Leicht, mobil und attraktiv

Mini-Notebooks ab 199 Euro

Als Asus im März dieses Jahres mit dem Eee PC 701 4G das erste "Netbook" auf den Markt brachte, waren nicht nur die Kunden überrascht. Auch die Konkurrenz schien angesichts des großen Erfolges völlig auf dem falschen Fuß erwischt worden zu sein.

Mini-Notebooks ab 199 Euro

© Archiv

Mini-Notebooks ab 199 Euro

Eillig bemühten sich die übrigen Hersteller anzukündigen, ein ähnliches Produkt sei ebenfalls geplant und in der Pipeline und nun, etwa ein halbes Jahr später, ist es tatsächlich so weit: Die nächste Generation der kleinen "Netbooks" macht sich langsam aber sicher in den Regalen der Geschäfte breit. Den Anfang machte hier Aldi mit dem schicken Medion Akoya Mini E1210, das für 399 Euro zu haben war und sich ganz ausgezeichnet verkaufte. Im Gegensatz zum ersten Eee PC, auf dem ein Linux-Betriebssystem installiert war, verfügte das Medion Akoya über ein Windows XP und ein größeres Display mit 10- statt 7-Zoll-Diagonale. Viele weitere, ähnliche Geräte werden in nächster Zeit erhältlich sein.

Die Konkurrenz schläft nicht

Egal, ob Acer, HP, Lenovo, MSI, Fujitsu- Siemens, Samsung oder Dell: Keiner der großen Notebook- Hersteller kann es sich noch leisten, auf ein Netbook im Produkt-Portfolio zu verzichten. Dabei gehen die Hersteller jedoch durchaus unterschiedliche Wege, sodass der Interessent die Qual der Wahl hat. Prozessoren von Intel oder Via, Displays mit 8,9 oder 10-Zoll-Diagonale, Linux oder Windows, Grafikchips von VIA oder Intel, 512 MByte oder gleich ein GByte Hauptspeicher... die Auswahl ist groß, die Unterschiede beträchtlich. Gleiches gilt allerdings auch für die Gemeinsamkeiten, die ein Netbook letztendlich zum Netbook machen:

  • Niedriges Gewicht
  • Kleine Abmessungen
  • Verzicht auf ein optisches Laufwerk
  • Keine High-End-Technik
  • Niedriger Preis
  • Oft Linux statt Windows
  • Wenn Windows, dann XP statt Vista

Doch welches Gerät ist nun das richtige für Sie? Auf welche Ausstattungsmerkmale müssen Sie achten, damit der Kauf keinen Frust nach sich zieht?

Das Display

Der Eee PC 701 verfügte wie eingangs erwähnt nur über ein Display mit 7-Zoll- Diagonale, und das, obwohl der Platz für einen 8,9-Zoll-Bildschirm eigentlich vorhanden gewesen wäre. Ebenso ärgerliche wie hässliche schwarze Balken begrenzten das Display stattdessen auf beiden Seiten. Natürlich hatte der kleine Bildschirm handfeste Gründe: Zum einen ist ein kleineres Display billiger, zum Zweiten verbraucht es weniger Energie, was der Akkulaufzeit zugutekommt. Der große Nachteil: Es ist zum Surfen zu klein, die Auflösung von 800x480 Pixeln zu niedrig, sodass man beim Betrachten von Webseiten nicht nur wie gewohnt nach unten scrollen muss, sondern auch noch nach rechts. Gleiches gilt zum Beispiel bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationen wie Excel. Dabei geht die Übersichtlichkeit deutlich verloren. Man sollte deshalb beim Kauf des neuen Netbooks unbedingt darauf achten, dass die Auflösung des Bildschirms mindestens 1024x600 Bildpunkte beträgt, besser sogar mehr. Unser Tipp: Mindestens 1.024x600 Pixel und 8,9-Zoll.

Mini-Notebooks ab 199 Euro

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Das Gdium ist ein Netbook ganz ohne jede eingebaute Festplatte. Statt Platte gibt's einen USB-Stick.

Netbooks: große Auswahl, beträchtliche Unterschiede.

Der Prozessor

Die Auswahl ist hier recht groß. Es werden Netbooks mit Via C7-M-Prozessoren angeboten, mit Intel Celeron-CPUs oder dem neuen Intel Atom-Prozessor. Der betagte Celeron-Prozessor ist für den Einsatz in den kleinen, nur mit schwachem Akku ausgerüsteten Netbooks wegen des relativ hohen Stromverbrauchs im Grunde keine besonders gute Wahl. So wurde der CeleronM im EeePC 701 von regulär 900 sogar auf 670 MHz heruntergetaktet, um Strom zu sparen und die Akkulaufzeit zu verlängern. Die Rechenleistung ist dagegen auch mit 670 MHz für heutige Verhältnisse ausreichend, besonders wenn das Netbook unter Linux läuft. Der C7-M von Via ist bereits etwa zwei Jahre alt und somit nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand der Technik. Größter Pluspunkt des Prozessors - und hier sollte man unbedingt auf das "M" nach dem C7 achten, denn es steht für die energiesparende Variante - ist der äußerst geringe Stromverbrauch. Die Rechenleistung ist dagegen nicht überragend, ein Celeron M mit 1 GHz ist einem C7-M mit 1 GHz bei den meisten Anwendungen überlegen. Der neueste Prozessor von Intel trägt den Namen "Atom". Er ist eigens für den Einsatz in kleinen, mobilen Geräten konzipiert. Zum Vergleich: Der VIA C7-M misst 21x21 Millimeter (441 mm²), der Intel Atom gerade einmal 7,8x3,1 Millimeter (24,18 mm²). Die Grundfläche des Intel Atom beträgt damit nur etwa 5,5% der Fläche eines C7-M, was noch kompaktere Bauformen ermöglicht. Der Stromverbrauch des Atom ist äußerst gering, die Leistung allerdings ebenfalls. Allerdings wirkt sich das im "richtigen Leben" weitaus weniger aus als bei synthetischen Benchmark-Tests. Unterm Strich zählt mit Sicherheit eher die lange Akkulaufzeit, denn zur Bildbearbeitung wird sicher kaum jemand sein Netbook verwenden. Unser Tipp: Der geringe Stromverbrauch und die kleinen Abmessungen sprechen für den neuen Atom-Prozessor oder den VIA C7-M. Wer aber rechenintensive Arbeiten erledigt, der fährt mit einem CeleronM auch sehr gut, vorausgesetzt die künstliche Untertaktung lässt sich ausschalten und der Prozessor mit maximaler Geschwindigkeit betreiben. Das ist beim Nachfolger des Eee PC 701, dem Eee PC 900, möglich.

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