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Eyefinity Multidisplay Technologie von ATI

Bildschirmfläche lässt sich durch nichts ersetzen, außer durch noch mehr Bildschirmfläche. Mit Eyefinity von ATI gibt es den Panoramablick frei Haus.

  1. Eyefinity Multidisplay Technologie von ATI
  2. Kombinationsmöglichkeiten
samsung, display

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Wollten Sie schon immer mal World of Warcraft mit drei 30-Zöllern in 7680 x 3200 Pixeln spielen oder die Produktivität unter Windows steigern? Mit AMD/ATIs Eyefinity Multi-Display-Technologie ist das kein Problem. So kann zum Beispiel auf einem Display ein Word-Dokument geöffnet sein, während der Internet-Browser das zweite Display belegt und auf dem dritten der Instant-Messenger oder anderweitige Programme laufen.

ATIs Eyefinity ermöglicht es, dass eine ATI-Grafikkarte aus der Radeon-HD-5000-Serie anstelle von zwei, bis zu sechs Monitore ansteuern kann. Dabei muss aber die Auflösung unter 2560 x 1600 pro Display liegen. Wer das Geld hat und 30-Zoll-Bildschirme einsetzen will, benötigt dafür die Eyefinity 6 Radeon 5870, die spezielle Mini-Display-Port-Anschlüsse hat, da andernfalls nur zwei Bildschirme verwendet werden können.

Wird die Auflösung 1920x1200 allerdings nicht überschritten, so sind mit normalen HD-5000-Karten drei und mit der "Eyefinity-6-Version" sechs Monitore ansteuerbar. Das dürfte Matrox und seinen DualHead2Go-bzw. TripleHead2Go-Karten das Leben schwer machen.

Momentan gibt es drei Hersteller, die Karten der AMD/ATI HD 5870 Eyefinity 6 Edition im Programm haben: Club3D, Powercolor und Sapphire. Anstelle zweier DVI- und einer HDMI-Schnittstelle sowie einem Display-Port, wie es bei der 5000er-Serie üblich ist, bieten die Eyefinity-6-Karten sechs Mini-Display-Port-Anschlüsse und eine doppelte Speicherausstattung von 2 GByte GDDR5.

Im Lieferumfang der 500 Euro teuren Karten befinden sich zudem fünf Adapter: zwei von Mini Display-Port auf Display-Port, zwei von Mini Display-Port auf DVI (Single-Link) und einer von Mini Display-Port auf HDMI. Bei der Radeon-5000-Serie werden die Anschlüsse in zwei Segmente aufgeteilt: Die beiden DVI- und der HDMI-Anschluss bilden das erste Segment und der Display-Port das zweite.

Am ersten Segment können maximal zwei Monitore betrieben werden, trotz der drei vorhandenen Anschlüsse. Für einen Betrieb mit drei Monitoren muss der dritte Monitor also am Display-Port der zweiten Gruppe angeschlossen werden. Der Grund dafür ist in den verbauten TMDS-Transmittern (Transition-Minimized Differential Signaling) zu suchen. Jede GPU besitzt sechs TMDS-Transmitter und zwei Taktgeber, was für maximal zwei Dual-LinkMonitore reicht.

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Der Sapphire-Display-Port auf DVI-Adapter wird ohne Anleitung, Software oder sonstigem Zubehör ausgeliefert. Er ist allerdings auch kinderleicht anzuschließen. Der Adapter wird zwischen das DVI-Kabel und den Display-Port geschlossen und per USB mit Strom versorgt. Eine Einrichtung unter Windows ist nicht notwendig. Der Adapter kostet 80 Euro.

Für die DVI-Schnittstelle, respektive den HDMI-Anschluss, wandelt der TMDS-Transmitter die drei Farbkanäle in ein serielles, mit drei Kanälen belegtes Signal um. Hierbei ist die Taktrate auf 165 MHz limitiert, wodurch wiederum die Auflösung auf bis zu 1600 x 1200 Pixel bei 60 Hertz (Hz) Bildwiederholfrequenz begrenzt ist. Höhere Auflösungen erreicht man mit dem Dual-Link-Verfahren.

Dazu wird ein entsprechendes Anschlusskabel (Dual-Link) mit mehr Anschlusspins benötigt. Bei Dual-Link werden die Videodaten auf zwei TMDS-Transmitter verteilt. Da die wenigsten Monitore über einen Display-Port verfügen, benötigt man einen Adapter. Für den Betrieb eines dritten Monitors muss man einen aktiven Adapter verwenden, wie ihn zum Beispiel Sapphire (siehe Bild) anbietet, da der Display-Port keinen eigenen Signalgeber hat.

Das fällt ins Gewicht: Denn nach dem Kauf einer 500 Euro teuren Grafikkarte und drei Monitoren muss man nochmals knappe 80 Euro für einen solchen Display-Port-Adapter berappen.

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