Marktübersicht

Shared Webhosting: Profileistung für wenig Geld

Mit Shared-Hosting-Paketen lassen sich auch professionelle Websites kostengünstig betreiben. Die aktuelle Marktübersicht des Internet Magazins zeigt, wo Sie die beste Leistung für Ihre individuellen Anforderungen finden.

Profileistung für wenig Geld

© Internet Magazin

Mit Shared-Hosting-Paketen lassen sich auch professionelle Websites kostengünstig betreiben.

Selbst kommerzielle Websites laufen heutzutage auf Shared-Hosting-Plattformen problemlos. Denn anders als noch vor einigen Jahren, als für Profis kein Weg um einen eigenen, dedizierten Server herumführte, ist Shared Hosting jetzt so ausgereift und leistungsfähig, dass es in sehr vielen Fällen den idealen Kompromiss zwischen Kosten und Leistung darstellt.

Allerdings wird der Markt durch immer neue Produktkategorien inzwischen etwas undurchsichtiger, weil Technologiegrenzen verwischen und der Kunde manchmal nur noch bei sehr genauem Hinsehen feststellen kann, ob es sich bei einem Hosting-Paket nun um klassisches Shared Hosting, gemanagte vServer, virtuelle Managed Server oder Cloud-gehostete Produkte handelt.

Wirklich entscheidend ist die Technologie hinter den Angeboten allerdings nur in seltenen Fällen, wenn bestimmte Leistungsmerkmale unabdingbar sind, die nicht jede Technologie leisten kann. Ansonsten gilt: Wenn die Leistungsbeschreibung und der Preis stimmen, wird die Technologie dahinter zur Nebensache.

Nach wie vor gilt aber: Shared Hosting wird noch lange der große Massenmarkt bleiben und ist auf Grund der breiten Palette an Angeboten in allen Preislagen, von 1,99 bis 99 Euro, für die meisten Webmaster die optimale Lösung.

Features für Profis

Für die Marktübersicht des Internet Magazins haben wir Shared-Webhosting-Pakete zusammengestellt, die auf Grund einiger Mindestanforderungen auch semiprofessionellen und professionellen Ansprüchen genügen. PHP 5, .htaccess und mindestens drei MySQL-Datenbanken ab Version 5 sind dafür absolute Pflicht, um die performante Lauffähigkeit aktueller Webanwendungen wie beispielsweise Wordpress oder Shopsysteme zu gewährleisten.

Weitere essenzielle Features sind in diesen Paketen dann ebenfalls standardmäßig enthalten, gerade die etwas teureren Pakete leisten sogar weit mehr als die Basisanforderungen.

Bei monatlichen Kosten ab etwa 40 Euro lohnt es sich allerdings zu prüfen, ob Shared Hosting genau die eigenen Anforderungen erfüllt oder beispielsweise ein virtueller Managed Server oder eventuell sogar ein flexibler dedizierter Server besser dazu passen. Denn die Preise dieser Alternativprodukte bewegen sich stetig nach unten - insbesondere wenn moderne Virtualisierungstechnik zum Einsatz kommt.

Kompromisse

Freilich hat Shared Hosting seine Grenzen. Kompromisse muss der Kunde vor allem eingehen, wenn es um garantiert verfügbare Ressourcen geht, die für Webanwendungen bereitgestellt stehen.

Aktuelle Webanwendungen sind anspruchsvoll und kleine Shared-Hosting-Pakete stoßen schon gerne einmal an ihre Grenzen, wenn der Anwender bei Wordpress noch 30 Plug-ins dazu installiert. CPU-Leistung, Skriptlaufzeiten, RAM-Speicher, aber auch installierte PHP- und Servererweiterungen können daher für Hosting-Kunden Engpässe oder gar Ausschlusskriterien darstellen.

Besonders die sehr günstigen Shared-Hosting-Angebote sind knapp kalkuliert und bieten damit vergleichsweise wenig Leistung - denn CPU- und Server-Leistung kostet auch den Hosting-Anbieter das meiste Geld. Hat der Kunde geringe Anforderungen, hat er hier deutliche Kostenvorteile.

Ratgeber: Managed Server

Bei anspruchsvolleren Anwendungen ist allerdings vor der Entscheidung für ein bestimmtes Hosting-Paket etwas Recherche und gegebenenfalls detailliertes Nachfragen beim Hoster sinnvoll.

Während einige Anbieter sehr transparent kommunizieren oder klare, wenn auch schwer nachprüfbare Leistungsgarantien abgeben, kann der Kunde bei anderen Hostern manchmal erst durch Ausprobieren feststellen, ob die benötigten Webapplikationen tatsächlich laufen oder limitierte Skriptausführungszeiten und RAM-Speichergrenzen die App ausbremsen.

Manche Hoster wie 1blu, Mittwald oder Webhoster.de haben daher zwei Varianten von Hosting-Paketen im Angebot: günstigere Shared-Hosting-Pakete ohne Leistungsgarantien und etwas teurere Versionen mit fest zugesagter Mindestleistung bei Arbeitsspeicher, CPU-Kernen und Bandbreite. Andere statten ihre Hosting-Pakete sogar durchgängig mit Garantien aus, beispielsweise Alfahosting, Domainfactory, Euserv Internet, KOS-Online oder UDMedia.

Cloud-Hosting

Bewährt hat sich ein relativ neues Konzept, dass sich in Abwandlungen bei Strato, 1blu und Domainfactory findet: Hosting in der Cloud. Statt eine bestimmte Anzahl von Kunden-Accounts mit geteilten Ressourcen auf einen physikalischen Server zu packen, findet das Hosting direkt in der Cloud statt. Das spart dem Hoster die Verwaltung unzähliger einzelner Server und das ständige Umziehen von besonders leistungshungrigen Kunden auf weniger belastete Server.

Vor allem aber ist das Hosting in der Cloud viel flexibler: Der Kunde kann gegebenenfalls einzelne Features je nach Bedarf per Mausklick dazubuchen oder wieder abbestellen. Und Lastspitzen verträgt ein Cloud-System viel besser als einzelne Server, die in ihrer jeweiligen Leistung vergleichsweise limitiert sind.

Ratgeber: Cloud-Hosting als günstige Alternative

Strato verfolgt dieses Konzept schon sehr lange - auch wenn es früher nicht die Bezeichnung "cloud" trug, sondern ganz profan als "Servercluster" bezeichnet wurde.

1blu und Domainfactory haben seit einiger Zeit Produkte im Angebot, bei denen die Kunden die Serverleistung Cloud-basiert mehr oder weniger individuell zusammenstellen können - ob sie nun mehr CPU-Leistung, mehr RAM oder zusätzlichen Speicherplatz brauchen. Damit zahlt der Kunde keine im Paket kalkulierten Pauschalpreise mehr, sondern nur noch die Leistung, die er tatsächlich braucht.

Ungewöhnliche Features

Besonders unübersichtlich ist der Shared-Hosting-Markt naturgemäß bei Features, die nicht zum Standardrepertoire gehören, für manche Webmaster aber essenziell sind oder zusätzlichen Komfort bringen. Auf den bunten Websites der Hosting-Anbieter finden sich solche Features bestenfalls im Kleingedruckten oder gar nicht - selbst wenn die Hosting-Pakete diese Funktionen durchaus enthalten.

Hat man einen Hoster gefunden, dessen Pakete grundsätzlich zu den eigenen Anforderungen passen, lohnt sich daher meist eine konkrete Nachfrage beim Support - auf diese Weise lässt sich ganz nebenbei auch testen, wie ein Hoster auf ungewöhnlichere Kundenanfragen reagiert und ob der Support schnell und kompetent ist.

Ohne jeglichen Vollständigkeitsanspruch ein paar Beispiele zu solchen Features und Zusatzleistungen: 1blu regelt, ohne groß darüber zu reden, die bereitgestellten Leistungswerte der Shared-Webhosting-Pakete auch bei Bestandskosten bei Bedarf automatisch hoch, wenn die typischerweise installierten Webanwendungen mehr Leistung benötigen.

UDMedia legt Backups für die E-Mail-Postfächer an. OVH stellt seinen Kunden auf Wunsch IP-Adressen auch aus ausländischen Netzen bereit - beispielsweise um eine .it-Domain auch mit einer in Italien beheimateten IP-Adresse zu versehen. Und bei einigen Webhostern gibt es inzwischen auch feste IPv6-IP-Adressen selbst bei Shared-Hosting-Paketen gratis dazu.

Sonderaktionen

Wer sein Shared-Hosting-Paket nicht sofort benötigt, sollte zunächst eine Weile den Markt beobachten. Denn immer wieder gibt es hier attraktive Preisaktionen, mit denen sich viel Geld sparen lässt. Die Palette reicht dabei von Rabatten bei längeren Vertragslaufzeiten über kostenlose Nutzungsmonate bis zu dauerhaft günstigeren Tarifen bei Vertragsabschluss innerhalb des Aktionszeitraums.

Neben Schnäppchenangeboten ist allerdings bei der Auswahl eines Webhosters gerade beim Shared Hosting ein gerne vernachlässigtes Kriterium nicht unwichtig: Entwickelt der Hoster sein Angebot weiter und nimmt er auch Bestandskunden bei dieser Entwicklung mit? Denn mit einer bestehenden Webpräsenz in einem Shared-Hosting-Paket zu einem anderen Anbieter zu wechseln, ist eine mühselige Angelegenheit.

Selbst der Wechsel in einen höheren Tarif beim selben Hoster funktioniert nicht immer reibungslos. Kontinuität ist bei Shared Hosting also potenziell wichtiger als die Jagd nach den ultimativen Schnäppchenpreisen.

Auswahlkriterien

Internet Magazin stellt in dieser Übersicht Webpakete vor, die auch für professionellen Einsatz geeignet und sinnvoll sind. Wichtig sind dafür unter anderem Kernfunktionen wie PHP 5, .htaccess und mindestens drei inkludierte MySQL-5-Datenbanken. Die Übersicht beschränkt sich der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit halber auf Hosting-Pakete, die auf Linux- oder Unix-Systemen basieren.

Download: Anbieter: Shared Webhosting Linux mit PHP 5 und MySQL 5

Download: Shared Webhosting Linux mit PHP 5 und MySQL 5

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