Was steckt in Medions Akoya X7325 D?

Medion Akoya X7325 D: Professional-PC von Medion unter der Lupe

Der Elektronikartikelhersteller Medion bietet eine breite Palette an PCs für unterschiedliche Anwendungsbereiche bzw. -szenarien: Von Rechnern für den Büro- und Multimedia-Bereich über Gamer-PCs bis hin zu Premium- und Professional-PCs. Wie fein ein PC auf eine dieser Gruppen abgestimmt wird, zeigt ein Blick auf den "Medion Akoya X7325 D", der den günstigstes Einstieg in die Welt der "Professional-PCs" markiert. Wir haben uns genauer angeschaut, was in dem 849 Euro teuren Rechner steckt.

Medion Akoya X7325 D

© Archiv

Medion Akoya X7325 D

Herzstück des Akoya X7325 D: Intels Core i5-750

Beim Medion Akoya X7325 D hat sich Medion für einen Intel Core i5-750-Prozessor als Herzstück des Rechners entschieden. Jeder der vier Kerne des i5-750 ist mit 2,66 GHZ getaktet, 8 MB an Cache stehen zur Verfügung.

Die auf der Intel Core Mikroarchitektur mit dem Codenamen Nehalem basierende CPU bietet gegenüber herkömmlichen Prozessoren ein ganz besonders großen Vorteil: So verfügt der i5-750 über eine Intel Turbo Boost genannte Technik, eine Art automatische Übertaktungsfunktion. Sie beschleunigt Anwendungen, die nicht alle Kerne nutzen können - darunter Office-Software genauso wie Multimedia-Anwendungen. Dazu schaltet die CPU nicht benötigte Kerne ab und taktet die verbliebenen Kern hoch. Im Falle des Intel Core i5-750 Prozessor kann der Turbo so einem Kern ganze 3,20 GHz entlocken. Im Testlabor konnten die Core-i7 und Core-i5-Prozessoren für den Sockel 1156 jedenfalls schon vor einigen Wochen überzeugen. Auszug aus dem Fazit: "Mit den neuen Prozessoren für den Sockel 1156 legt Intel mächtig nach. Vor allem die eigenen Prozessoren der Core-2-Duo- und Core-2-Quad-Reihen könnten letztlich die Leidtragenden sein, denn anders als bei den Vorgängern muss man sich nicht zwischen wenigen Kernen mit hoher Frequenz und vielen Kernen mit einer niedrigeren Frequenz entscheiden." Mehr dazu hier [int:article,115254]im Testbericht zu den CPUs[/int].Gut: Dem Intel-Prozessor stehen satte acht GB an Arbeitsspeicher zur Seite. Beim Arbeitsspeicher-Typ kommen zudem schnelle DDR3-Riegel zum Einsatz, die mit 1333 MHz laufen.

Intel Turbo Boost

© Intel

Die Intel Turbo Boost Technologie: Ein Kern wird übertaktet, andere heruntergefahren.

Nvidia GeForce GT230 - flott, aber nichts für Profi-Zocker

Bei der Grafikkarte setzt Medion auf Hersteller Nvidia. Zum Einsatz kommt die Nvidia GeForce GT230. Die im 40-nm-Prozess gefertigte GPU zeichnet sich durch einen niedrigen Stromverbrauch aus. Dies konnten wir einer mit 512 MByte Speicher ausgestatteten Karte des gleichen Typs im [int:article,98970]Test des Aldi-PC Akoya P7700 D[/int] bescheinigen. Die hier verbaute Karte ist noch etwas großzügiger dimensioniert in Sachen Grafikspeicher - sie ist 1024 MB ausgestattet. Gelegenheitsspieler sollten dadurch etwas mehr Luft bei höheren Auflösungen bekommen, sind aber gut beraten, die Auflösung nicht höher als auf 1280 x 1024 Bildpunkte zu fahren und auch mit Zusatzeinstellungen (etwa Anti-Aliasing) eher behutsam umzugehen. Im alltäglichen Betrieb ist die Karte aber allem gewachsen; sie bietet übrigens an Schnittstellen 1x DVI-I/1x HDMI und 1x D-Sub VGA.Tipp: Die verbaute Karte unterstützt das mit Windows 7 eingeführte DirectX-11 nicht. Grafikkarten, die DirectX-11 beherrschen, gibt es aber bereits jetzt zu günstigen Preisen. Und, sobald der Markt für DirectX-11 wirklich Fahrt aufgenommen hat, und Nvidia und AMD beide ihre Produkte platziert haben, dürften die Preise für die Grafikkarten noch attraktiver werden.

Speicher satt: 1,5 Terabyte Festplattenkapazität

Sehr üppig fällt die Festplattenspeicherkapazität im Medion Akoya X7325 D aus. Mit 1,5 TB ist mehr als genügend Platz für die Installation von Programmen und Spielen sowie zum Archivieren von digitalen Inhalten aller Art - 500 GB der genannten Kapazität werden übrigens von einer Festplatte zur Verfügung gestellt, die in einem der Hot-Swap-Festplattenwechselrahmen des Rechners steckt. Der Rechner verfügt über zwei dieser Festplattenwechselrahmen, in die gängige, interne 3,5-Zoll-Festplatten passen.Abgerundet wird die Laufwerks-Ausstattung durch einen DVD-Brenner. Er brennt Daten mit 10facher Geschwindigkeit auf DVD+R9 (DL), mit 20facher Geschwindigkeit auf DVD+R und DVD-R. Bei DVD+RW und DVD-RW erreicht er noch 8- respektive 6faches Tempo. Auch CD-Rs und CD-RWs sind ebenso wie DVD-RAMs kein Problem für den Brenner.

Schnittstellen und Anschlüsse sowie weitere Besonderheiten des PCs in der Übersicht:

Vorne Hinten Anschlüsse Weitere Merkmale
2x USB 2.0 6x USB 2.0 1x Line In 8 Kanal Audio on board
1x Kopfhörer 2x PS/2 1x Front Line Out 4 in 1 Multikartenleser für SD-, MMC-, MS- & MS Pro-Speicherkarten
1x Mikrofon 1x LAN (RJ45) 1x Center/Subwoofer Line Out
1x FireWire 1x Surround Out
1xHDMI 1x Rear Line Out
1x SPDIF opt. Out

Lieferumfang bzgl. Soft- und Hardware

Als Betriebssystem ist Windows 7 vorinstalliert. Zum Einsatz kommt wie bei diesem Preispunkt üblich Windows 7 in der Home Premium Version. Als Office-Suite liegt dem PC "Microsoft Works 9.0" bei, zusätzlich gehört eine Trial-Fassung von "Microsoft Office Home and Student 2007" zum Lieferumfang; sie ist aber auf einen 60-tägigen Testzeitraum begrenzt.Das Thema Sicherheit bedient Medion Softwareseitig wie üblich mit dem "BullGuardInternet Security Paket" inkl. 90 Tage Update. Für Backups und zum Brennen liegt "Cyberlink Power2Go" bei. Mit der Brennsoftware sichern Sie Daten, Musik, Videos und Fotos auf CDs und auch DVDs.Hardware-seitig wird neben dem Medion Akoya X7325 D noch eine Tastatur (PS/2-tauglich) und eine optische Maus (USB-tauglich) mitgeliefert. Die Garantiezeit beträgt 24 Monaten.

Eindruck

Mit dem verbauten, neuen Intel Core i5-750 Prozessor (und damit natürlich auch einer Sockel-1156-Platine) als Herzstück, hat Medion beim Akoya X7325 D eine gute Wahl getroffen. Üppig dimensioniert zeigt sich der PC des Elektronikartikelhersteller auch beim Arbeitsspeicher sowie der Festplattenkapazität. Kritik muss sich der Medion Akoya X7325 D bei der Grafikkarte gefallen lassen: Dass die GeForce GT230 den alltäglichen Einsatz problemlos meistert, ist klar und damit passt der Rechner natürlich in den anvisierten Bereich der Medion "Professional-PCs" - Spiele-Kracher und Gelegenheitsspieler vor Augen hätte es aber durchaus ein wenig mehr Power sein dürfen.

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