Webentwicklung

Mehr Traffic mit einem Blog

Aktuelle und relevante Inhalte sind Kriterien für eine bessere Suchmaschinenplatzierung. Am einfachsten gelingt sie mit Hilfe eines Blogs.

Mehr Traffic durch Blogs

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Mehr Traffic durch Blogs

Blogs haben innerhalb des World Wide Web eine lange Historie. Seit Mitte der 1990er gibt es Websites, die als Tagebücher geführt werden. Eines der ersten deutschsprachigen Blogs, das auch heute noch aktiv betrieben wird, ist "Das Laufenberg Netzine", das sein Autor Walter Laufenberg Anfang 1996 erstmals als Plattform für seine Beiträge nutzte und das heute noch aktiv gepflegt wird. Eine aktuelle Gesamtzahl an Blogs ist heute nicht mehr exakt zu ermitteln, da es eine Vielzahl von unterschiedlichsten Plattformen und Individualinstallationen gibt. Die Website Tumblr beispielsweise beherbergt aktuell rund 118,6 Millionen Blogs, Wordpress verwaltet rund 67 Millionen Blogs und es gibt noch zahlreiche weitere Plattformen wie zum Beispiel Blogger.com, die ähnlich erfolgreich agieren. Diese Form der Pflege und Übermittlung von Inhalten hat sich augenscheinlich bewährt und wird auch künftig nicht an Bedeutung verlieren.

Blogs heute und morgen

Huffington Post

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Das erfolgreichste Blog überhaupt ist die Huffington Post, die tagesaktuelle Kommentare zum politischen Geschehen liefert.

Ein Blog in der heutigen Zeit unterscheidet sich teilweise sehr stark von dem Webtagebuch vergangener Tage, in dem der jeweilige Betreiber die Erlebnisse seines Tages niederschrieb und die Außenwelt teilnehmen ließ. Dies geschieht heutzutage meist direkt innerhalb der sozialen Netzwerke wie Facebook oder Google+. Eines der bekanntesten und erfolgreichsten internationalen Blogs ist Huffington Post. Es handelt sich dabei um ein englischsprachiges Polit-Weblog, das von drei Autoren gegründet wurde, unter anderem auch der Namensgeberin Arianna Huffington. Auf der Plattform befinden sich zum einen Berichte und Kommentare zur aktuellen politischen Situation von verschiedensten Autoren. Auf Huffington Post schreiben auch bekannte Gastautoren wie der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore. Das aktuelle Headline-Blog wurde beispielsweise über 34.000 Mal kommentiert und über 12.000 Mal über andere soziale Netzwerke geteilt.

Der Postillon

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In Deutschland ist das Satireblog "Der Postillon" mit am beliebtesten.

Ein Blog lädt somit zur aktiven Teilnahme ein und sorgt bei entsprechender Bekanntheit für den nötigen Traffic und damit auch die entsprechende Aufmerksamkeit innerhalb der Webgemeinde. Das in Deutschland derzeit beliebteste Blog ist "Der Postillon", die Website des Satirikers Stefan Sichermann. Der Postillon hat auf Facebook über 140.000 Fans und über 1.000.000 Besucher im Mai 2013. Dank seiner Beliebtheit landen verschiedene Satire-News sogar ganz oben in den Trefferlisten der Suchmaschinen. Moderne Blogsoftware stellt somit nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für eine ganze Gruppe von Redakteuren eine geeignete Basis für die Erstellung von redaktionellen Beiträgen dar.

In den folgenden Abschnitten stellen wir Ihnen die wichtigsten aktuellen Blogplattformen und deren Möglichkeiten zur Integration in die eigene Website vor. Im zweiten Teil dieses Artikels erfahren Sie mehr über hilfreiche Werkzeuge zum Bloggen, die Ihnen die tägliche Arbeit spürbar erleichtern, und eine Empfehlung, wie Sie bei der Integration Ihres Blogs vorgehen sollten.

Blogs in der Cloud

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Blogplattformen in der Cloud vor. Nach der Registrierung arbeiten Sie direkt auf den Servern des Anbieters und müssen keine eigene Installation vornehmen. Einige der Anbieter erlauben es auch, das Blog in der Cloud über einen Redirect mit einer URL Ihrer Website anzusprechen. Die vorhandenen Möglichkeiten zeigen wir Ihnen explizit bei jedem vorgestellten Blogangebot auf. Die aktuell bekannteste Blogging-Plattform Tumblr machte erst vor einigen Wochen Schlagzeilen, als Yahoo den Dienst für rund 1,1 Milliarden US-Dollar gekauft hat. Dafür erhält Yahoo eine Plattform, auf der es aktuell rund 118,8 Millionen Blogs gibt und pro Tag zwischen 200.000 und 400.000 neue hinzukommen. Insgesamt gab es bei Tumblr Ende Juni rund 54 Milliarden Einträge.

Erster Blogeintrag bei Tumblr

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Bei Tumblr können Sie von einem einfachen Textbeitrag bis zum Upload einer Bildergalerie verschiedenste Beiträge generieren.

Für eigene Einträge stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: als Erstes die Textnachricht, die Sie über einen Wysiwyg-Editor oder durch Eingabe von HTML-Tags verfassen können. Jeder Beitrag lässt sich darüber hinaus mit Schlagwörtern versehen, nach denen anschließend gesucht werden kann. Daneben gibt es noch weitere Objekte, die Sie Ihrem Blog hinzufügen können: Fotos, Audio- und Videodateien, Zitate, Links und Chats. Neben dem Bloggen eigener Themen können Sie auch fremde Beiträge rebloggen und diese somit in Ihren Blog mit aufnehmen. Prinzipiell ist es möglich, dies ohne Quellenverweis zu tun, bei Tumblr gehört es jedoch zum guten Ton, den Ursprung des Beitrags mitzuteilen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Tumblr auf Ihre eigene Website zu integrieren. Haben Sie Zugriff auf den A-Record oder den CName dann können Sie Ihr Blog entweder auf die Domain oder auf eine Subdomain umleiten. Dies ist für jedes Ihrer Blogs möglich, die Sie mit Tumblr verwalten. Die entsprechenden Parameter hinterlegen Sie sowohl in den Einstellungen des Blogs als auch in bei Ihrem Hoster. Alternativ dazu können Sie die Inhalte Ihres Blogs auch mit Hilfe der zur Verfügung gestellten API in Ihre Website integrieren. Die komplette Dokumentation der Schnittstelle finden Sie online unter www.tumblr.com. Es stehen Ihnen verschiedene offizielle Bibliotheken unter anderem für PHP, Java oder Python zur Verfügung. Näheres dazu finden Sie auf der entsprechenden Entwicklersite bei //github.com/tumblr:github.com

Marktführer Wordpress

Deutlich länger dabei als Tumblr ist Wordpress, das es als Cloud-Lösung und als eigenständige Lösung für Ihre eigene Website gibt. Die aktuelle Version der Software ist 3.5.2 und wurde Ende Juni 2013 veröffentlicht. Die cloudbasierten Blogs sind über die Adresse wordpress.com zu erreichen. An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, nach der Registrierung sich eine eigene Subdomain und damit verknüpft einen eigenen Blog anzulegen. Dann müssen Sie nur noch entscheiden, welches Lizenzmodell Sie für Ihr Blog nutzen möchten. Die kostenlose Variante erlaubt lediglich die Nutzung des Blogs unter der Wordpress.com-Subdomain. Lediglich in der Premium-Variante ist es möglich, eine eigene URL zu verwenden. Zusätzlich dazu bekommen Sie unter anderem noch eine deutlich erweiterte Auswahl an Designs, es gibt keine Werbeeinblendungen und Ihnen stehen rund 10 GByte an Speicherplatz zur Verfügung. Dafür sind jedoch auch jährlich rund 100 US-Dollar (etwa 75 Euro) zu entrichten. Für einen Bruchteil dessen bekommen Sie bei nahezu jedem deutschen Hoster ein gleichwertiges Paket, das Ihnen die wichtigsten Open-Source-Umgebungen und damit verbunden auch Wordpress vorkonfiguriert anbietet.

Wordpress-Version

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Die Oberfläche der gehosteten Wordpress-Version unterscheidet sich nur uwesentlich von der eigens installierten Variante.

Der Funktionsumfang der Cloud-Lösung entspricht auf Wordpress.com mit den oben genannten Einschränkungen der On-Premise-Version, die Sie direkt auf Ihrem eigenen Webserver installieren. Ein Wordüress-Beitrag wird über einen Wysiwyg-Editor erstellt, wobei auch an dieser Stelle die Eingabe im Textmodus möglich ist. Die aktuelle Wordpress-Version unterstützt wie auch Tumblr verschiedene Formate für Ihre Blogeinträge. Neben dem klassischen Standardbeitrag gibt es unter anderem noch die Vorlagen für Kurzmitteilungen, Audio, Video, Chat, Zitat oder Status. Insgesamt stehen Ihnen nicht weniger als zehn verschiedene Varianten zur Verfügung. Der zentrale Vorteil von Wordpress ist sein flexibel erweiterbarer Funktionsumfang, der Ihnen jedoch auf Wordpress.com nicht angeboten wird. In der Cloud gibt es lediglich die Möglichkeit, eine Umfrage und ein Kontaktformular als Grundfunktionen mit einzubinden. Wenn Sie größere Freiheiten benötigen, bietet Ihnen eine eigene Wordpress-Installation einen deutlichen Vorteil.

Bloggen mit Google

Auch Google mischt auf dem Markt der Blogging-Plattformen in der Cloud erfolgreich mit und bietet mit Blogger.com eine Plattform, auf der Sie Ihr eigenes Blog hosten können. Für die Anlage eines Blogs benötigen Sie einen Google-Account und können anschließend beliebig viele Blogs erstellen. Sie gelangen nach der Registrierung und der Anmeldung direkt auf die Übersichtsseite Ihrer bereits vorhandenen Blogs. Haben Sie noch keine Blogs angelegt, lässt sich dies direkt von der Übersichtsseite aus tun. Dazu steht Ihnen die Schaltfläche "Neuer Blog" zur Verfügung, welche nach der Festlegung des Blogtitels, der gewünschten Adresse sowie der Vorlage das Grundgerüst im Hintergrund anlegt. Der nächste Schritt nach der Anlage ist das Verfassen eines ersten Posts innerhalb Ihres Blogs. Dafür gibt es einen Wysiwyg-Editor, mit dem Sie Ihren Text eingeben und auch grundlegend formatieren können. Reicht Ihnen dies nicht aus, so gibt es parallel dazu auch noch eine HTML-Ansicht, in der Sie direkt mit den Tags hantieren können.

Da Google die Plattform selbst betreibt, finden Sie an dieser Stelle auch zahlreiche Google-eigene Dienste wieder, die Sie für Ihr Blog nutzen können. Dies sind unter anderem Google+ für das Vernetzen mit Bekannten und Freunden, Google Analytics für die Statistiken und AdSense für die kommerzielle Vermarktung. Das Google-Blog lässt sich nicht nur über eine URL der Form meinblog.blogger.com aufrufen, Sie können auch ohne Mehrpreis den Dienst mit Ihrer eigenen Website verbinden. Die notwendigen Einstellungen nehmen Sie über das Menü "Einstellungen/Grundlegende Einstellungen" vor. Die Blogging-Plattform weist Sie an dieser Stelle explizit darauf hin, welche Einstellungen Sie auch in den Einträgen bei Ihrem Webhoster vornehmen müssen, damit dies funktioniert.Viele der vorhandenen Vorlagen bieten Ihnen sowohl eine klassische Desktop-Sicht als auch eine mobile Sicht an, welche für die jeweiligen Endgeräte optimiert ist. Dies entsprechend einer Umsetzung auf Basis des Responsive Design.

Die einzelnen Vorlagen lassen sich im Hinblick auf verschiedenste Parameter noch individuell anpassen. Dies sind unter anderem das Farbdesign, die maximale Breite des Fensterbereichs oder auch das Layout als solches mit den dabei verwendeten Widgets. In den erweiterten Einstellungen des Blogger-Vorlagendesigners finden Sie auch Parameter für die verschiedenen Bereiche. Dies ist neben der Schriftart und -größe auch die entsprechende Farbpalette für die Schrift und den Hintergrund. Auf diese Weise sind Sie recht flexibel bei der Individualisierung Ihrer Website. Blogger.com stellt somit eine interessante Alternative zu den bereits vorgestellten anderen Plattformen dar.

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Weitere Blogging-Systemein der Cloud

Neben diesen Anbietern, die sehr weitere Verbreitung haben und auch alle eine deutsche Oberfläche sowie eine deutschsprachige Hilfeseite anbieten, gibt es noch zahlreiche weitere Dienste, die vorrangig in den USA zu Hause sind. Squarespace ist ein System, das deutlich über den klassischen Funktionsumfang eines Blogs hinausgeht. Es handelt sich dabei um ein CMS, das ebenfalls eine Blogging-Komponente mit an Bord hat. Die Plattform bekam erst vor einigen Monaten knapp 40 Millionen US-Dollar an neuem Wagniskapital, um die Website und den Dienst weiter auszubauen.

Blogger.com

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Bei Blogger.com können Sie zwischen zahlreichen Layouts auswählen.

Das ganze System ist sehr intuitiv zu bedienen und legt sehr viel Wert auf eine ansprechende Optik. Der Schwerpunkt liegt bei Squarespace jedoch klar auf dem Bereich CMS, das Bloggen ist hier lediglich ein Nebenschauplatz. Dies ist auch deutlich im Funktionsumfang zu spüren.

Sie können mit einem kostenlosen Test-Account erste Erfahrungen mit der Umgebung sammeln. Anschließend wird allerdings eine monatliche Gebühr von mindestens 8 US-Dollar fällig. Dafür erhalten Sie ausreichend Speicher und Bandbreite sowie eine eigene vollwertige Domain für Ihre Website. Sie können Squarespace auch direkt in Ihre Website einbinden. Dazu gibt es im Menü "Advanced" einen Punkt "URL Mappings", der Ihnen die Definition eines Redirects auf Ihre Website erlaubt.

Ein weiteres Blogsystem, das in den USA vor allem im kommerziellen Bereich eine größere Verbreitung hat, ist Typepad. Es handelt sich dabei um einen Blogdienst mit sehr einfacher Oberfläche, der so die Einstiegshürde für ein eigenes Blog sehr niedrig hält. Dies lässt sich der Anbieter wie Squarespace jedoch entsprechend bezahlen. Der Dienst ist lediglich 14 Tage kostenlos und kostet in der kleinsten Ausbaustufe bereits 8 US-Dollar. Entgegen Squarespace kommen Sie ohne Angabe einer Bezahlinformation nicht einmal über die Anmeldung hinweg. So stellt Typepad eine automatische Umstellung in den Bezahlmodus sicher. Für die monatliche Nutzungsgebühr erhalten Sie in allen drei Leistungsmodellen immer unlimitierten Webspace und ein unlimitiertes Übertragungsvolumen. In allen Ausbaustufen ist die direkte Integration in Ihre eigene Website möglich.

Der wesentliche Unterschied zwischen den drei Modellen ist die Anzahl der Blogs, die Sie anlegen und pflegen können. Dies spielt besonders beim teuersten Paket, dem Premiumsupport, eine zentrale Rolle. Es gibt darüber hinaus noch zahlreiche weitere Anbieter, wie Joomla oder Drupal, die für ihre Systeme ebenfalls eine Cloudlösung anbieten. Diese Systeme haben jedoch stärker als Squarespace einen Fokus auf der Verwaltung von Inhalten und bieten das Blogging lediglich als Nebenprodukt an. Deswegen wollen wir sie in diesem Vergleich auch nicht weiter betrachten.

Microblogging

Eine besondere Form des Bloggens, die bis jetzt noch nicht betrachtet wurde, ist das Microblogging. Dabei handelt es sich um Blogbeiträge, die nur eine bestimmte Länge haben dürfen - in der Regel 200 Zeichen oder weniger. Die Art der Kommunikation erinnert stark an SMS. Die verschiedenen Dienste erlauben in der Regel sowohl eine private Veröffentlichung der Nachrichten als auch eine komplett öffentliche. Der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist sicherlich Twitter, eine Plattform auf der Sie selbst sogenannte Tweets publizieren und anderen Twitterern folgen können.

Microblogging / Twitter

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Eine Sonderform des Bloggens ist das Microblogging; der bekannteste Vertreter ist Twitter.

Einzelne Beiträge anderer lassen sich entsprechend kommentieren oder auch über einen Retweet mit in den eigenen Tweet aufnehmen. Ernsthaft erwähnenswerte Microblogging-Dienste gibt es neben Twitter nur sehr wenige, und diese haben auch keine wirkliche Bedeutung mehr. Für geschlossene Benutzergruppen, wie etwa Unternehmen, gibt es verschiedene Ansätze für die interne Kommunikation, etwa die Lösung Yammer. Diese sind jedoch explizit auf den Einsatz in Unternehmen abgestimmt und liefern das Microblogging nur als Nebenfunktion mit aus.

Blogs selbst installiert

Neben der Variante des Cloud-Betriebs gibt es als zweite Alternative die direkte Installation einer Bloglösung innerhalb Ihres eigenen Webspace. Die meisten dieser Lösungen bauen auf einer Kombination aus PHP und MySQL auf, wobei Sie keine größeren Kenntnisse in der Programmierung oder der Datenbank- Verwaltung benötigen. Der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist sicherlich Wordpress mit einem Marktanteil von aktuell über 50 Prozent. Sie können sich die Plattform kostenlos als Installationsroutine herunterladen und übertragen diese direkt zu Ihrem Hoster. Nachdem Sie eine Datenbank angelegt haben, müssen Sie nur noch die Installationsroutine durchlaufen und haben nach wenigen Minuten einen einsatzfähigen Blog. Der Vorteil dieses Wegs ist die Flexibilität bei der Erweiterung der Lösung, denn Ihnen stehen in dieser Variante beliebig viele Templates für die Gestaltung der Oberfläche zur Verfügung. Noch wichtiger ist jedoch die Erweiterung mit Hilfe von Plug-ins. Dabei handelt es sich um PHP-Programme, die der Grundinstallation eine bestimmte Funktion hinzufügen.

Im offiziellen Wordpress-Plug-in-Verzeichnis gibt es aktuell über 25.000 Erweiterungen, die in der Regel kostenlos sind. Der Funktionsumfang geht dabei von einer einfachen Spamlösung bis hin zu einer komplexen Erweiterung, die Ihr Blog um eine Shopkomponente erweitert. Eine weitere Lösung aus diesem Umfeld ist B2evolution, eine Blogsoftware, mit der Sie mehrere Blogs in mehreren Sprachen in einer Multiuser-Umgebung verwalten können. Die Lösung setzt wie Wordpress auf einer Kombination aus PHP und MyS¬QL auf. Auch für diese Umgebung gibt es zahlreiche Plug-ins und Erweiterungen. Neben diesen beiden Vertretern gibt es wie auch im gehosteten Bereich noch zahlreiche weitere Lösungen, die aus dem CMS-Umfeld kommen und auch eine Bloggingkomponente mit anbieten. Dies sind in der Regel alle klassischen CMS-Anbieter.

Tools zum Bloggen

Ein Blog lebt von aktuellen Beiträgen und ist somit immer nur so gut wie die Qualität seines Inhalts. Aus diesem Grund sollten Sie, wenn Sie sich für diese Form der Website entscheiden, auch bewusst Zeit reservieren, um Ihr Blog ausführlich zu pflegen. Auf vielen Hinweisseiten finden Sie Faustregeln, wie "eine Stunde am Tag" oder "mindestens ein Beitrag alle zwei Tage". Dies ist vielleicht als Anhaltspunkt ganz sinnvoll, jedoch keine zwingende Vorgabe. Letzten Endes hängt es stark vom Thema ab, dem sich Ihr Blog widmet. Wenn Sie beispielsweise einen Blog über Windows 8 schreiben und nicht zeitnah über die aktuelle Beta von Windows 8.1 berichtet haben, werden sich Ihre Leser sicherlich fragen, ob Ihr Blog noch auf dem aktuellen Stand ist, und sich unter Umständen schnell nach Alternativen umschauen.

Für die Pflege Ihres Blogs gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen das Arbeiten erleichtern. An vorderster Stelle sind sicherlich die Apps für die unterschiedlichen Plattformen zu erwähnen, mit denen Sie auch von unterwegs pflegen können. Alle großen Hosting-Plattformen, die wir an dieser Stelle vorgestellt haben, bieten sowohl für iOS als auch Android einen entsprechenden Client an, mit dem Sie auch von unterwegs Beiträge schreiben können. Der große Vorteil dieser Herangehensweise ist der direkte Zugriff auf die Ressourcen Ihres Tablets oder Ihres Smartphones. Damit ist es möglich, direkt ein Bild oder auch einen Film von Ihrem Endgerät in Ihr Blog hochzuladen und zu kommentieren.

Sollten Sie sich für eine eigene Installation, beispielsweise von Wordpress entscheiden, ist es auch in diesem Fall ohne Probleme mit der offiziellen Wordpress-App möglich, auf Ihre eigene Website zuzugreifen und die Inhalte von unterwegs zu pflegen. Dank der offenen APIs gibt es in der Regel mehr als nur eine App, um die Inhalte zu pflegen. In der Regel gibt es eine kostenlose Variante zum Testen, damit Sie die Vorteile gegenüber der Standard-App des Anbieters entsprechend evaluieren können.

Das Blog einbinden

Plug-in von Wordpress

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Mit einem speziellen Plug-in von Wordpress können Sie direkt von unterwegs Beiträge für Ihr Blog schreiben.

Haben Sie Gefallen an der Idee des Bloggens gefunden, gibt es mehrere Wege, ein Blog in eine Website einzubinden. Dies hängt natürlich stark davon ab, wie umfangreich und wie erfolgreich sich Ihre bisherige Website darstellt. Am einfachsten gelingt die Einführung, wenn Sie ein Blog parallel zu Ihrer bestehenden Website in einer Subdomain oder unter einer erweiterten URL laufen lassen. Damit wäre Ihr Blog dann beispielsweise über die URL Blog.meineseite.de oder aber www.meinesite.de/blog zu erreichen. In beiden Fällen erkennen die Suchmaschinen eine direkte Zugehörigkeit zu Ihrer Website. Sie haben bei einer solchen Variante jedoch den Vorteil des schrittweisen Einstiegs in die Materie. Sollten Sie sich als Blogger bewähren, können Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt Abschied von Ihrer aktuellen Website nehmen und den Blog als Hauptseite verwenden. In diesem Fall ist auch ein kompletter oder teilweiser Umzug der URL möglich.

Eine zweite Variante wäre ein kompletter Schnitt, indem Sie Ihre alte Website abschalten und die Inhalte auf einen Schlag migrieren. Dies beinhaltet jedoch mehrere Risiken und sollte deswegen genau überdacht werden. Zum einen verlieren Sie bei diesem Schritt unter Umständen bereits erworbene Beachtung bei den Suchmaschinen, da bestehende Websites nicht mehr vorhanden sind. Zum anderen eignet sich auch nicht jeder als Blogger, und ein Schritt zurück ist doppelt aufwändig.

Sollten Sie sich trotz allem für einen Big-Bang-Ansatz entscheiden, steht die Entscheidung über das Layout noch aus. Hat Ihre bisherige Website einen großen Wiedererkennungswert, sollten Sie an diesem Layout festhalten und ein entsprechendes Template für Ihr neues Blog erstellen. Sie können den Wechsel natürlich auch bewusst für einen Relaunch nutzen und Ihre Website auch optisch auf einen neuen Stand bringen. In einem solchen Fall sollten Sie trotz allem den Wiedererkennungseffekt nicht komplett außer Acht lassen.

Fazit

Ein Blog als Besuchermagnet? Sie haben mit diesem Ansatz sicher nur Erfolg, wenn Sie in regelmäßigen Abständen neue Inhalte anbieten. Ein Blog lebt und muss ständig gepflegt werden. Nur so können Sie damit dauerhaft mehr Traffic auf Ihrer Website generieren, denn die Leser folgen einem Blog nur, wenn es relevante und aktuelle Inhalte liefert. Dank flexibler Installationsvarianten ist es bei den meisten Lösungen unerheblich, ob diese direkt bei Ihrem Hoster installiert werden oder Sie erst einmal einen Versuch über die cloudbasierte Lösung des Anbieters starten. Dieser kennt die Anforderungen Ihrer Nutzer genau und nahezu alle Anbieter bieten einfache und flexible Wege, das Blog in die Website einzubinden und über eine eigene URL anzusprechen.

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