Feuerfest im Web

Live Mesh, Humyo und Treamdrive

Versteckte Speicherorte

Die Linkliste mit den Backups sollte man dann nicht auf dem PC speichern, den man sichern möchte, sondern sich z.B. an eine Webmail-Adresse schicken. Außerdem ist es wichtig, die Daten zu verschlüsseln, denn auf ihrem Weg durchs Netz kann jeder Einblick nehmen. Dafür eignet sich Cryptool. Wer Platz sparen will, zippt sie vor dem Verschlüsseln, also erst zippen, dann verschlüsseln, dann in passende Pakte teilen und dann hoch laden.

Im Gleichschritt

Einen Schritt weiter gehen Synchronisationsdienste wie Live Mesh von Microsoft, die Ordner automatisch zwischen verschiedenen Geräten oder auch zwischen einem Gerät und dem Internet abgleichen. Bei Live Mesh erhält der Anwender fünf Gigabyte Webspace zur Verfügung, die er mit Ordnern füllen kann. Er benötigt einen Windows-Live-Account und installiert ein kleines Tool auf jedem PC, der an das Synchronisationssystem angeschlossen werden soll. Auch mit mobilen Geräten soll Mesh bald funktionieren.

Online-Backup

© Archiv

Der Synchronisationsdienst Live Mesh von Microsoft lässt sich sehr gut auch für automatische Online-Backups bis zu einer Größe von fünf Gigabyte verwenden.

Will der Anwender nun einen Ordner mit einem anderen Ort verknüpfen, so klickt er mit der rechten Maustaste im Explorer darauf und findet den Menüeintrag Add Folder to Live Mesh. Loggt er sich anschließend bei dem Dienst im Web ein, findet er auf seinem Live-Desktop den verknüpften Ordner, dessen Inhalte Mesh automatisch synchron hält. Wer beispielsweise seinen Datenordner zur Synchronisation wählt, hat immer ein aktuelles Spiegelbild im Netz. Allerdings keine ältere Version, sprich eine korrupte Datei wird ebenfalls in Sekunden kopiert (siehe Absatz Backup-Strategien). Weitere Funktionen von Mesh sind Remote Access und Datentausch im Team.

Allerdings ist bei Mesh auch Vorsicht geboten. Zugriff und Übertragung der Daten sind gut abgesichert, allerdings liegen die Daten nicht verschlüsselt auf dem Server (mehr zum Thema Sicherheit auf Microsofts Blog). Wer also nicht möchte, dass Microsoft Einblick in die Daten nimmt, muss sie zuvor verschlüsseln. Hier eignet sich ein traditionelles, verschlüsseltes Backup in einen Ordner, der dann mit Mesh synchronisiert wird. Die Dateigröße darf dabei zwei Gigabyte nicht überschreiten.

Eine etwas abgespeckte Variante kommt aus England und nennt sich Humyo . Neben der oben erwähnten kostenlosen Zehn-Gigabyte-Variante gibt es einen Premium-Account für 49,99 Euro. Dafür bekommt der Kunde hundert Gigabyte Speicherplatz und die Möglichkeit zu automatischen Synchronisation. Der Dienst verschlüsselt die Daten zwar zur Übertragung, jedoch auch nicht auf dem Server.

Datensynchronisation bietet ferner Teamdrive, sogar verschlüsselt, allerdings ohne Webspace. Das heißt, der Anwender benötigt einen WebDAV-Zugang.

Welche Backup-Strategien es gibt und eine Checkliste finden Sie auf Seite 3...

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