Microsoft Exchange Server 2010 angesehen

Microsoft Exchange Server 2010: Das sind die Änderungen

Exchange Server 2010 bietet Verbesserungen in allen Bereichen wie Web Access, Zertifizierungen und Verwaltung. Sowohl die neue Version als auch die Verwaltungs-Tools für Exchange Server 2010 sind nicht mehr als 32-Bit-Version verfügbar.

  1. Microsoft Exchange Server 2010: Das sind die Änderungen
  2. Outlook Web Access
  3. Transportagenten
  4. Transport-Cache
  5. Windows Server 2008 R2
Exchange E-Mail

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Exchange E-Mail

Mit der neuen Database Availability Group (DAG) in Exchange Server 2010 kopieren Administratoren Exchange-Datenbanken zwischen verschiedenen Servern. Die Basis dazu ist ähnlich zur lokalen Replikation (LCR) beziehungsweise der Cluster-Replikation (CCR) in Exchange Server 2007. Diese beiden Ausfalltechniken sind in Exchange Server 2010 nicht mehr enthalten, alle Funktionalitäten für Ausfallsicherheit sind in die DAG integriert.Notwendig ist dazu die Enterprise Edition von Windows Server 2008, da die Funktion den Clusterdienst nutzt. Fokus des Clusters ist dann nicht mehr ein virtueller Exchange Server wie bisher, sondern die einzelnen Postfachdatenbanken. Ist bei Exchange Server 2007 eine Datenbank offline geschaltet, musste der Clusterdienst immer den kompletten virtuellen Exchange Server mit allen anderen Datenbanken verschieben.

Windows Exchange Server 2008 in Bildern

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Das ist bei Exchange Server 2010 nicht mehr notwendig. Insgesamt lassen sich auf einem Server bis zu 100 Postfachdatenbanken betreiben, wenn Sie auf die Enterprise Edition von Exchange Server 2010 setzen, die Standard Edition kann bis zu fünf Datenbanken verwalten.

Clustern Sie Exchange, genauer gesagt die Mailbox-Rolle, lassen sich auf solchen Clustern unter Exchange Server 2010 auch die beiden Rollen Client-Access und Hub-Transport mitinstallieren.

So können Sie Server einsparen. Datenbanken sind in Exchange Server 2010 nicht mehr so eng mit dem einzelnen Server verbunden wie bei den Vorgängerversionen, sondern lassen sich sehr leicht zwischen Servern verschieben, kopieren und so auch wiederherstellen.

Rechte, Anbindung, Speicherverwaltung

Neu ist die Integration der Rechteverwaltung in Exchange Server 2010. So lassen sich auf Servern mit der Hub-Transport-Rolle E-Mails mit Bordmitteln verschlüsseln und mit Rechten versehen. Das schützt vor falschen E-Mail-Weiterleitungen und Dateianlagen. Auch lassen sich Dokumente optimal verschlüsseln.

Sie können dazu Exchange Server 2010 mit der Rechteverwaltung in Windows Server 2008 verknüpfen und über Transportregeln serverseitig festlegen, wie Exchange mit gesicherten E-Mails umgehen soll.

Die Rechte zur Verwaltung der Exchange-Organisation, Empfänger und Verteilerlisten lassen sich jetzt deutlich granularer vergeben. Die Verwaltung kann dazu über die Exchange Management Konsole, einer Remote PowerShell-Sitzung, oder sogar Outlook Web Access erfolgen.

Outlook Web Access hat in Exchange Server 2010 die Bezeichnung Outlook Web App. Verteilerlisten lassen sich jetzt einfacher handhaben und die Rechte zur Verwaltung effizienter delegieren. Dazu ist in Outlook Web Access eine Verwaltungsoberfläche für Administratoren eingebaut, deren Zugriff Sie auch delegieren können.

Auf diesem Weg können auch einzelne Abteilungen oder Anwender selbst Verteilergruppen anlegen und diese pflegen. Anwender und Administratoren erreichen diese Administrationsfläche in den Optionen von Outlook Web Access (OWA). Anwender verfolgen selbstständig den Verlauf ihrer eigenen Nachrichten.

Auch lassen sich bestimmte Felder, wie Telefonnummern, in Active Directory durch Anwender pflegen, was die Verwaltungskosten reduziert und dabei hilft, Daten aktueller zu halten. Änderungen, die Administratoren auf den Servern und in der Organisation vornehmen, protokolliert Exchange zuverlässig mit.

So lässt sich jederzeit nachvollziehen wer, wann, was geändert hat. Über den Menüpunkt Optionen/E-Mail organisieren, prüfen Anwender sehr leicht, ob und wann ihre geschriebenen E-Mails zugestellt wurden.

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Geschützt: Die Database Availability Groups erhöht die Ausfallsicherheit.

Leider setzt auch Exchange Server 2010 immer noch auf eine ESE-Datenbank. Zwar hat Microsoft die Geschwindigkeit dieser Datenbank nochmals verbessert, aber dennoch neigen solche Datenbanken schnell zu irreparablen Defekten. Eine längst überfällige Integration in den SQL-Server, lässt weiter auf sich warten.

Trotzdem hat Microsoft die Leistung und Verfügbarkeit dieser Datenbanken verbessert und beschleunigt. Speichergruppen gibt es nicht mehr, sondern Postfachdatenbanken sind jetzt die oberste Ebene. Jede Postfachdatenbank hat ihren eigenen Satz Transaktionsprotokolle.

Die Online-Defragmentation der Datenbanken (nicht zu verwechseln mit der Offline-Defragmentation durch eseutil) läuft jetzt nicht nur nachts, was zuvor oft die Datensicherung störte, sondern ist als ständiger Prozess im Hintergrund aktiv und hindert dadurch nicht mehr den Betrieb.

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