Multimedia im Wohnzimmer

Medien vom Sofa aus

Die Wiedergabe von Fotos, Musik und Videos auf Computern ist nicht der wahre Genuss. Auf den folgenden Seiten lesen Sie, wie Ihre digitalen Medien auf den Fernseher oder die HiFi-Anlage im Wohnzimmer kommen und wie Sie diese Medien auf der Couch genießen können.

wohnzimmer, tv

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Vor dreißig Jahren hörte man Musik vornehmlich von Musikkassette oder Schallplatte, bis sich Anfang der 90er die Audio-CD als Tonträger durchsetzte. Mittlerweile ist hier digitale Musik als MP3 auf dem Vormarsch. In den 80er-Jahren wurden Videofilme noch auf VHS-Kassetten konsumiert.

Dieses Medium wurde kurz nach der Jahrtausendwende von der DVD als dem wichtigsten Filmdatenträger verdrängt. Auch der Umstieg auf die digitale Fotografie vollzog sich erst vor rund zehn Jahren. Bis Ende 2000 lagen Fotos, Filme und Musik in deutschen Haushalten voneinander getrennt auf unterschiedlichen, meist noch analogen Speichermedien vor. Diese Situation hat sich in den letzten zehn Jahren erheblich geändert.

Fotos, Musik und Filme sind heute in digitaler Form auf Computern, Festplatten oder Flash-Speichern wie USB-Sticks zu finden. Viele Daten liegen noch auf CDs oder DVDs vor. Das Praktische daran: Sämtliche Medien lassen sich per Computer verwalten und wiedergeben. Allerdings eignen sich Rechner im Arbeitszimmer nicht unbedingt für einen gemütlichen Foto- oder Video-Abend.

Die MP3-Sammlung auf der Festplatte hört sich über die kleinen Lautsprecher am Computer mager an. Fotos und Videos kommen auf dem großen Flachbildfernseher im Wohnzimmer erst richtig zur Geltung - zumal Sie es sich auf der Couch oder im Sessel gemütlich machen können.

Die wohl unkomplizierteste Möglichkeit, digitale Daten ins Wohnzimmer zu bringen, ist der Anschluss des Computers an den Fernseher oder die Stereoanlage. Das funktioniert wie bei CD- oder DVD-Playern per Kabel. Der Rechner spielt die Mediadateien ab und gibt sie an die Musikanlage oder den Fernseher weiter.

Dazu ist nur eine Verbindung für Audio bzw. Video von den Ausgangsbuchsen am Rechner über das passende Kabel mit der passenden Eingangsbuchse der HiFi-Anlage oder des Fernsehgeräts notwendig. Von Ausnahmen einmal abgesehen, sind die meisten Notebooks oder Desktops mit bis zu zwei Video-Ausgängen und einem Audio-Ausgang ausgestattet.

PC und HiFi-Anlage verbinden

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Viele moderne Flachbildfernseher besitzen neben einer Verbindung ins Heimnetz auch eine USB-Schnittstelle. Über diese Schnittstelle lassen sich Speichersticks oder externe Festplatten anschließen. Ein im Fernseher integrierter Media-Player sorgt für die Wiedergabe von Filmen, Musik oder Fotos. In der Regel können solche Modelle nur wenige Formate wiedergeben. Das Abspielen heruntergeladener Videos aus dem Internet scheitert in vielen Fällen an den meistens eingeschränkten Funktionen des Media-Players. Dafür lässt sich der USB-Speicher häufig als Videorekorder mit zeitversetztem Betrachten nutzen (Timeshifting).

Die Verbindung eines Rechners mit der HiFi- Anlage für die Musikwiedergabe ist schnell hergestellt: in der Regel über ein spezielles Audiokabel, das auf der einen Seite mit einem Klinkenstecker und auf der anderen mit einem zweifachen Cinch-Stecker versehen ist.

Mit dieser direkten Methode per Kabel verbleiben alle Fotos, Filme und MP3s auf dem Rechner. Eine umständliche Konvertierung der Dateien oder das Brennen auf CD oder DVD entfällt somit. Zudem halten sich die Anschaffungskosten für entsprechende Verbindungskabel in Grenzen.

Diese Übertragungsmethode hat auch einige Nachteile. Das Abspielen der Dateien auf dem Computer erfordert den vollständigen Start des Gerätes. Zudem steuern nur wenige Anwender ihren Rechner per Fernbedienung. Wer also nicht direkt neben dem Rechner sitzt, muss zur Auswahl eines Titels aufstehen.

Der wohl größte Nachteil: Der Computer muss sich in "Kabelreichweite" zu den entsprechenden Wiedergabegeräten (Fernseher und Musikanlage) befinden. Nicht jeder möchte seinen Computer im Wohnzimmer platzieren oder sein Notebook immer wieder umständlich an die HiFi-Anlage oder den Fernseher anstöpseln.

Zur Übertragung von Musik existieren alternative Lösungen, die auch ohne ein störendes Kabel auskommen wie der Wireless Audio Transmitter (siehe den Infokasten links).

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