Nur Windows 7 bei Media Markt ein Top-Angebot

Media Markt: Totale Schnäppchen-Wüste im neuen Computer-Prospekt (Nr. 29)

Notebooks, Displays und zwei PCs schmücken den feuerroten Prospekt Nr. 29 von Media Markt, wobei die beiden Rechner vor allem dem am Montag erscheinenden Aldi-PC Medion Akoya E6300 D offensichtlich Paroli bieten sollen. magnus.de unterzog die vermeintlichen Sonderangebote des Elektronik-Riesen einem Preischeck.

Media Markt: Totale Schnäppchen-Wüste im neuen Computer-Prospekt (Nr. 29)

© Andy Ilmberger

Media Markt: Totale Schnäppchen-Wüste im neuen Computer-Prospekt (Nr. 29)

Klickten Sie beim Kampf um eine günstige Vorabversion von Microsofts Windows 7 bei Amazon.de und Conrad auch zu spät auf den Einkaufsknopf? Dann beschert Ihnen der Media Markt noch eine zweite Chance: in den Filialen liegt die Home Premium Edition von Windows 7 für nur 45 Euro aus. Damit spart der Kunde immerhin 74 Euro gegenüber der Unverbindlichen Preis-Empfehlung (UVP), die mit 119 Euro angesetzt ist. Allerdings gilt auch für das Angebot bei Media Markt: "Nur solange Vorrat reicht." Wer glücklicherweise eine der günstigen Vorverkaufsboxen einheimst, muss sich dann aber noch bis zum 22. Oktober 2009 gedulden, bis Windows 7 auch regulär in den Handel kommt. Somit sind die Highlights des aktuellen Media-Markt-Prospektes schon fast aufgezählt.

Die Notebook-Angebote aus dem Media-Markt-Prospekt Nr. 29

Bereits der "Reinzieher" auf Seite 1, das Samsung-Notebook R519-Aura T4200 Danua mit 15,6-Zoll-Display (16:9-Format, 1.366 x 768 Bildpunkte) für 549 Euro flopt bei näherer Betrachtung. Bei diversen Online-Händlern gibt es das Einsteiger-Notebook bereits ab rund 500 Euro zuzüglich 10 bis 20 Euro Versand. Aus Hardwaresicht reicht das R519-Aura mit seinem 2-GHz-Pentium-Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und der integrierten Intel-Chipsatzgrafik GMA4500M lediglich für Office- und Internet-Arbeiten oder anspruchsloser Foto-Bearbeitungen. Für 3D-Spiele sowie anspruchsvollere Multimedia-Aufgaben ist das Samsung-Gerät nicht ausgelegt.

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Samsung-Notebook R519-Aura T4200 Danua

Viel besser wird es auch auf Seite 2 und 3 nicht, wo fünf weitere Notebooks um Beachtung buhlen. Wer tatsächlich aktuell plant, einen Vertrag für mobiles Internet abzuschließen, kann dennoch einen Blick riskieren. Denn alle hier aufgeführten Geräte stellen zwar keine Schnäppchen dar, kosten aber auch selten mehr als bei der Online-Konkurrenz. Lässt man sich außerdem zu einem Vertrag für Mobiles Internet von T-Mobile überzeugen (Flatrate, 7,2 Mbit/s, Monatsrate 39,95 bei 24 Monaten Laufzeit), verbilligt sich das Wunsch-Notebook um 500 Euro.

Ideal für das Surfen im Biergarten oder wo auch immer wäre zum Beispiel das Acer Aspire 3810T-354G32N. Das 13,3-Zoll-Notebook (16:9-Format, 1.366 x 768 Bildpunkte) mit einem Intel-Stromspar-Prozessor SU3500 (1,4 GHz, 3 MB L2-Cache), 4 GB DDR3-RAM, Intel-Chipsatzgrafik GMA 4500MHD und einer 320 GB Festplatte ist auf einen mobilen Betrieb hin optimiert und verspricht (wenn auch sehr optimistisch) 8 Stunden Akkulaufzeit - praxisnäher dürften 4 bis 5 Stunden sein. Trotzdem weist das Acer-Notebook gegenüber normalen Netbooks aus der 400-Euro-Klasse mehr Rechenleistung und Akkulaufzeit bei größerem Display auf. Regulär verlangt Media Markt 599 Euro für den kleinen Acer-Mobilrechner, im Internet bekommt man das Gerät auch für rund 20 Euro weniger. Lässt man sich aber zu bereits erwähnten Vertrag für Mobiles Internet von T-Mobile überzeugen verbilligt sich das Notebook auf 99 Euro.

Ebenfalls ein gelungenes Surfgerät für unterwegs stellt das Samsung-Netbook N310-@nyNet N270 ABT dar. Grundsätzlich weist das Samsung N310 zwar lediglich die üblichen Netbook-Spezifikationen auf (10,1-Zoll-isplay, 1,6-GHz-Atom-CPU, 1 GB RAM, 160-GB-Festplatte usw.) doch im Unterschied zu den meisten anderen Netbooks verfügt der Samsung-Aspirant über eine ordentliche Tastatur sowie ein kratzfestes Gehäuse. Mit 399 Euro kostet das Samsung N310 aber genau das gleiche wie außerhalb des Media Marktes.

Genau das gleiche wie sonst überall kosten auch die drei Desktop-Ersatz-Notebooks, im Einzelnen das Packard Bell Easynote EN LJ65-DM-010GE mit 17,3-Zoll-Display für 799 Euro, das Toshiba Satellite P300-271 mit 17-Zoll-Display für 1.199 Euro sowie das Sony VGN-FW46M mit 16,4-Zoll-Display und Blu-ray-Brenner für 1.299 Euro.

Bleibt Packard Bell auf seinen Notebooks sitzen, sollten die Verantwortlichen vielleicht einfach den Namensschöpfer der Geräte feuern, damit Kunden von Bezeichnungen wie "Easynote EN LJ65-DM-010GE" verschont bleiben! Aber der Mutterkonzern Acer macht es ja schließlich vor... Ansonsten glänzt der tragbare PC von Packard Bell zwar mit großen Namen in seinen Innereien, große Leistung garantiert dies allerdings nicht. Vor allem die Grafikeinheit Nvidia GeForce GT130M mit 1.024 MB Videospeicher lässt trotz DirectX-10-Fähigkeit kaum Spielfreude aufkommen. Die restlichen Hardware-Komponenten (Intel Core 2 Duo Prozessor P7350 mit 2 GHz und 3 MB L2-Cache, 4 GB Arbeitsspeicher, zwei mal 320 GB Festplatten) machen das Packard Bell Easynote EN LJ65-DM-010GE insgesamt zu einen soliden Arbeitgerät.

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Sony VGN-FW46M

Mehr Power steckt im 1.200 Euro teuren Toshiba Satellite P300-271. Das CPU/Grafik-Gespann Intel Core 2 Duo T9550 (2,66 GHz, 6 MB L2-Cache, 1.066 MHz Systemanbindung) sowie ATIs Mobility Radeon HD4650 mit 1.024 MB Grafikspeicher ist sowohl für moderne Spiele als auch für anspruchsvolle Foto- und Video-Bearbeitungen gerüstet. Davon zeugen auch die 4 GB Arbeitsspeicher und die Festplattenkapazität von zwei mal 500 GB. Ähnlich performant zeigt sich das Sony VGN-FW46M mit einem Core 2 Duo P8700 (2,53 GHz, 3 MB L2-Cache, 1.066 MHz Systemanbindung), 4 GB Arbeitspeicher, 500 GB Festplatte und der 3D-Grafik ATIs Mobility Radeon HD4650 mit 1.024 MB Videospeicher. Das 16,4-Zoll-Display von Sony bietet als einziges in der Runde eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Dieses Display sowie der verbaute Blu-ray-Brenner lassen den Preis auf üppige 1.300 Euro hochschnellen.

Die PC- und Display-Angebote aus dem Media-Markt-Prospekt Nr. 29

Etwa 2,5 PCs lassen sich im neuen Prospekt finden, am interessantesten ist ausgerechnet der Halbe. Die Rede ist vom Nettop iMax Mini C2100GE von Packard Bell für 289 Euro. Der Miniatur-PC arbeitet mit praktisch identischen Komponenten wie ein Netbook (1,6 GHz-Atom-CPU, 1 GB RAM, 160 GB Festplatte) - nur eben ohne Display. Dafür lässt sich das kleine Ding problemlos neben jeden Rechner hinstellen oder sogar auf die Rückwand eines Monitors aufschrauben. Das iMax Mini C2100GE von Packard Bell ist eigentlich baugleich mit Acers Aspire R3600 Revo. Die Versprechen zu beiden Geräten sind identisch: problemlos arbeiten und surfen im Internet und dank verbesserter Nvidia-Chipsatzgrafik 9400M sogar tolle Spiele zocken und Full-HD-Filme genießen. Die Spieletauglichkeit des Nvidia 9400M ist allerdings sehr begrenzt und reicht für moderne 3D-Spektakel kaum aus. Und auch HD-Filme laufen erfahrungsgemäß noch flüssig mit 720 Zeilen Auflösung (720p), nicht aber in der Full-HD-Auflösung von 1.080 Zeilen (1080p). Der Preis mit 289 Euro ist vergleichbar mit Angeboten aus dem Internet, bei Media Markt bekommt der Kunde zusätzlich noch einen Bluetooth-Spielecontroller mit dazu.

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Nettop iMax Mini C2100GE von Packard Bell

Die beiden vollwertigen Rechner Microstar Professional E5200/640/7043 (Intel Pentium E5200 mit 2,5 GHz, 2 GB RAM, 640 GB Festplatte ATI-Grafik Radeon HD4350) für 399 Euro sowie der Packard Bell iMedia X4614GE (Intel Core 2 Quad Q8200 mit 2,33 GHz und 4 MB L2-Cache, 4 GB RAM, 640 GB Festplatte, Nvidia-Grafik GeForce G100) für 459 Euro sind beides reine Arbeitstiere ohne jeglicher Spieletauglichkeit und haben vermutlich nur den Zweck, ein Alternativ-Angebot zu Aldis Quadcore-PC Medion Akoya E6300 D (magnus.de berichtete) für 499 Euro darzustellen.

Schnell abgefrühstückt sind die Display-Angebote aus dem aktuellen Media-Mark-Prospekt. Von den sechs Bildschirmen, namentlich der Fujitsu Amilo SL 3260W mit 26 Zoll (299 Euro), der BenQ M2400HD mit 24 Zoll (249 Euro), der LG W2353V (199 Euro) und Acer X233Hbd (169 Euro) mit je 23 Zoll, der Samsung SyncMaster 2243SN mit 22 Zoll (149 Euro) sowie der 19-Zöller LG Flatron W1934S-BN für 99 Euro sind alle Geräte über Online um rund 20 Euro günstiger zu ordern. Lediglich auf den 19-Zoll-Monitor von LG trifft dies nicht zu, der war erst gar nicht auffindbar.

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