Menü

Nutzen Sie den Billig-Dollar! Markenware billig einkaufen in den USA

Der US-Dollar ist günstig wie nie – was liegt da näher, als vom niedrigen Kurs zu profitieren und in den USA online einzukaufen? Doch damit Sie beim Online-Shoppen in den Vereinigten Staaten wirklich Geld sparen, muss einiges beachtet werden.

Markenware billig in den USA kaufen

Der US-Dollar ist günstig wie nie – was liegt da näher, als vom niedrigen Kurs zu profitieren und in den USA online einzukaufen? Doch damit Sie beim Online-Shoppen in den Vereinigten Staaten wirklich Geld sparen, muss einiges beachtet werden.

Die Rechnung scheint einfach: Die DVD "American Gangster" kostet bei Amazon.de als Extended Version 16,95 Euro. Bei Amazon.com ist derselbe Film für 14,99 Dollar zu haben, umgerechnet sind das schlappe 9,60 Euro. Also flugs in den USA bestellt und nahezu den halben Preis gespart? Nun, so einfach ist die Rechnung leider nicht. Zunächst einmal fallen bei Bestellungen über Amazon.com stets Portokosten an. Dann könnte sich unter Umständen auch der deutsche Zoll bedienen und schließlich läuft der Film nur auf DVD-Playern, die mit anderen als dem in Deutschland verbreiteten Regionalcode 2 umgehen können. Und wer kein Englisch spricht, der ist mit der US-DVD mangels deutscher Tonspur sowieso aufgeschmissen. Wer allerdings sorgfältig recherchiert, nur seriöse Händler auswählt und eine Kreditkarte sowie Englischkenntnisse besitzt, der kann beim Online-Shopping in des USA allerdings durchaus das eine oder andere Schnäppchen machen.

Zum Glück gibt es den Zoll, der den Binnenmarkt vor Billigimporten bewahrt und so die einheimische Wirtschaft schützt. Das ist schön für die Wirtschaft, aber manchmal lästig für den Einzelnen. Denn man muss im Grunde bei jeder Bestellung in den USA beachten, ob und wie viel Zoll anfällt und diesen Faktor bereits bei der Bestellung in die Rechnung mit einbeziehen. Ansonsten kann sich das vermeintliche Schnäppchen recht schnell ins Gegenteil verkehren. Zu beachten ist, dass nicht nur der Kaufpreis des bestellten Produktes in die Berechnung des zu entrichtenden Zoll- und Steueranteils einfließt, sondern auch die Versandkosten. Der Freibetrag für eine Auslandsbestellung beträgt 22 Euro, wohl gemerkt inklusive Versandkosten, und bei privaten Geschenken 45 Euro. Bestellungen, die unter diesem Betrag bleiben, bleiben somit einfuhrsteuerund zollfrei. Die gute Nachricht: Dieser Freibetrag erhöht sich zum 1. Dezember 2008 auf immerhin 150 Euro! Wie hoch die Abgaben für teurere Sendungen letztlich sind, richtet sich neben dem Kaufpreis auch nach der Ware. Für unterschiedliche Produkte entfallen unterschiedliche Zollgebühren:

Oftmals ist der Zollsatz nicht ganz eindeutig definierbar, weil er mit der Beschaffenheit des Produktes zusammenhängt. So haben Textilien aus Leder (4 Prozent) einen anderen Zollsatz als solche aus anderen Materialien (12 Prozent). Bei Digitalkameras richtet sich der Zollsatz unter anderem nach der Fähigkeit, auch Videos aufzunehmen und bei MP3-Playern danach, ob man damit auch aufnehmen kann. Im Einzelfall kann der Import also zum Glücksspiel geraten.

Zu den Zollgebühren gesellt sich immer jeweils der Einfuhrumsatzsteuersatz (EUSt) von derzeit 19%. Als Beispiel dienst ein DVD-Player mit einem Kaufpreis von 200 Dollar inklusive Versandkosten. Zunächst wird der Kaufpreis in Euro umgerechnet, nach aktuellem Kurs wären das etwa 126 Euro. Bezahlt werden müssen sowohl der Zollbetrag von 17,50 Euro als auch der EUSt-Betrag von 27,26 Euro, zusammen also 44,76 Euro. Verzollt wird das Paket, falls eine Rechnung beiliegt, im Normalfall durch das Versandunternehmen, an das man bei Lieferung auch die fälligen Gebühren bezahlen muss – im Normalfall zuzüglich einer Gebühr für die Verzollung! Übrigens ist es keine gute Idee, beim Wert des Produktes zu schummeln. Der Zoll kennt die Preise ganz genau und wertet komplett falsche Angaben als Betrugsversuch! Liegt keine Rechnung bei wird der deutsche Kaufpreis als Grundlage verwendet – auch das ist meist wenig vorteilhaft. Zudem wird man unter Umständen ins Zollamt gebeten, um das Paket vor den Augen des Zöllners zu öffnen. Abgesehen vom Ärger kann das bedeuten, dass man je nach Wohnort durchs halbe Bundesland zum nächsten Zollamt fahren muss. Es ist also dringend anzuraten, nur mit korrekter Rechnung zu bestellen und keine falschen Angaben zu machen.

Worauf müssen Sie beim Einkauf achten?

Wer in den USA Elektrogeräte kauft, hat mit mehreren Problemen zu kämpfen. Zunächst einmal wäre da das Garantieproblem. Aus den USA importierte Geräte werden in der Regel nicht von der deutschen Vertretung repariert, sondern müssen zur Reparatur in die USA zurückgeschickt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Zudem muss man bei der Wiederausfuhr zu Reparaturzwecken den Zoll kontaktieren, sonst zahlt man bei der Wiedereinfuhr ein zweites Mal Zoll und Einfuhrumsatzsteuer.

Weiterhin ist zu beachten, dass elektrische Geräte in den USA mit einer Spannung von 110V arbeiten, in Deutschland dagegen mit 230V. Es gibt Geräte, bei denen sich die Spannung per Schieberegler umschalten lässt, manche tun dies auch automatisch. Besitzt das neue Importgerät jedoch keine manuelle oder automatische Umschaltung, benötigt man einen US-Spannungswandler, der aus 230 Volt 110 macht. Es gibt Spannungswandler für verschiedene Leistungsklassen von 110 Watt bis 10.000 Watt. Wollen Sie einen DVD-Player betreiben, reicht ein Spannungswandler mit 200 Watt Leistung locker aus. Der Kaufpreis für ein solches Gerät beträgt etwa 60 Euro. Wollen Sie einen leistungsstarken AV-Receiver betreiben, benötigen Sie dagegen einen weitaus leistungsstärkeren Spannungswandler mit 1.000 oder gar 1.500 Watt. Für solche Geräte muss man wesentlich tiefer in die Tasche greifen, der 1.500W-Wandler kostet beispielsweise satte 250 Euro.

Nicht nur billiger, sondern auch
früher auf dem Markt: Bei aktuellen
DVDs lässt sich unter Umständen
viel Geld sparen.
Nicht nur billiger, sondern auch früher auf dem Markt: Bei aktuellen DVDs lässt sich unter Umständen viel Geld sparen.

Handyladegeräte oder Notebooknetzteile lassen sich übrigens in aller Regel bei allen Spannungen betreiben. Hier benötigen Sie lediglich ein passendes Netzkabel beziehungsweise einen Steckeradapter, um das Gerät im jeweils anderen Land aufzuladen. Allerdings gibt es bei Notebook-Importen ein anderes Problem, und zwar das der Tastatur. Bei amerikanischen Notebooks fehlen die Umlaute, manche Tasten sind zudem anders belegt. Bevor Sie in den USA ein Notebook bestellen, sollten Sie sich also unbedingt erkundigen, ob Sie für dieses spezielle Modell eine deutsche Tastatur erwerben können.

Vielleicht haben Sie Glück, und Sie die passende Tastatur wird für wenige Euro bei einem Online-Auktionshaus angeboten. Wer ein US-Handy für den Einsatz in Deutschland kauft, muss darauf achten, dass es sich um ein Quadband-Handy handelt, das mit den deutschen Frequenzen GSM-1800 (E-Netz) und GSM-900 (D-Netz) umgehen kann. Ein amerikanisches Triband-Handy beherrscht nämlich im Normalfall lediglich die dort üblichen Frequenzen 800 und 1900 MHz sowie 900 MHz und ist daher nicht E-Netz-tauglich. Wer gar nur ein amerikanisches Billighandy erwirbt, das lediglich 800 und 1900 MHz beherrscht, der kann dieses Handy in Deutschland überhaupt nicht nutzen.

Amazon.de Amazon.com
DVDs
Gone Baby Gone 18 Euro 14 Euro
Michael Clayton 20 Euro 12 Euro
There will be blood 20 Euro 12 Euro
Ratatouille 18 Euro 12 Euro
Blu-ray-Filme
Gone Baby Gone 28 Euro 18 Euro
Michael Clayton 29 Euro 18 Euro
Ratatouille 25 Euro 16 Euro
CDs
Celtic Thunder – The Show 16 Euro 8 Euro
Jack Johnson – Sleep... 15 Euro 9 Euro
R. Plant&A. Krauss – Raising Sand 15 Euro 10 Euro
The High Kings 19 Euro 12 Euro

Wenn der Versender nicht nach Europa verschickt

Versucht man online in den USA einzukaufen, stößt man sehr schnell auf Händler, die nicht in andere Länder verschicken. Das ist sehr ärgerlich, namentlich wenn der Händler ganz besonders günstige Preise anbietet. In der Vergangenheit gab es nur zwei Lösungen für das Problem: Entweder ließ man sich die gewünschte Ware an einen Freund oder Verwandten in den USA schicken, der sie dann nach Deutschland weiter verschickte, oder aber man musste die Ware während des nächsten USA-Urlaubs vor Ort selber kaufen. Inzwischen gibt es Firmen, die das Versenden von Paketen ins Ausland als Dienstleistung anbieten. Als Beispiele seien hier die Firmen , oder genannt. Das Prinzip ist identisch: Der Kunde mietet eine Adresse (zumeist in Florida), die für die Zustellung der bestellten Ware verwendet werden kann. Dabei handelt es sich um eine normale Straßenanschrift und kein Postfach, mit dem Versender wie UPS Probleme haben. Ist das Paket eingegangen, kontrolliert der Dienstleister auf Wunsch die Ware auf Funktion, optimiert die Verpackung und schickt das Paket an die gewünschte Adresse in Europa. Es fallen bei diesem Service natürlich diverse Gebühren an.

BorderHQ bietet einen Komplettservice an, der sowohl den Versand als auch die Zollgebühren umfasst. Die Miete für die Straßenadresse kostet je nach gewünschtem Servicepaket zwischen 20 und 50 britische Pfund pro Jahr. Dafür kann man Pakete an einen, zwei oder drei verschiedene Namen in den USA versenden, der Zollsatz sinkt (beim Servicepaket für 30 Pfund zahlt man pauschal 22,5 Prozent Steuern und Zoll, beim Servicepaket für 50 Pfund nur noch 20 Prozent) und erhält Versandrabatte. Ohne Rabatt kostet das Versenden eines 5-Kilogramm-Paketes aus den USA 64 Euro, ein 10-Kilo-Paket 90 Euro und eines mit 25 Kilogramm Gewicht 150 Euro.

Die Firma BorderHQ bietet für USA-Bestellungen eine Rundum-Lösung an.

Der Anbieter verkauft Jahresmietgliedschaften für 60 US-Dollar, dazu kommen die Versandkosten, die sich nach dem Gewicht des Paketes richten. Für die Verzollung ist der Empfänger selber zuständig.

DVD und Blu-ray: So kaufen Sie richtig

Neben Musik-CDs sind auch DVDs und Blu-ray-Scheiben besonders lohnenswerte Importobjekte. Sie sind in den USA oft deutlich billiger und auch früher zu haben und sie wiegen wenig, was für geringe Versandkosten sorgt. Doch damit der Einkauf wirklich preiswert wird, sind einige Dinge zu beachten. Da wäre zunächst einmal die oben schon kurz angesprochene Regionalcode-Problematik. Wer DVDs mit einem anderen Regionalcode als dem in Europa üblichen Code 2 abspielen möchte, der benötigt entweder einen codefreien DVD-Player, oder besser noch einen, bei dem sich der Regionalcode manuell einstellen lässt.

Ärgerlich: Der Regionalcode taucht bei Blu-ray-Filmen leider auch wieder auf. Da es aber - noch - keine codefreien Player gibt, kann man regionalgeschützte Scheiben auf keinen Fall auf Playern einer anderen Region abspielen. Einziger Hoffnungsschimmer: Regionalcodes kommen momentan nur auf wenigen Blu-ray-Discs zum Einsatz. Welche Filme genau betroffen sind, erfahren Sie auf der Webseite

Online-Einkauf im Ausland

Haben Sie schon einmal via Internet im Ausland eingekauft, ohne die Ware verzollt und versteuert zu haben?

Ja75.9%
Nein24.1%

Wenn Sie oben auf "Region A" klicken, erhalten Sie eine Liste aller in den USA verkauften Blu-ray-Filme. Die Grün hinterlegten Filme haben keinen Regionalcode, die Roten sind leider mit Playern anderer Regionen nicht abspielbar.

Es ist kein Geheimnis, dass sich über preiswert und zuverlässig DVDs, Blu-rays und CDs einkaufen lassen. Wenn man dort bestellt, sollte man allerdings unbedingt darauf achten, niemals mehrere Scheiben zusammen zu bestellen. Der Grund: Zwar spart man bei einer Sammelbestellung ein wenig Porto, doch kommt man bereits bei zwei DVDs meist über den Höchstsatz, ab dem Zoll und Einfuhrumsatzsteuer fällig werden. Das kostet dann nicht nur extra Geld, sondern verzögert auch die Lieferung erheblich, weil der Zoll Pakete durchaus mal ein paar Tage liegen lässt. Deshalb unser Rat: Bestellen Sie die Silberlinge immer nur einzeln und nehmen Sie die etwas höheren Portokosten in Kauf. Unterm Strich lohnt sich der Einzelkauf trotzdem!

 
Anzeige
Anzeige
x