls für eine der Kategorien und wählen Sie Land und Sprache. Anschließend fügen Sie der Website über das Menü Zonen eine neue Zone hinzu.Haben Sie die Eingaben gespeichert, öffnen Sie das Menü Webseiten, klicken den neu angelegten Eintrag an und wechseln in das Register Bannercode. Dort stellen Sie die gewünschten Parameter ein und generieren den Bannercode, den Sie jetzt nur noch manuell in den Header beziehungsweise in den Quelltext der Zielseiten integrieren müssen.

Mehr zum Thema

Youtube Sperre umgehen GEMA
Videos freischalten

So umgehen Sie die GEMA-Sperre bei Youtube. Was Sie dazu brauchen, und wie es am einfachsten geht.
Neue Fritzboxen unterstützen den AC-Standard.
WLAN-Geschwindigkeit verdoppeln

Mehr WLAN-Geschwindigkeit: Mit dem WLAN-Standard 802.11ac und den richtigen Geräten und Einstellungen verdoppeln Sie den Datendurchsatz.
Netflix auf dem TV
Programm in der Übersicht

Welche Filme und Serien gibt es bei Netflix eigentlich zu sehen? Was ist neu im Streaming-Angebot? Diese Antworten helfen weiter.
Netflix
Streaming

Preise, kompatible Geräte, Datenrate, Serien- und Filmangebot von Netflix: Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Streaming-Dienst.
Film Amazon Prime Instant Video Warner Bros Emily Browning
Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Prime Instant Video lockt im Oktober mit Highlights wie "Sucker Punch", "Fifty Shades of Grey", "Spotlight" und der zweiten Staffel von "Ash vs. Evil…