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Mini-Workshop Powerline - so funktioniert's!

Als Alternative oder Ergänzung zu Netzwerkverbindungen über Ethernetkabel oder WLAN bietet sich die Datenübertragung mittels Powerline Communications oder abgekürzt: PLC an.

  1. Mini-Workshop Powerline - so funktioniert's!
  2. Teil 2: Mini-Workshop Powerline - so funktioniert's!
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Der folgende Workshop beschreibt anhand eines Beispiels, wie sich Powerline im Heimnetz einsetzen lässt, welche verschiedenen Standards es gibt und worauf Sie achten sollten, wenn Sie die Stromadapter in Ihrem Haushalt installieren.

1. Schritt: Wenn Kabel und WLAN nicht funktionieren

Manchmal lässt sich eine Verbindung zwischen Rechner und Internet-Anschluss allein mithilfe der klassischen Methoden Kabel oder WLAN nicht verwirklichen.

Eine Verbindung per Netzwerkkabel fällt häufig aus, weil das Verlegen von Kabeln über mehrere Räume hinweg fast immer mit viel Aufwand verbunden ist. Wände oder Geschossdecken müssten durchbohrt werden, Kabelführungen gelegt werden und so weiter. Und das freie Verlegen von Netzwerkkabeln quer durch die Wohnräume dürfte in den meisten Haushalten bereits am ästethischen Grundverständnis des Eheoder Lebenspartners scheitern. Zudem sind Kabel, die quer durch die Räume verlaufen, ein ständiger Gefahrenherd. Selbst WLAN stellt nicht immer die Ideallösung dar. Dicke Betonwände und -decken können die Funksignale abschirmen, sodass der drahtlose Netzwerkzugang über WLAN in manchen Räumen gar nicht oder nur stark eingeschränkt funktioniert.

2. Schritt: So einfach kommt das Heimnetz in die Steckdose

Wenn sich die Strecke zwischen Internet-Anschluss und PC aufgrund von baulichen Gegebenheiten weder per Kabel noch über Funk zufriedenstellend überbrücken lässt, bietet die PLC-Technik eine interessante Alternative. Der Vorteil: In jedem Raum einer Wohnung oder eines Hauses sind die zur Datenübertragung erforderlichen Steckdosen bereits vorhanden.

Wer beispielsweise eine Netzwerkverbindung zwischen PC und Router herstellen möchte, benötigt als Basis-Paket zwei so genannte PLC-Adapter. Mit diesen Geräten lässt sich eine Ethernet-Kabelverbindung über das Stromnetz überbrücken. Der erste Adapter verbindet das erste Netzwerkgerät, in unserem Beispiel den Router, mit dem Stromnetz. Dazu wird der PLC-Adapter per Netzwerkkabel mit einem freien Ethernet- oder LAN-Port am Router verbunden. Anschließend steckt man den Stromadapter in eine freie Steckdose in der Nähe des Router-Standorts. Der zweite PLC-Adapter wird per Netzwerkkabel mit dem LAN-Anschluss des Geräts verbunden, das eine Verbindung zum Router herstellen möchte. In unserem Beispiel wäre das der PC (oder ein beliebiges anderes netzwerkfähiges Gerät). Auch diesen PLC-Adapter steckt man in eine freie Steckdose in der Nähe des PC-Standorts. Sobald PC und Router per PLC-Adapter mit dem Stromnetz verbunden sind, befinden sie sich automatisch im selben Netzwerk. Für den PC-Anwender erscheint diese Verbindung allerdings genauso, als ob Router und PC direkt per Netzwerkkabel verbunden wären. Tatsächlich fließen die Verbindungsdaten zwischen Router und PC vom Ethernet-Port des Routers zu Powerline Adapter 1, von dort über das Stromnetz zum Powerline- Adapter 2, und dann wieder per Netzwerkkabel zum PC - und natürlich auch in die "Gegenrichtung". Wer erstmalig zwei Geräte im Heimnetz mithilfe der Powerline-Technik verbinden möchte, benötigt hierzu zwei PLC-Adapter. Für jedes weitere netzwerkfähige Gerät, das über das Stromnetz mit dem Router verbunden werden soll, ist dann nur noch ein weitererer PLC-Adapter erforderlich. Aus diesem Grund bietet nahezu jeder Hersteller von Powerline-Produkten immer auch ein Kit mit zwei PLC-Adaptern an.Doch Vorsicht: Auch Powerline-Technik ist von Leitungslänge und Qualität des Stromnetzes innerhalb einer Wohnung oder eines Hauses abhängig. Beachten Sie hierzu auch Schritt 4.

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