Tablets 2011

MeeGo

Intel hält an MeeGo fest

Intel hat sich bisher auf dem Tablet-Markt eher schwer getan. Die bisherigen Atom-Prozessoren waren zu energiehungrig und teilweise auch zu langsam. Das soll sich aber mit Oak Trail und dem Smartphone-Prozessor Medfield ändern. Zudem fehlte ein spezielles Tablet-Betriebssystem für x86-Prozessoren.

Daher unterstützte der Prozessorhersteller zunächst die Entwicklung der für Tablets, Netbooks und Smartphones ausgelegten Linux-Distribution Moblin, das im Februar 2010 mit dem von Nokia entwickelten Maemo-Linux zu MeeGo verschmolzen wurde. Bislang existiert mit dem WeTab allerdings erst ein einziges MeeGo-Tablet auf dem Markt.

Durch die Entscheidung von Nokia, nun Windows Phone 7 als primäre Plattform für Smartphones einzusetzen, ist ein wichtiger Unterstützer von MeeGo von der Fahne gegangen, der zudem mit Qt eine der zentralen Komponenten bereit stellt.

Zwar wird Nokia MeeGo weiter entwickeln, aber wohl mit deutlich gebremsten Engagement. Intel hält aber laut dem CEO Paul Otellini an MeeGo fest und zeigte auf der Mobile World einen MeeGo-Tablet-Prototypen mit einer neuen touch-optimierten Oberfläche.

WeTab mit OS 2.1.2: Neue Software mit neuen Fun

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© PC Magazin

Die von WeTab selbst entwickelte Oberfläche für das MeeGo-Linux lässt sich nun deutlich flüssiger bedienen. Icons von Adobe-Air-Apps wie dem Zinio Reader lassen sich nun auf dem Desktop verankern.

2.1.2Das MeeGo-Tablet WeTab hat beim Start viel Kritik geerntet, nicht zuletzt durch das Betriebssystem mit Bugs und fehlenden Funktionen. Hier haben die Programmierer bei 4tiitoo inzwischen nachgebessert und mit der Version 2.1.2 ein Betriebssystem auf die Beine gestellt, mit dem man arbeiten kann.

So ist das Problem des gelegentlich nicht reagierenden Touchscreens gelöst und ein Rechtsklick über einen längerern Fingerklick wurde implementiert. Das Tablet kann nun auch auf Windows-Freigaben im Netzwerk zugreifen. Das Problem der schmalen Basis an Apps wird durch die Unterstützung von Adobe Air gelöst. Zudem laufen mit dem kommenden Update auch Android-Apps auf dem Linux-Tablet mit Atom-CPU.

Android-Tablets der aktuellen Generation

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© PC Magazin

Das ViewSonic ViewPad 7 400 Euro; www.viewsonic.de Prozessor: ARM11 (600 MHz) Speicher: 512 MByte Flash Display: 7 Zoll (800 x 480) Schnittstellen: MicroUSB, Micro SDHC, 3G

ViewSonic hat mit dem ViewPad 7 ein kompaktes Android-2.2-Tablet mit 7-Zoll-Display auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu den ganz billigen 7-Zöllern verfügt das 400 Euro teure ViewPad 7 über einen kapazitiven Touchscreen, mit dem sich das Gerät schnell und präzise bedienen lässt. Allerdings ist die Darstellungsqaulität des TN-Displays mit 800 x 480 Bildpunkten nur bei einem relativ schmalen Blickwinkel gut, was vor allem bei Spielen stört, die über den Neigungssensor gesteuert werden.

Als Prozessor dient ein ARM11 von Qualcomm mit 600 MHz Taktrate. Die Performance reicht auch für 3D-Spiele aus. Der interne Flash-Speicher hat eine Kapazität von 512 MByte, kann aber mittels einer microSD-Karte erweitert werden. Neben einer VGA-Frontkamera ist auch eine 3-Megapixel-Kamera auf der Rückseite des Tablets vorhanden. Allerdings ohne Blitz. Das ViewPad 7 unterstützt auch 3G und Assisted-GPS. Daher hat man mit dem Gerät Zugriff auf den Google Market mit Unmengen von Apps.

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© PC Magazin

Das a-rival PAD 83 WiFi & 3G 360 Euro; www.a-rival.de Prozessor: ARM11 (800 MHz) Speicher: 8 GByte Flash Display: 8 Zoll (800 x 600) Schnittstellen: MicroUSB, Micro SDHC, 3G

a-rival war bislang primär als Hersteller von Navigationsgeräten aktiv. Daher läuft auf dem Android-Tablet a-rival PAD 83 auch das a-rival-eigene Maptrip mit Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz als Navigations-Software. Das Gerät nutzt als Display ein nicht sonderlich blickwinkelstabiles, kapazitives TN-Panel im bei Tablets seltenen 8-Zoll-Format mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln. Als CPU kommt der 800-MHz-ARM11-Prozessor Tcc8902 von Telechip zum Einsatz, die Performance reicht für YouTube-HD-Videos aus.

Über eine HDMI-Buchse können auch externe Displays angeschlossen werden. Der Massenspeicher ist mit 8 GByte für die Geräteklasse relativ üppig dimensioniert und kann wie beim ViewSonic mittels microSD erweitert werden. Dafür fehlen dem a-rival PAD Kameras und ein Bluetooth-Modul. Als Betriebssystem ist Android 2.1 installiert. Ab Werk können zusätzliche Apps nur über den schmal bestückten a-rival-Market bezogen werden.

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