Bildbearbeitung

Lightroom Presets: So nutzen Sie die Vorgaben optimal

Ändern Sie bei Lightroom 17 Bildwerte mit einem Klick - die bequemen Presets bzw. Vorgaben machen es möglich. Wir zeigen, wie Sie die mitgelieferten Vorgaben von Lightroom optimal nutzen und wie Sie Ihre eigenen 1-Klick-Vorgaben speichern.

Übersicht mit Lightroom

© Lightroom

Mit Lightroom Presets lassen sich bequem und schnell Fotos bearbeiten.

Wir zeigen in 5 Schritten, wie Sie Vorgaben in Photoshop Lightroom optimal nutzen:

1. Lightroom Presets anwenden

Besonders wichtig in Lightroom sind die sogenannten Entwicklungsvorgaben für komplexe Kontrastkorrekturen: Je nach Vorgabe justiert Lightroom viele Werte gleichzeitig, zum Beispiel "Belichtung", "Kontrast" und "Sättigung", aber auch Scharfstellung, Perspektivkorrektur und Rauschreduzierung.

Wechseln Sie einfach in den Lightroom-Bereich "Entwicklen", öffnen Sie links das "Vorgaben"-Bedienfeld und verwenden Sie einen Abschnitt wie "Allgemeine Vorgaben", "Effektvorgaben" oder "Farbvorgaben". Klicken Sie eine Vorgabe wie "Mittlere Kontrastkurve", "Abgerundete Ecken" oder "Crossentwicklung" an - schon verändert sich Ihr Bild deutlich.

Die Eingriffe sind wie immer verlustfrei. Und hat die Vorgabe das Bild verändert, verfeinern Sie das Ergebnis mit den Reglern rechts im Programmfenster.

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© Lightroom

Tipp: Die Vorgabe "Nullwert" setzt alles wieder zurück.

2. Preset-Vorschau

Testen Sie eine Vorgabe noch vor der endgültigen Anwendung. Dazu öffnen Sie den "Navigator" links oben im Programmfenster. Dieses Bedienfeld zeigt immer das Gesamtbild an.

Öffnen Sie mehrere "Vorgaben"-Ordner wie "Effektvorgaben" und "Farbvorgaben". Nun halten Sie den Mauszeiger einfach über eine Vorgabe wie "Altes Foto" - schon erscheint die Vorschau oben im "Navigator"-Feld. Sie müssen nicht erst klicken. So erkennen Sie blitzschnell, was einzelne Vorgaben leisten, zum Beispiel auch die vielen Schwarzweiß-Varianten im Ordner "S/W-Filtervorgaben".

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© Lightroom

3. Eigene Vorgaben erstellen

Sie verändern Ihre Fotos immer wieder mit denselben Reglerwerten? Dann speichern Sie diese Einstellung als eigene Vorgabe.

Richten Sie die Regler zuerst wie gewünscht ein. Wechseln Sie zu den "Vorgaben" und klicken Sie auf das Pluszeichen oben rechts im Bedienfeld. Der folgende Dialog wirkt komplex, doch in der Regel geben Sie nur einen Namen an und klicken auf "Erstellen". Diese Einstellungen landen im Abschnitt "Benutzervorgaben" als neue 1-Klick-Vorgabe.

Tipp: Sie möchten eine vorhandene eigene Vorgabe optimieren? Ändern Sie die Regler entsprechend, anschließend klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Vorgabe und dann auf "Mit den aktuellen Einstellungen aktualisieren".

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© Lightroom

4. Presets Exportieren

Speichern Sie eine Vorgabe als Datei. Sie lässt sich dann auf anderen Rechnern nutzen und an Freunde weitergeben. Dazu klicken Sie ein Preset mit rechts an und wählen "Exportieren". Dabei entsteht eine neue Datei mit der Endung ".lrtemplate".

So laden Sie die Vorgabe dann auf anderen Rechnern: Öffnen Sie die "Vorgaben" im "Entwickeln"-Bereich, klicken Sie mit rechts auf den gewünschten Ordner (zum Beispiel "Benutzervorgaben") und dann auf "Importieren".

Tipp: Per "Importieren" bringen Sie auch die kostenlosen Vorgaben aus dem Internet in Ihr Lightroom.

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© Lightroom

5. Vorgaben bei Diashow, Drucken, Web

Vorlagen gibt es auch in den Programmbereichen "Diashow", "Drucken" und "Web". Dort legen Sie per Vorgabe fest, wie viele Bilder wie groß erscheinen - dazu Bildrand, Bildschatten, Bildunterschrift und weitere Eigenschaften.

Hier gelten dieselben Tipps wie bei den Entwicklungsvorgaben (Schritt 1 bis 4): Halten Sie den Mauszeiger über eine Vorgabe in der Leiste links, schon erscheint die Vorschau im Bedienfeld darüber. Unsere Abbildung zeigt Lightrooms Vorschau auf ein Webseiten-Layout. Sie können die Vorgabe wieder anklicken und die Einstellungen danach ändern; dieses Ergebnis sichern Sie als neue, eigene Vorgabe (wie in Schritt 3).

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